Die Getränke der Gesellschaft (notula nova 71)

Und: Die Widmerholung #wörter

Rechts. Rechts. Messegebäude. Platz. Kreisverkehr. Rechts. Tankstelle. Klingnaustrasse. (Auch ein Sammlungs- / Anthologiekonzept: Grossartige Sätze in Scheissbüchern.)

Dann etwas Disko. Bei Oasis sind wir dann gegangen. (Viel zu viel Kilkenny … Dann, am nächsten Tag: Startmässig auf einen Schlag drei Weissbücher an eine Kundin verkauft. Eine Kennerin der Materie.)

Und, schon wieder fällig: Fingernägel schneiden.

Jean-Claude und die

Verwaltungskunst

Korrespondenzkunst

Pressesprecherkunst

Und die Titelmeldung: “Die Red-Bull-Gesellschaft”

carl walser privat

abschiedskarten ausdrucken

hartmut abendschein

Noch einmal: Literatur (Produktion und Ergebnis) nicht als Kunsthandwerk betreiben und präsentieren, sondern als … als … als … Ereignis und Dokumentation lebendigen Denkens. Literatur als nicht zu bändigenden Diskurs, sozusagen. (Übrigens, fürs Protokoll: Amy Rigby ist die Ex-Frau von Will Rigby, dem ehemaligen Schlagzeuger der Jangle-Band DB’s.)

Aber oops, nun haben wir Eleanor mit Amy verwechselt. (Die Knöpfe an der Wand (der Plane, der Kulisse, dem Rückraum) in: Gold. Rot. Blau. Das hair. Das bald hair. Jetzt kommt sicher eine Geschichte. (Dort drüben an der Seite steht meine Gattin, schaut mich an, aber sieht mich nicht.) Seltsam.)

Am nächsten Morgen: wieder der Welt das Du entzogen. Vorläufig.

Käuflich

Große Gedichte, so sagt die Legende,

gehn erst im Geist großer Leser zu Ende.

Dieses hier auch. Denn es ist gegenwärtig

richtig besehen noch nicht so recht fertig.

Mag es auch strahlen und sternengleich glitzern,

fehlts ihm an was. Und woran? An Besitzern.

Ach, wenn sich doch für die wortreiche Spende

bald ein geeigneter Eigner einfände.

Spende – “der Welle lieblicher Buhler”,

wusste schon Goethe. Ach, Guido, als Schöngeist

liebst Du die Künste? Das sinnig Gereimte?

Klingende Worte? Das süßlich Geschleimte?

Silben, die Seele und Herz Dir befeuern?

Nimm dies Gedicht – und erlass mir die Steuern!

Frag auch die Freunde aus deiner Partei

Wem ich was schreibe, ist mir einerlei.

Gegen fiskalische Vorförderungen

werden hier gern “Niebel“ungen gesungen,

“Brüderle, trink!”, “Heide-Rösler” und “Unterm

Lindner”. Ihr müsst mich nur richtig ermuntern!

Pfandfreies Bier, dreißig Vollsilberlinge

– dafür erdichte ich herrliche Dinge,

widme sie euch, eurem Werk, eurem Wohle.

Meldet Euch bald, schließlich brauch ich die Kohle!

taz > (GROa)

Ein Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren

Der Inhalt dieses Artikels hat mein Unbehagen bezüglich der zunehmenden Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz leider bestätigt und sogar noch verstärkt. Bedenklich, dass ein so reiches Land mit so viel Wohlstand sich dermassen abschotten und zusätzlich gegen andere Nationalitäten – im Moment wieder die Deutschen – aufhetzen muss. Und sehr bedenklich finde ich, dass die NZZ da mitmacht und ihre Aufgabe als eine der wenigen intellektuellen und aufklärerischen Zeitungen in diesem Land nicht wahrnimmt und hier einmal Klartext spricht bzw. schreibt, sondern gerade auch bezüglich der Inserate eine beschämende Strategie verfolgt.

Hätten wir unser NZZ-Abonnement nicht schon erneuert gehabt, hätten wir es gekündigt. Ich bitte Sie um eine Stellungnahme zu Ihrer Inseratestrategie und Positionsbezug bezüglich dieser SVP-Kampagne.

Mit freundlichem Gruss

H. M., Bern