2007-11-15 Heute ist der Himmel

anfangen einfangen was anfangen an

belangt ich fange an ich fange in

Kairo an ich fange mich in KAIRO

an ich fange etwas an mit KAIRO ich

fange mit mir KAIRO an wer kann etwas

mit KAIRO an fangen ich schnappe

etwas von Kairo auf sobald nicht in KAIRO

werde ich KAIRO anlangen

jetzt reichts aber

Heute ist der Himmel WOLKIG was an der Tatsache der schwarzen Wolke über dem Stadtgebiet nichts ändert oder die schwarze Wolke aus der Moses angesprochen etc. stelle (mir) Kairo vor geniesse schon das Rasche der Arbeit an den Gedichten ich vergnüge mich oder lasse die Handnotizen durchgehen gehe durch hin ZU Jacques Roubauds Fussreise, die ihn den Mississippi entlang führte ergibt ein Konzept Gedichte? Oder 1 Foto pro Tag somit täglicher Entscheid? Crescendo im Verlauf der Nachmittagsstunden. Kairo badend in Luftmilch 36°C Smog. Aus der Ferne verborgen in schwarzer Wolke, von welcher (ich) sagen höre. Höre Husten oder der Stromableser ist da

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die ersten Mordgelüste aus Mitleid. (GuU12)

Am Lepétimnos stauen sich dunkle Wolken. Ein Nescafé, viele Zigaretten, kaum Sätze. Früher Spaziergang durch die Stadt, unten, noch in der Sonne. – Scharfe, unwirkliche Kontraste. Doch Molyvos ist anstrengend heimisch geworden: Dieses Heimische kann von den Augen kaum überwunden werden. Das Wiedererkennen ereignet sich an jeder Ecke. – Ich empfinde zum ersten Mal Überdruß beim Anblick zweier Mädchen auf der Ufermauer; überhaupt geht mir Feininger auf die Nerven. Er ist berechenbar geworden. Als fülle er bald einen mir bekannten Raum nur noch aus, als kenne ich bereits seine Formel.

“Aber nein”, antwortet er mir, “Mädchen sind unergründlich – wir wissen nie, was wir von ihnen wollen.”

Der blinde Sohn zerrt eine junge schwarze Ziege am Seil über die Wiese. Mit den Augen des einbeinigen Alten, der ihm Anweisungen gibt, bindet er sie an einem Holzpflock fest. Zufrieden gehen sie Arm in Arm (der Blinde ist bemüht, seinen Vater zu stützen), Schritt für Schritt zurück zum Haus. – Die junge schwarze Ziege versucht sich anfangs loszureissen … – ich lese auf der Terrasse (ein Brief von Anne, später Starobinski), während sie zu jammern beginnt, herzzerreißend schreit nach ihrer Mutter. – Ein bemerkenswerter Plan der beiden, ungeliebte Nachbarn in den Wahnsinn zu treiben: nach einer halben Stunde die ersten Mordgelüste aus Mitleid.

Aus “Gestell und Ungestalt. Fassung erster Hand” von Rainer Hoffmann. Gestell und Ungestalt ist soeben bei etkbooks erschienen.

Die Informationspoetik (notula nova 53)

Zum Geld als Leitmedium, liebe Finanzkrise, übrigens: schon mal was von backup gehört?

Überhaupt: schreibt man, weil nichts besseres einfällt.

Und: das Buch als Totenmaske des Blogs.

Zur Überlegung: Warum nicht auch den Mut zur Wertung von Aussagen, Zuständen oder Ereignissen aufbringen und auf- wie anwenden? Warum nicht etwa Zeichen einführen und nutzen, die – wenn notwendig – eindeutige Positionen markieren können?, etwa: (+), (-), (0) …

Und, vielleicht kann man sogar sagen, dass sich die Serien Urmel 1 (aus dem Eis) und Urmel 2 (auf dem Schloss) in etwa zueinander verhalten wie Faust 1 und Faust 2.

5 Schwäne am See

Hagelwetter im August

3 Schwäne am See

Und: laling, laling, laling, laling, laling, laling, oh what a beautiful sound (A. Bird)

Und: welcher Begriff aus folgender Reihe verhält sich auffällig?:

Basilikum

Geranie

Peterling

Badehose

Schnittlauch

Azalee

(eine “Knuddl Knaddl Luftmatratze”, ein Entchen, ein Schiff, ein Schwan, 4-5 Boote unterschiedlicher Grösse … das Bassin wurde frisch gedichtet und glänzt in hellem Blau.)

Und, beim Lesen eines Gedichts von Ulrich Koch, NZZ, 25.7.: Jede Form kokettiert mit Weisheit, ist – in den besten Fällen – aber nur ein Spiel mit Wissen, nur Wissen, Wissen, meistens Information. Weisheit findet sich nur in der Nichtform. Dem unbehandelten Rohstoff. Poetische (peotische!) Strategien, formal: nicht-pragmatische Organisation von Sprechen im Feld von Weisheit, Wissen, Information …)

Es fehlt eine

Informationstheorie

poetischer Zeichen

Eine Informationspoetik

(Informationspoetik vs. Archivpoetik? Verhältnis wie Material zu Information. Der Dichter als Informant. Mit poetischer Informationskompetenz. Information = Wissen in Aktion (Kuhlen). Informationspoetik = Ästhetik in Aktion?)

Über die Unverständlichkeit (ist016)

I Zit. Aus Hoinkis, Lektüre – Ironie: Ein Jean-Paul-Zitat aus dem Wutz über ein Unvermögen unverständlich zu schreiben und den daraus folgenden Zwang zur Unleserlichkeit // II [Noch] mehr als an das vergnügliche Schulmeisterlein erinnere ich mich an Dr. Katzenbergers Badereise – Ich finde naturgemäss kein Wort, keinen noch so geringen, inhaltlichen Umriss dieses Textes mehr in mir, sondern nur noch ein positives Lektüreerlebnis. (um nicht “Gefühl” zu sagen). Ein[e] Rückahnung eines speziellen Humors, eines Lesegenuss[es] der mich veranlasste, gleich eine Werkausgabe Jean Pauls zu kaufen. […] günstig, eine Lizenzausgabe bei Zweitausendeins. […] prägte und prangte von nun an meine / in meiner Studentenbibliothek, wurde über Jahre am Schnitt grauer und grauer, beim Öffnen jedes einzelnen Buches allerdings – Jungfräulichkeit der Seiten , Lesbarkeit, [Anstachelung], fast Vorwurf – […] – möglich aber, diese abschreckend dicken Bücher, auch nur zu durchblättern. […]keit, jedes einzelne. Der Hesperus, die Flegeljahre, die Briefwechsel. Kein Wunder, griff ich mir in dieser Ausgabe zunächst das Schulmeisterlein und speichere diese Unlesbarkeitsstelle, die der Unverständlichkeit inzwischen einen Glanz, eine Erhabenheit […] , de[…] jetzt beim Schreiben dieser Zeilen, sämtlicher Schreiben von mir (diesbezügl.) rechtfertigte, wenn es nur ordentlich unlesbar war, [rechtschaffen] also. Übergang wurde vom Zeichen zum Bild. Vom Bild zur [Gemütsspur]. Von der auch die Software abliess. // Im kellerappartemen mit F.S. – Fussbodenheizung im Sommer. Gestandene Luft. Ungewaschene Füsse. Eine […] Katze, Magenkrebs, fand immer Zugang in unsere Whg. Alles in allem sehr schäbig. Aber die dort gemachten sexuellen Erfahrungen die Nachhaltigsten. Unlesbare […] der Körper. Gefühl. Schönheit. []keit. III In gelungener Ironie verging Schalmei, bin gern auf der Ebene des Mediums. eifre zu Ullin der schilt, die nicht in wilder wau, leserlich scheu, was auch gut. Freiheit bog Versiebe vor., mehr als bergiger. ich feile nah am bett der Seine. zunächst windlichter. eine Glut belabert alles, wenn es veröde. Skier. Software. Gestaden. Sevilla, hei!

@etkbooks twitterweek (20090919)

wo poeten laut geben … http://bit.ly/4a2QcA #lbn / … und montag ein interview mit DRS2aktuell … #lbn / new blog post: 2007-11-14 erhöhte die Dosis kalten http://bit.ly/yMHZK / RT @volandquist – im Blog: http://bit.ly/p6fJM (expand) und RT @hemartin: Will Authors of the Future Need Publishers? http://bit.ly/MtdtR #lbn / KeinVerlag: RT @etkbooks Unveröffentlichtes von Kafka …. http://bit.ly/qrLEB / Unveröffentlichtes von Kafka …. http://bit.ly/qrLEB / Piestrak-Demirezen, Dorota: Hypermediale Fiktionen. Zu einem Phänomen der Digitalen Literatur (Lang, Peter Frankfurt) #pipeline / new blog post: dort immer nur gewesen. (GuU11) http://bit.ly/aSvNH / “… independent publishers, small press, has so much opportunity in the digital marketplace.” http://trunc.it/1z0dm #lbn / wir sind bis sonntag in köln. freitag sind noch termine frei … / Applaus? “Ab sofort präsentiert der Rotbuch Vlg. u. http://www.rotbuch.de s. ersten eigenen Webauftritt.” http://www.boersenblatt.net/339650/ #lbn / http://www.jungeverlagsmenschen.ch/ , #lbn / new blog post: Ein paar Kernaussagen zum Urheberrecht (notula nova 52) http://bit.ly/rc3Fb / new blog post: Heideggers Hand / Manuscripture (ist015) http://bit.ly/19EfjW / “Das Schlafen ist ganz sicher ein Vorgang des Badens.” http://bit.ly/19Cyio #wörter / http://typolis.net/ #lbn / new blog post: @etkbooks twitterweek (20090912) http://bit.ly/RVPar / KeinVerlag: Wer Literatur mag: Hungrige Augen lesen sich satt auf literarischen Augenweiden, Tweets von@Litblogs_net @etkbooks öffnen die Tore. /