Immer dieselbe Strasse …

Immer dieselbe Strasse, wo auch immer. Ach so. Kein Bier mehr, nein, einen kleinen Espresso vielleicht ja doch bitte. Das Projekt “Malewitschs Tektonik” war eine Planungsaufgabe im vierten Studienjahr. Das liegt ja nun schon sehr lange zurück. Ende der 1950er Jahre? Etwas später? Sie weiss nicht mehr so genau. Der Plan war – gemäss der Idee des Suprematismus, einer künstlerischen Bewegung, die von Malewitsch angeführt wurde –, aus einer Art Verkehrsskulptur in einer gegebenen Landschaft, mit einem gegebenen Programm von Funktionen und einer gegebenen Grössenordnung Architektur zu schaffen. Ausgehend von der suprematischen Idee begannen wir, Fragmentierungen im Strassenverlauf zu betrachten und daraus eine neue Art von Plan zu entwickeln bis hin zu, ach, da lachten wir schon wieder, Fliessräumen. Die kleine Bar abends ist der Frühstücksraum morgens abends ist der Frühstücksraum gerade das Richtige nach langer Fahrt. So die erschöpfte Verkehrsplanerin (Name). (18/18. Aus DlniS, Kap.6)

Mission accomplished? (notula nova supplement III)

cit.

(parallalie am 26.01.09): “Nach wie vor aber das Interesse für Sprache auf der Suche nach ihrer Form.” Das setzte voraus, daß die Sprache etwas Eigenständiges ist. Die eine Form sucht, die sie nicht hat. Aber die Fragestellung interessiert mich im Zusammenhang mit den “Aporien”. Ich verstehe darunter die Suche nach der Fähigkeit, die Ratlosigkeit so zu formulieren, daß sie sich selbst den Rat gibt, den sie vergeblich sucht. D.h. die Ratlosigkeit ist auf der Suche nach ihrer Rathaftigkeit. Was von der Formulierung der Ratlosigkeit abhängt und den Rücken, die dem Auffinden der Rathaftigkeit in den Weg gestellt werden Mal so exzentrisch formuliert.

(notula nova am 26.01.09): “ich versuche mich mal an ihrem ersten punkt. wenn “sprache” vielleicht das ensemble von regelsystem, wortvorrat usw. und deren tatsächlichen anwendungen ist (ähnlich langue/parole), so meinte ich mit “form” also letzteres. ein sprachinternum. für mich hat das bedeutet, dass ich – in kenntnis einiger sprachformen (ausdrucksmöglichkeiten, oder auch hier: schreibweisen), und in unkenntnis vieler anderer – mitunter versuche (notula nova ist so ein projekt, und darum ist das alles auch sehr selbstbezüglich … und in gewisser weise paradox), analog zur sprache, die versucht einen teil ihrer selbst zu erkunden, mechanismen einzubauen, die beziehungen zwischen (hier nun, das wäre in diesem falle so die grössenordnung:) textteilen willkürlich und unwillkürlich zu ermöglichen. kurz: notate, die miteinander zu tun haben, und solche, die nichts miteinander zu tun haben, werden konfrontiert und werfen auf einmal bedeutungen ab, die auch für mich manchmal frappierend sind.

ein schönes beispiel, das sie geben, ist es, indem sie obiges zitat mit dem bartheszitat in berührung bringen. und dies zusammendenken, wie z.b. mit ihrer analyse der Suche nach der Fähigkeit, die Ratlosigkeit so zu formulieren, daß sie sich selbst den Rat gibt, den sie vergeblich sucht. also mit und in dieser form auszusagen, dass eine gewisse (neue?, andere?, abweichende?) form der fragestellung entstehen kann, wenn nur die antworten oder auch aussagen (neu?, anders?, abweichend?) arrangiert oder gelesen werden, fand ich nun reizvoll. und vielleicht ist das nun auch ein guter effekt bei diesem ansatz: dass das eine oder andere in paradoxien oder auch aporien münden kann, ist dabei nicht auszuschliessen. ist eigentlich vorprogrammiert. wenn dann daraus vielleicht trotzdem ein text entsteht, der einigermassen (vielleicht interessant und) interpretationsoffen sein kann und zugleich seine gemachtheit (und seine form) mit ausstellt, sodass eine antwort also immer auch sein muss (ich formuliere mal salopp) achtung, fingierter text – rat gibt es woanders, aber wenn genug hierin rumgewühlt wird, hat das möglicherweise konsequenzen für die weitere suche und ihre ergebnisse, dann ist damit vielleicht schon eine zentrale aufgabe erfüllt.”

Es ist ein heisser Tag …

Es ist ein heisser Tag. Zeit für Erfrischung. Ein intelligentes Mikrosystem setzt sich auf meine („unsre“?) Armschnalle und gibt das entsprechend sinnvolle Signal. Zeit für die Zuführung eines ganz bestimmten Produkts, auf der Basis von Salicorn, dem gemeinen Queller, der Meerbohne. Die Pflanze spriesst inzwischen beinahe überall, ohne weitere Eingriffe. Sie ist verwandt mit den Katzenhalmen und gedeiht in Zucht am Rand der weit herum angelegten Salinen. Die Wurzeln gehen ins Neuwasser (früher “Meereswasser“) und in die Tonlagen, die über mächtigen Kiesschichten den undurchlässigen Grund der Salinenbecken bilden. (17/18. Aus DlniS, Kap.6)

Eine noch unbekannte Ausgabe von 1879

Muss man da zugreifen …? Muss alles noch einmal durchgeackert werden?

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Dranmor s gesammelte Dichtungen (Gebundene Ausgabe)

von Dranmor – Ludwig Ferdinand von Schmid (Autor)

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Produktinformation

* Gebundene Ausgabe: 270 Seiten

* Verlag: Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin; Auflage: Dritte, vermehrte Auflage (1879)

* ASIN: B00219LPRK

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Produktbeschreibungen:

Nach dem Tod seines aus Deutschland eingewanderten Vaters war Schmid 1840 zunächst gezwungen, eine kaufmännische Lehre in Basel anzufangen. Bereits mit 18 Jahren schrieb er sein berühmtestes Gedicht Ich möchte schlafen gehn. Zugleich schmiedete er Reisepläne. 1843 liess er sich in Brasilien als Handelsvertreter nieder, zuerst in Santos, dann in Rio de Janeiro. Er wurde dort wohlhabend und konnte sich teure Reisen nach Nordamerika und St. Helena leisten. 1851 machte Ferdinand von Schmid Reisen durch ganz Europa, bevor er 1860 seine ersten schriftstellerischen Arbeiten veröffentlichte. Nach seiner Hochzeit 1865 mit der Französin Lise Aglaë Marque aus Rouen siedelte er 1868 aus damaliger Sicht endgültig nach Paris über. Von dort veröffentlichte er weitere Werke. 1874 kehrte er aus wirtschaftlichen Gründen wieder nach Brasilien zurück, hatte aber nicht mehr den früheren Handelserfolg. Nach journalistischen Versuchen kehrte er verarmt 1887 nach 44 Jahren wieder nach Bern zurück, wo er auch 1888 starb und auf dem Schosshaldenfriedhof feierlich begraben wurde. (…)

Zustand: Sammlerstück – Sehr gut

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Anmerkungen:

Altersgemäss aussergewöhnlich gut erhaltenes Buch, mit ganz geringen Gebrauchsspuren ! Sehr schöner roter Leineneinband, zeittypisch auf dem vorderen Einbanddeckel und am Rücken reich goldgeprägt. Auch der Einband und seine Zier sind hervorragend erhalten ! Umlaufend goldgefärbter Schnitt. Die Bindung und die Gelenke sind voll intakt, auch die Seiten vermitteln den Eindruck, als sei das Buch sehr sorgfältig gelesen worden. Lediglich die Seiten 243/44 und 245/46 trugen im Laufe von130 Jahren ein kleines Eselsohr bzw. einen kleinen Einriss davon. Die ersten und die letzten Seiten sind vermehrt, die inneren Seiten ganz gering altersfleckig (nicht stockfleckig !). Im Frontispiz befindet sich eine Fotografie des Verfassers. Alles in allem ein sehr schöner Zustand mit einer geringen Patina, die das “Leben”, das dieses Buch ausstrahlt, erst ausmacht…