kapitalismus

handtücher

gesichtstücher

achselhöhlentücher

knietücher

arschtücher

fusstücher

ein tuch für

jeden körperteil

man scheint dem

stoff nicht ganz

zu trauen

3.3

neben dem bett // das noch wird das zu klappen / ist das noch gefaltet die wand / schliesst das dem klappen harrt / klappert und knarzt beim bezug und / aufsetzen der beine sich federt / auf büchern prospekten die unebenheiten die / schieflagen ausgleichend bei einem zu / kurzen bein die schieflage mindert und federt es / habe noch niemand gelesen sei jungfräulich / rein darauf hinweisend wurde / das heft übergeben mit / knappen worten gereicht und das eben gesagte / bezweifelt dass / ich wie ich eben noch sagte es / jemals gelesen geschrieben auch das / sei sehr fraglich wahrscheinlich sei alles / adresslos und nur ohne namen des / schreibenden lesbar im wissen um / keinen bekannten autoren um / einen autoren der namenlos bleibe / den es gar nicht gäbe der / nur ein paar zeichen aus ebendem / text sich besorgte ausborgte herausgeschnittene / zeichen verfugte besetzte ersetzte anstelle / der dinge die damit entstünden / zu lesen die dinge die alles / in allem nicht wahr aber / äusserst wahrscheinlich sich nackt / präsentierten das / sei zu bedenken bevor / sie es läse //

Aus einem Brief

Liebe D., (…) wie auch unschwer am derzeitigen Banner zu erkennen, ist es mir durchaus ernst. “taberna kritika” betreibt (wie übrigens schon seit langer Zeit) eine Poetik der Poesie der Zahl. Es ist nicht nur eine xxx.. Die Verschaltungen der Texte, die Nummerierungen, Verschiebungen und Segmentierungen, also: die Paragraphierungen, Neuordnungen, Reorganisationen, oder: die Nutzung der vollen Bandbreite römischer, arabischer, aller möglicher Zahlen, Ziffern, ja Zeichen ist ein Energiequell der Texte. Sie sind hier wesentlich. Vielleicht mögen sie lachen. Man arbeitet an und in einer “Ästhetik der Gliederung”. (…) Herzlich,

Dranmor Plotsheet & Paratexte

Ein kleines Klausurergebnis: Ein Plotsheet wird/wurde parallel zur Bearbeitung des Romanmanuskripts (Version 2) erstellt bzw. ergänzt und ist ab sofort im Readerbereich zugänglich. Diese Skizze dient vor allem dazu, die Plotelemente und den „Erzählbogen“ einigermassen übersichtlich festzuhalten und die Überarbeitungen zu erleichtern. Gleichzeitig wird damit auch eine Materialsammlung angelegt, die für ein jew. Epigraph* (einen Vorspann, eine etwas längere Überschrift oder sagt man heute: Teaser?) nützlich wird. (Man denke dabei an Fieldings “Joseph Andrews” oder den “Mann ohne Eigenschaften“). Natürlich sind strukturelle Änderungen, auch tiefergreifende noch möglich. Die Übersicht wird dort kapitelweise aktualisiert.

* Tatsächlich sind die Überlegungen zu den jeweiligen Epigraphen (ca. ein bis drei Sätze zu den einzelnen Passagen – wahrscheinlich erst ab Version 3 realisierbar) schon etwas weiter fortgeschritten. Natürlich müssen oben erwähnte Beispiele (und andere) noch genauer studiert werden, die Traditionslinie, die Varianten, aber über dieses Element träte eine weitere (Erzähler-)Instanz in den Text, die das manchmal heterogene Material ordnen und kommentieren, also lesbarer, d.h. dynamischer und flüssiger machen könnte. Eine weitere Überlegung war, die Ergebnisse und Diskurse der überschreibungen eben nicht als Anhang hineinzumontieren, sondern sie im jeweiligen Vorspann zu verarbeiten. Der Gesamttext, so hoffe ich, wird damit kompakter.