@etkbooks twitterweek (20091107)

http://ben.antville.org/ #lbn / (kelter? nie gehört. dagegen ist konstanz aber auch eher fürs lesen bekannt.) / Jochen Kelter über die baden-württembergischen Literaturtage in Konstanz http://bit.ly/tUPPJ #lbn / heut gibts mal wieder linsensuppe “heiner müller” (invariant) http://bit.ly/2F6Hj9 / new blog post: 2007-11-21 nach Wien schreibe ich http://bit.ly/2RpxHU / RT @mauszfabrick: radisch über #loslabern: “pop wird seriös” (brr): http://is.gd/4NQUA #lbn / gender my plug-in http://bit.ly/3ckqRd / new blog post: Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59) http://bit.ly/1cUDTt / keine chance “rolf-dieter brinkmann” und “rolf dieter brinkmann” bei google auseinanderzuklamüsern. ich geh jetzt ins bett. / RT @bov: antville.org, nichtkommerziell und werbefrei, vergibt wieder blogs: http://tr.im/E09N #lbn / new blog post: Loslabern (fast) http://bit.ly/2BAwjz / new blog post: Logos (ist022) http://bit.ly/1tqv8t / http://www.stoerbuchhandlung.ch/ #lbn / Olten: @etkbooks twitterweek (20091031) (taberna kritika – kleine formen): … Germanisten” (als hardcover für 60 euro.. http://bit.ly/2Z4JCP / mauszfabrick: @etkbooks danke / @mauszfabrick btw: gratulation zum goldhuhn! habs eben erst in volltext entdeckt … / KeinVerlag: Wer Lesenswertes zur und Literatur sucht, dem seien die Tweets von @Litblogs_net @etkbooks zum #ff empfohlen, @inadaequat und @Fiktionaere /

2007-11-21 nach Wien schreibe ich

in wind gesetzt ins hin das nahen

nackten sinns zur insel sagt der augenöffner

wir hier nennen übersetzen

den schönen verrat

wie schön

für A. I.

nach Wien schreibe ich Nun wohne ich schon 3 Wochen in der Stadt, in der Du aufgewachsen bist. Von Tag zu Tag lerne ich ein wenig mehr von ihr kennen. Ich habe eine kleine Wohnung an der Champollion-Strasse, bin also mitten drin und kann an viele Orte zu Fuss. Und ich arbeite ziemlich viel, lerne auch Kollegen kennen und habe F. N. wieder gesehen. Ich bleibe bis zum 2. Januar, werde auch Ausflüge ins weitere Land machen. Gedehnt ist Ägypten ist eine Länge eine Breite – eine Dauer auch, wie riesig das Land in der Zeit liegt. Habe mich schon eingewohnt bin über winzige Kanäle gehüpft habe die Insel gequert es gab Tee und eine Rückfahrt Stehen im Stau. Wie geht es Dir?

index

Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59)

Zur Veranschaulichung: Ein Buch ist das Frühstück. Ein Werk ist der ganze Tag und die halbe Nacht. (Und die Geschichte meiner Zähne: Beim Zahnarzt. Das Gummizelt in meinem Mund. Plastikbrillen für alle Beteiligten. Im Radio: The Smiths. Spandau Ballet.)

Nicht: das Basteln an fiktionalen Narrativen (=Schreiner), sondern: die Abbildung von ästhetischem Bewusststein (Maler). (Eine Übersetzung eines anderen Bildes, erfreulicherweise bei Nietzsche gefunden: And if you gaze for long into an abyss, the abyss gazes also into you.)

Und: der Hypochonder als Beamter des körperlichen Schmerzes (Kluge / Vogl, Soll & Haben, 32). (Und: Sie hat einen etwas irritierenden Ziegenbart.)

Tonight is the night. Die Nacht des Tags des Festes. Ein Ereignis, worauf 1 Jahr lang hin gewirkt wurde. Die Gartenparty. Die Plastikstühle nun mit hellem Leinenüberzug. Die 8 Personen. Der wahrscheinliche 3-Gänger. Die 8 geladenen Gäste. Sie: in schwarzer, ärmelloser Robe. Der Hausfreund. Der gekühlte Weisswein. Die Gespräche mit abgespreizten kleinen Fingern. Es dunkelt schon ein wenig. Man knipst die bunten Lampions an. Verkneift sich Kritik an einem winselnden Baby. (Der Chor auf der Empore, man geht grosszügig darüber hinweg.) Man hat sich etwas zu erzählen. Man murmelt.

Der Hausfreund in grünem T-Shirt. Der Sonnenschirm in orange. Klappt zusammen. Ein Kind schläft ein. Was gibt’s denn als Hauptspeise? Etwas Beklatschtes. Etwas animiert zu lachen. (Der Nachbar B. von 2 Etagen über uns klingelt. Es seien noch Sperrsitze frei, falls man auf Augenhöhe beobachten wolle … mal sehen.) Die Vöglein zwitschern im Walde. Warte nur balde. (Die Söhnchen sind nun auch im Bett. 1 schläft, 1 dämmert. Mal sehen.) Sonst scheinen die Ränge fast leer. Da ein Gesicht hinter Geranien. Dort ein Fuss aus einer Hängematte, baumelnd, hinter einem Geländer. A ist das Andere. B sind wir selbst. Man lobt die Terrasse. Man lobt die Gastgeberin und meint sich selbst. Ein laues Lüftchen weht uns herüber. Das Feigenbäumchen in der Ecke des Balkons. Das Bier fast leer. Gute Nacht.

Peter von Matt über den “sicher gestandene(n) Abgang” (NZZ, 22.8.): “Der Stil eines ganzen verdichtet sich im stilistisch perfekten Abgang … Was uns als die letzte Sekunde der schaffenden Arbeit begegnet, wirkt zurück auf alles Vorhergegangene.” (Ein christlicher Mythos. Und genau hier liegt das Problem und die Schwierigkeit. Ein Denken in Kategorien ästhetischer Vollendung versperrt den Weg der Rezeption bspw. eines literarischen Weblogs (wenn man doch endlich einen anderen, neutraleren Begriff besässe! (Etwas Offenes, etwas Sendendempfangendes u. dgl.)). Dieses (sein Prozess, sein Fortschreiten und –schreiben, seine Tiefenstruktur) als Werk denken zu können (auch: jenseits einer chronologischen Richtung, vgl.: ANH, kybernet. Realismus) und es damit überhaupt bedenken und fassen zu wollen: solch einer Ideologie ästhetischer Vollendung muss die Endlichkeit vorgeführt werden. Der historisch-kritische Ansatz wäre ein Teil der Arbeit. Ein anderer der diskursanalytische. Aber auch: die Befreiung des Werks aus seinem papiernen Gefängnis … )

Hier noch zu montieren: Zitate zur Illusion von Werk-Sinn-Einheiten. Texte gegen ästhetische Maximalisierungsphantasien. Altväterliche Orthodoxien u. dgl.

Loslabern (fast)

(Kleiner Messenachtrag, Olten 09)

ol10 (wie die Werber schreiben)

Die wechselseitige Pfropfung von Zeichensystemen. Jetzt auch im Selbstverständnis des Mainstreams. Darüber muss man mal nachdenken. Geht so der Weg der Sprache, in näherer, in mittlerer Zukunft?

Mit der Tochter von Rolf-Dieter Brinkmann den halben Tag gesprochen. (Labern, heisst das nun auf Messen.) Auch über Kaffee (JURA, sponsoring à discretion) in several flavours (Vanille, Karamel, Baileys, Grappa) ausgetauscht. Und natürlich auch über ein gemeinsames Projekt. Bevor wir aber das Geschäft deckeln konnten, wurden wir übertönt vom

(notula preview)

Logos (ist022)

I Zit. Aus Robinson, Geschichte der Schrift: Über das Alphabet als Währungssystem. Einer Herstellungsmöglichkeit eines Tauschwerts aller Dinge. // Im Grunde ist es aber eine paradoxe [Situation / Simulation]. In Naomi Kleins “No logo” wurde erst durch die Dominanz der Logokonzentration in den Innenstädten der Welt, als Chiffre für eine omnipräsente Globalisierung und Uniformierung, einer Verdrängung – in diesem Sinne – alphabetischer Benennungen von Häusern und Räumen, in denen bestimmte Dinge angeboten [werden], ausgewiesen. II Wie passen diese zwei Denkweisen kapitalistischer Bildfindungsprozesse zusammen? (Das Buch erschien 2001 und war mir auf den ersten Blick ein[leuchtend]. So ein[leuchtend], dass der daraus hervorgegangene Blick noch immer so, noch [bestätigter] die Häuserzeilen entlangschweift, in den Städten, die ich besuche. (Diese Art von Stadtlektüre). Auch in Bern, das sich äusserlich und in einer bestimmten Steinart wie aus einem Guss präsentiert, wirken nicht mehr die Markenanbieter und ihre Aushängeschilder, sondern die daran [klebenden] Räumlichkeiten. Monumente, wie Girlanden an einer Verpackung. Die Analyse war richtig und wird immer konkreter. Den Leuten ist es egal. Der Text der Städte wird überlesen … // Bei der Gestaltung des etk-logos, bspw., wurde anders verfahren. Wurde eine Mischform, eine gemischte Schrift geschaffen. Bildlich, symbolisch, die Schrift, die aus dem Rahmen (Bildschirm …) gleitet – . Die Schrift, die Schrift ist und wieder (grenzenlos) Schrift wird, so u.a. eine Überlegung III Typisch ist die Ansicht eines europäischen Experten ihren Tausch wert. In diesem Sinne alphabetische Beutungen. Wie Rassen zu säumen, die Kaiser teilten klug. Die Schrift, die Schuft, SO eine Überlegung.