2007-12-14 leider haben wir uns

obzwar pferde tanzten obzwar

gequetschte luft oboenartiges

doppelt BLATTKLINGEN mizmar

möglicherweise den mitlaut

verhört oder den handtrommel

den dingnamen ungemerkt

hätte sie beinah

obzwar erfragt doch wie

es so kommt gelauscht den hufen

ausgetauscht das hinlauschen

wie man so sagte damals oder selbst

den rufen gelauscht die durchs pfefferblatt

geäst obzwar ABU L HÛL ersetzten

mit an der wüste wurde dämmer

ist ja egal

leider haben wir uns vor meiner Abreise nach Kairo nicht mehr gesehen, euch noch vorher einzuladen, ging dann doch nicht mehr. Nun bin ich schon 1 1/2 Monate hier, wo ich mir ein Projekt ausgedacht habe, das ich auch mehrheitlich hier realisiere. Diese 3 Elemente von den Tagen sollen sich zu einem Buch fügen 1 Gedicht, das ich nach Ablauf des Tags nicht mehr anrühre; 1 Foto vom selben Tag; und zu jedem Tag 1 Auszug aus meinen Handnotizen. Ich hatte auch dran gedacht, dies in Form einer Ausstellung zu zeigen, habe hier nicht die entsprechenden Kontakte, bis jetzt. Geht es Euch gut? Notiere Bernard Guillot, Le pavillon blanc notiere das Wort le couriel sende

index

Die Interimsdenkenden (notula nova 82)

Wie funktioniert mathematische Relationssemantik?

Bsp.: Munkeln = Raunen – 20%

Und: Unseren Schätzungen nach leben derzeit genau 81 Mio. Deutsche in der Schweiz.

(Auf 1 Stein gemeisselt:

DU KUNG

ICH KUNG

WIR KUNG

)

Und: “Das Vergnügen befördert die Resignation, die sich in ihm Vergessen will”. (Adorno / Horckheimer, Kulturindustrie / Dialektik). Mit anderen Worten: “Vergnügt sein, heisst einverstanden sein.”

Vielleicht ein Nullpunkt-UT?: “Script” oder “Polyscript” (Mal nachsehen, ob der vergriffene Bestseller wieder lieferbar ist: “Der geheime Leben der Pflanzen.”. Und auch die Website eines Möchtegern-Grossrats: http://www.nein.eu. Und die Hoffnung: Der Schnee wäscht den Regen weg.)

Weil wir vor kurzem nach unserer Position gefragt wurden: Wir sind Kritiker der Kritiker der Kritik an der Hegemannkritikerkritik. (Wir sprechen damit auch über den Charakter der Düsenbesetzer in den Thermalbädern dieser Welt. Über ihre Gesten und Blicke, die nur eines wollen: Distanz erzeugen. Eigentum im Interim behaupten. Warum aber wird dieser Gedankengang nun von Dir aufgegriffen und in die hiesige Leitdifferenz des Ausschlusses (der Eindringlinge) übersetzt? Uns zeigt es die unbewusste, latente Veranlagung so eines Bewertungsmusters auch bei solchen, die sich davon frei wähnen. Die Leitdifferenz ist immer auch ein Denken im Dunkeln.)

Lesung Elisabeth Wandeler-Deck (Berlin)

Elisabeth Wandeler-Deck

Da liegt noch ihr Schal

Lesung im Berliner Zimmer von Schwindkommunikation und dieraumplaner.

Vgl. auch Interview mit Florian Neuner:

Über das Schreiben als Bauen und Entwerfen I

Über das Schreiben als Bauen und Entwerfen II

Die Lesung findet statt:

Freitag, 30. April, 19 Uhr im Berliner Zimmer von Schwindkommunikation und von dieraumplaner, Knesebeckstrasse 96, 10623 Berlin

Anmeldung bitte per Email an info at schwindkommunikation punkt de

XI Formen der Repräsentation

Wie sähe eine angemessene Darstellung dieses Projekts und seiner Texte aus? (bhfr)

Bis zu und mit der Erstellung der einzelnen Ichschriften kam es zwar vereinzelt zu Überlegungen, wie denn das Textgesamt (die Manuskripte, OCR, Transkripte, Bibliographie und nun: dieser Text darüber) günstigerweise darzustellen wäre. Die Schriftelemente waren ja grossenteils, auch um ein gewisses Feedback einzuholen und dieses wieder mit in den Text zu nehmen, im Weblog (18) veröffentlicht. Der Gedanke lag also nahe, wo alles doch schon elektronisch vorlag, letztendlich eine elektronische Form der Gesamtdarstellung zu wählen. Man hätte die Ursprungsimages in Vollauflösung verwenden können und diese zusammen mit den Transkriptionen in einer Matrix bspw. durch ein Wikisystem (idealerweise einem Tiddlywiki (19), das auch kurz für diese Zwecke getestet wurde) präsentieren und die Einheiten multipel vernetzen können.

Selbstverständlich kann auf diese Texte, obwohl in gewisser Linearität urerschienen, in nichtlinearer Weise zugegriffen werden, ohne dass sich diesbezüglich grosser Bedeutungsverlust (kein Narrationsstrang, geringere Intertextualität, heterogenes „Personal“ abzüglich des ICHs) einstellen würde.

Ich hätte also Möglichkeiten gefunden, all das mit einer gewissen Übersichtlichkeit und doch grosser Vernetztheit (elektronisch / digital) abzubilden, und doch hätte ich damit ein paar Aspekte ausgeklammert, die ebenso grundlegend für diesen Ansatz sind. Idee kann nämlich auch sein, wenn denn die Handschriften auch als Bilder im Sinne von Kunstwerken (synchroner und diachroner Zeichenhaftigkeit) zu betrachten sind, diese mit einer Art Katalogaufmachung zu verbinden. Oder gar in einer Variante oder Mischform mit dieser: das Gesamt wäre auch in einer Art Notizblock- oder Skizzenheftästhetik verkörperbar, die letztlich auch Form und Ursprung der Arbeit medial wiedergeben würde. Damit bekäme auch dieser vorauszuschickende Text einen standes- und gattungsgemässen Raum, was das Ganze aber wiederum und in doppeltem Sinne in die Nähe klassischer Publikation(sstrukturen) rückte. Im Moment habe ich mich für letztere Variante entschieden, die sich freilich auch auflagenmässig an Künstlerbüchern orientiert. Eine weitere, spätere Präsentation in einem anderen Medium ist allerdings bewusst nicht auszuschliessen, sondern diese ist geradezu als kontrastive Ergänzung (analog zu den zwei Urschrifttypen, s.o.) gleichberechtigt hinzuzunehmen.

—-

(18) http://www.abendschein.ch/site/weblog/C37/

(19) Umfängliche Erfahrungen damit wurden bei einem anderen Projekt gesammelt: H.A., Bibliotheca Caelestis, Tiddlywikiroman. edition taberna kritika, 2008, (Elektronische Ressource) ISBN 978-3-905846-02-7, mehr: http://bc.etkbooks.com/