Lesung aus “urban studies” in Köln

Ankündigung für Kurzentschlossene

Swantje Lichtenstein und Heike Smets lesen Texte aus dem Manuskript urban studies (Hediger/Abendschein) innerhalb der Veranstaltung des Lesekinos (s.u.). In Abwesenheit von Hediger/Abendschein, allerdings …

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pressetext / quelle


Mittwoch 08.11. · 20:00 Uhr · 6,00 EUR · Kinoraum

Getränk und Snack inclusive

Lesekino Stadt/Archiv

Eine filmische Lesung, ein gedichteter Film?

Brigitte Oleschinski – Lyrikerin

Adrian Kasnitz/Rolf-Dieter-Brinkmann Stipendiat für Literatur

Marc Belledin – Filmemacher

Heike Smets/Swantje Lichtenstein – Moderation

Das Lesekino findet unter dem Stichwort Stadt/Archiv statt. Städte sind selbst Archive: Ein Sammelbecken aus Geschichten und Bildern. Das Lesekino ist eine mixed media – Präsentation, es stellt kaleidoskopartig Literatur und Filme vor.

Neben der vielfach ausgezeichneten Lyrikerin, Brigitte Oleschinski, gebürtigen Kölnerin, werden der Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiat für Literatur Adrian Kasnitz, der Filmemacher Marc Belledin und weitere Gäste Texte und Filme vorstellen.

Die Lyrikerinnen und Literturwissenschaftlerinnen Heike Smets und Swantje Lichtenstein führen durch den Abend.

Information unter www.commonground.de/lesekino

Mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Köln

9. Schachtel (§2, KdU)

In einem Trödelladen habe ich mir einen Koffer für zehn Franken gekauft. Äusserlich sieht er aus wie ein Werkzeugkoffer. Im Innern, wie man erst nach dem Aufklappen feststellt, befindet sich eine Registratur mit fünfundzwanzig Mappen und ebenso vielen Reitern. Ich will sie schon lange befüllen, doch es geht nicht. Die Ordnung, die Zahl der Möglichkeiten der Ordnung ist mir zu gross oder zu klein. Ich schliesse den Koffer wieder und werde ihn auch weiter geschlossen halten. Der Werkzeugkoffer ohne Funktion hat eine Funktion. Er ist einfach nur schön. Und: die leeren, unverwalteten Mappen sind darin bestens aufgehoben.

[anschluss an 8. schachtel“> … wenn ich merke, nein, das kontingente, dann schreibe ich: oder. oder beides. und: auch. auch das. damit, denke ich, schliesst sich die haut wieder, oder der kreis, will man sprichwörtlich bleiben oder achteckig, und ob es unterscheidbar ist, oder irgendetwas anderem sehr ähnlich, und aufs geradewohl ist noch ein name zu erteilen. oder einige buchstaben.

links > opml

ich hatte einmal eine linkliste. irgendwann ist mir die pflege zu aufwendig geworden. was macht man da? nun, wenn es sie interessiert, welche weblogs ich beobachte, erlaube ich ihnen einen diskreten blick in das opml-file meines newsreaders. dieses wird von zeit zu zeit aktualisiert … sollte ihnen das zu umständlich erscheinen, dürfen sie sich aber auch gerne auf die auswahl von markus hediger verlassen. eine umfangreiche liste finden sie übrigens auch bei dirk schröder.

(edit: 13.7.07)

8.2

im wohnzimmer // standort der apparatur des archivs konservierter / vertröstung und stimmen die / nicht zu erreichen vermochten beantworter / weniger anrufe heute elektrische stimme mit / vorschlag des kaufs eines autos auf / raten danach ein signal und die meldung / der uhrzeit der leeren besprechung kurz / vor dem erreichen des endes des / bands eine nachricht von ihr wann / man denke die rechnung zu / zahlen es eile es eile sie / bräuchte das geld besser gestern als / heute sie warte sie warte nur / noch ein paar tage bis / rechtliche schritte erwogen was / tun denke ich also bleibt nur / zu hoffen nein man muss den / lauf der erwarteten zahlung des / textes den ich als den meinen von / ihr an die zeitschrift verkauften zu mahnen so / schnell wie nur möglich noch heute zu / fordern zum hörer zu greifen zu / fragen wann man denn wenn / möglich schon morgen die arbeit mir / gleich honoriere man sagt mir man sehe was / man machen könne //