Die to-do-to-dos (notula nova 66)

(Den Schlips in der Hose tragen. Macht man das noch so? Macht man das schon wieder? Ich muss wieder mehr auf Details achten.)

Wortwissenschaften

Medien

Geschriebenes

Danach: Die Stimme von N. Faszinierend. Keine Literaturstimme. Aber eine sehr angenehme Sachtextstimme. Die Sachtextstimme.

Computer2

Kein Eingang

Die Kritik der Kritik der Kritik

1 These und 5 Beobachtungen

(Vielleicht doch mal lesen: Terézia Mora, Der einzige Mann …)

Und: Rezensionen bei Amatzon (sic!). Blitzrezepte. Aha. (Das Auftauchen von Kontinuitäten. Die Pole Emphatiker und Gnostiker. Vielleicht auch zu analogisieren mit: Buchliteraturkritik / phänomenolog. Weblogkritik. (Suter: “Wir sollten nicht vergessen zu vergessen.” War das nicht Tocotronic? Die Regierung? Oder irgendeine andere (Hamburger) Schule?)

Und. Das archivierende Archiv. (Dagegen: Medienkunst adressiert sich ans Medium).

Neu gelernt: wetware (=Mensch)

Nebenbei gefragt: Gehört mein Schatten mir?

Darunter notiert: Bunz, Geschichte des Internet, Kadmos

Und: Die Erwartungserwartungen. Die geplante Unabgeschlossenheit. Der Magnetsturm über Innsbruck. Die Vorstellung unterbrechungsfreier Zivilisationskultur. (Dann: Fin. Finito. Endystory Innsbruck. Österreichische Bahn. 2 Fahrbiere. Die ganze Strecke der letzten 2 Tage hätte eigentlich dokumentiert werden müssen. Glücklicherweise machen das andere. Archivierende Archive. Ich öffne ein Bier. Denke nach über ein Supplement, das es nicht geben wird. Ein leeres Gefäss voller Erwartung. Erinnerungserwartung.

To do, nach all dem: twitterweek. Ichschriftformatierungen, auch sonst: Kopf aufräumen, Texte aufräumen, Ich aufräumen. Und schon wieder, fast: Bücher packen für eine Buchmesse. Dann aber auch mal: aus dem Fenster schauen. Landschaft nimmt man auch nur wahr, wenn der Kopf leer ist. Klar. Landschaft braucht Platz.

Anhang, to do: Fingernägel schneiden.

Bambushexenwerk

Isolationsversuche

Swird wieder Winter

Happel, Wilfried: Oben ohne

Oben ohne

Seit den 60er-Jahren war ich zügellos.

Ich wollte offen über alles reden und nahm kein Blatt vor den Mund, vor allem in Gesprächen mit meinen Eltern nicht, in M., einer Kleinstadt in der Provinz.

In M. trugen die Leute Hüte, die ihnen wegen ihres immensen Gewichts zwar jeden klaren Gedanken unmöglich machten, deren Spitzen aber bis in den Himmel reichten, weswegen man sie salopp Wolkenkratzer nannte.

Ich selbst lehnte es vehement ab, einen Wolkenkratzer zu tragen. Lieber ging ich oben ohne und nannte es freie Körperkultur.

Die freie Körperkultur ermöglichte es mir, meinen Großonkel Georg derart in moralische Entrüstung zu versetzen, dass er, nachdem er wiederholt der Nacktheit meines Kopfes ansichtig geworden war, einen Herzinfarkt erlitt.

Noch auf der Intensivstation brachte er meinen Vater in Gewissensnot. Der Wolkenkratzer sei obligatorisch, gerade für die jüngere Generation, wo komme man denn sonst hin? Er werde unserer Familie keine Besuche mehr abstatten, wenn ich, der Sprössling, nicht wie alle anderen, und zwar auf der Stelle, einen aufgesetzt bekäme.

Großonkel Georg machte seine Drohung wahr und besuchte uns dann nicht mehr.

Auch mein Besuch an seinem Grab steht noch aus.



(c) / aus: Wilfried Happel, Abstecher ins bürgerliche Jenseits, edition pudelundpinscher 2009.

Wilfried Happel, 1965 in Nürnberg geboren, lebt als Autor und Theaterregisseur in Berlin. Theaterstücke im Verlag der Autoren: Das Schamhaar (1994); Mordslust (1995); Kleiner Zwischenfall in den französischen Alpen, Hörspiel (1996); Fressorgie oder der Gott als Suppenfleisch (1997); Der Nudelfresser (2000); Die Wortlose (2001); Mein Onkel Bob (2003); Fischfutter (2004); Stück mit zehn Titeln (2006). Prosa in der edition pudelundpinscher: Abstecher ins bürgerliche Jenseits (2009). Gedichte in Anthologien und Literaturzeitschriften

DOI: 10.17436/etk.c.009

Die Rückseite (ist028)

I Abb. Aus W.C. Watt (ed.), writing systems and cognition: FIGURE 29: Writing without letters. A postcard written by a 4 ½ year old child.: // IIIII [Kurzbildbeschreibungen von Postkartenmotiven des Kartons 2 der Jg. 1994-2001 mit zugeh. Versanddatum] // IV [Anredenstatistik in Liste, hier kumuliert:]: Hallo Hartmut 40, Lieber Hartmut 16, Ohne Anrede 17, Hey crazy man 1, Herzliche Grüße 1, Hey […] 1, Ho [Narro], Baby 1, Hi Buchwurm 1, Hartmut, 3, Lieber Herr Abendschein 1, Hi Hartmut 1, Lieber Postbote 1, Moin Hartmut 1, Hallo Schätzle 1, Moin […] 1, Hoi Hartmut 1, Ahoi, […] Baby 1, Hej Hartmut 2, Hallo [Schnuffelchen] 1, Tanti Saluti 1, Lieber Helmut 1, Howyadoing Hartmut 1, […] 1, Hallo, lieber Hartmut 1, Ahoi Kamerad 1, Hey Mate 1, [Module] 1, Mein lieber Hartmut 1 // Die Rüden, Pfannkuchen, reimende Kellner, Vitarosa, Pierrot, Müder Sehtest, leise Urwild, Frau fidel, blauer Maier, Sanatorium Stahlbad, Ganssee, toter Huhn, lieber der Mondstein, tiefer Postbote.

@etkbooks twitterweek (20091212)

new blog post: 2007-11-26 schrieb er und war http://bit.ly/8Uwf5R / und, aha, habermas treibt sich an der zytglogge rum …  / RT @inadaequat: Online- Buchhandel : Wer zahlt , bestimmt die Features ( literaturkritik.de ) | http://bit.ly/4C2Gos #lbn / detlefteich: RT @rittinergomez: @inadaequat @etkbooks Grimmatik #wörter / zum glück ist ein gramm nicht all zu schwer …EpiGRAMM http://bit.ly/6x7bTg / rittinergomez: @inadaequat @etkbooks endlich den ersten kaffee genossen, jetzt sind wir nicht mehr grimmig. / inadaequat: RT @rittinergomez: RT @inadaequat RT @etkbooks Grimmatik #wörter / zum glück ist ein gramm nicht all zu schwer : aber GRAM & AnaGRAMM … / rittinergomez: RT @inadaequat RT @rittinergomez: RT @etkbooks Grimmatik #wörter / zum glück ist ein gramm nicht all zu schwer….aaaahhhhhhuuuu / inadaequat: RT @rittinergomez: RT @etkbooks Grimmatik #wörter / wir scheitern bei der rechtschschreibung und kommen nicht zur gramatik. – ja: GRAMatik / rittinergomez: RT @etkbooks Grimmatik #wörter // wir scheitern schon bei der rechtschschreibung und kommen gar nicht bis zur gramatik. / Grimmatik #wörter / “das übliche Reservoir an Fremdenfeindlichkeit” #wörter / übrigens: via feedbooks lässt sich litblogs.net auf alle gängigen E-Book-Reader übertragen. #lbn mehr: http://www.litblogs.net/abonnemente/ / “Es ist egal, wie sich jemand während der Arbeit fühlt.” Oswald Grübel, UBS / @inadaequat haha. die rosinen waren verbrannt. solche sachen passieren im labor … / inadaequat: Die etkbooks Weihnachtsbäckerei – Kleine Formen unter grosser Hitze #lbn | http://bit.ly/5QmZvZ / @rittinergomez immerhin: auch ein identitätsstiftendes merkmal … funktioniert auch global … / rittinergomez: RT @etkbooks #minarettverbot: “Deutsche. Vom Störfaktor zum Hassobjekt” http://trunc.it/3z7ce // am schluss bleibt uns nur der selbsthass / nach #minarettverbot: “Ungeliebte Deutsche. Vom Störfaktor zum Hassobjekt” http://trunc.it/3z7ce nächste runde: german bashing in #ch / veranstaltungshinweis: christinas grüner salon. samstag, 12.12. ab 20.00h. eintrachtstrasse 14-16 (eigelstein), köln / frescosecco: Ok, das Zitat zum Tag im Eimer… RT @etkbooks “Es nützt nichts lebendig zu sein, wenn man arbeiten muss.” #Breton / “Es nützt nichts lebendig zu sein, wenn man arbeiten muss.” #Breton / new blog post: Drei Männer am Abend (ist027) http://bit.ly/7giQAi / new blog post: etkbooks Jahresendfigur m. F. http://bit.ly/6gYUS2 / dkz-kritik, vor- & zurückrudern: http://trunc.it/3u33w #lbn hat die tafelrunde edler gesinnung vielleicht auch ein gutes pr-thema gefunden? /

2007-11-26 schrieb er und war

welkes eine palmenpelzhaftigkeit winkt

weich herabhängt und das auf das hin

mahnte ein manteliges zielmässiges

aufweisende aus einander ausgreifen

der palm wedel sie schmeichelt ins weite

das grün GRÜNER SCHOPF das dem

und unter dem WEDELBUSCH dem ins

weit reichen entlang hinab doch nicht zu

weit ist nicht zu weit gegangen über das

ZIEL hinaus nein ein schön proportioniertes

weit hinab gegen die esparsetten fürs vieh

hübsch BRAUNE MANTILLE die es aus

macht sowie bananenschöpfe verlorenes foto

schrieb er und war in Zürich einer er schrieb wie sich doch Alexandria immer so wunderbar anhöre, Gruß vom Düsterstrahler. So. Die SMS erreicht mich im Zug. (ICH) notiere (oder mich) Taubentürme, die Palmen machen den Unterschied, die Bananenstauden, pelzartiges Herabhängen, die Wasserbüffel, Trauerweiden, die paar aufgereihten Ibisse, was sonst einen Unterschied macht, der kleine Nil oder wäre es bloß ein Kanal gewesen, das gedachte Blau der Wasserhyazinthen, von welchem (m)ein Augenöffner berichtet, im Zug nach Alex, oder welche Fotografien NICHT gemacht, heute, dann zu H. H. und es ist doch schön hier vergessen den Schreiber einzupacken den Stift verloren die Nase rinnt

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