etkbooks @ Solothurner Literaturtage 2011

Schon zum 3. Mal wird etkbooks im Verbund mit SWIPS bei den Literaturtagen in Solothurn vertreten sein. Besuchen Sie dort unseren temporären Buchladen im SWIPS-Zelt vom 3.-5. Juni …

SWIPS – Swiss Independent Publishers an den Solothurner Literaturtagen (SWIPS-Zelt im Park Besenval)

Im Herbst 2007 gegründet, präsentiert sich SWIPS – die Plattform der unabhängigen Schweizer Verlage – in Solothurn mit seinen Frühjahrsneuerscheinungen.  Im Park Besenval, ans Landhaus anschliessend, laden wir Sie ins SWIPS-Zelt ein: zum Stöbern, zum Gespräch, zum Bücherkauf und zum Staunen. Die meisten der SWIPS-Verlegerinnen und -Verleger werden vor Ort sein.  SWIPS – Swiss Independent Publishers – vertritt die gemeinsamen Interessen von Buchverlagen und zeigt die vielfältige Verlagslandschaft in der Schweiz. SWIPS – Die unabhängigen Schweizer Verlage: > bilgerverlag > Christoph Merian Verlag > DÖRLEMANN > Edition 8 > edition clandestin > Edition Howeg > edition pudelundpinscher > edition taberna kritika > elfundzehn Verlag > Der gesunde Menschenversand > Lars Müller Publishers > Lenos Verlag > Limmat Verlag > NIMBUS > orte Verlag > Rotpunktverlag > Salis Verlag > Verlag Scheidegger & Spiess > Seismo Verlag > Unionsverlag > Verlag Das Fünfte Tier > verlag die brotsuppe > Verlag Martin Wallimann > Walde + Graf Verlag > Waldgut Verlag & Atelier Bodoni > Zytglogge Verlag

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Am Anfang war mit dem Denken bereits Schluß.

Alle hatten sich zu öffnen, waren gezwungen zu kommunizieren, – träumten sie gar schon transparent?

Es ist der obskure Glaube unserer Zeit: alles würde klar und selbstverständlich.

Und so wichen oder glichen auch die einst verstaubten Krämerläden der Religion einem Supermarkt für Hokuspokus.

Ewige Fasnacht der Selbsterkenntnismenschen: Selbst wenn ich ihnen einmal Glauben schenkte, es erschreckten mich nur Fratzen hinter unsichtbaren Masken.

Nicht wenige Erwachsene haben ein infantiles Verhältnis zu ihrem Opportunismus. Die meisten aber keins.

Nimmer und nirgends dächte ich sie relationaler als im Bett.

Am Anfang war das Element, das blinde Fleckchen mitten im Nichts. Am Anfang war mit dem Denken bereits Schluß.

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Ixx vs. IXX (notula nova 122)

Der schweizerische Pantheismus

Die Mülltrennung

Nicht Düfte, – Gerüche

Alles muss raus.

(Aber warum muss der Müll in der Stadt Bern verbrannt werden? In Deutschland würde man das im Emmental machen.)

Und: der Protagonist der nächsten Ich-Erzählung wird Ixx heissen. (Oder vielleicht IXX.)

Es ist dieser IXX, der in den wieder gelesenen Texten von vor 6 Jahren, den Ton angibt. (Aus Blogtexten ein Buch machen. Eine Entzahnung von Text.)

Vielleicht aber auch: die NN als Rezeptions“effekt“werk. Mit dargestellten (oder unsichtbaren?) Streichungen von SJ oder SL. Diese/r läse diese Arbeit (NN 1-100) und striche, was er/sie für überflüssig befände, beliesse, was sie/er für richtig hielte. So aber, dass der Text “darunter” noch lesbar bliebe. (Vielleicht auch noch mit geschwärzten Passagen?) Was ergäbe dieses Palimpsest für eine Textur (und diese für Bedeutungsrichtungen?)

Durch diese Massnahme soll wiederum die simple Herstellung sowohl

– einer Aufzeichnungssammlung, als auch

– eines Aufzeichnungswerkes

unterlaufen (hintertrieben) werden.

Und: Kann man das Entstehen eine flüchtigen Entscheidung beobachten? Was war es denn sonst? (Das Zaudern, zwei Stufen auf einmal zu nehmen, bevor dann 2 mal 2 Stufen auf einmal genommen wurden.)

Wir nennen es (und halten fest für ein mögliches supplement): Differente Inszenierungen der Notula als Material:

– im Blog: der Fluss, die Vernetzung, Offenheit

– in Zeitschriften (z.B. Gegner): Als Amalgam, verrührt und verschnitten mit anderen Notizen und Notierern (Ann Cotten etc.)

– in Zeitschriften (z.B. IDIOME): als leicht bearbeiteten Querschnitt. Als Schnitt (grobes cut-up). Als thematisch grundierte Sammlung

– in Anthologien (z.B. *-Band): als Zitatmaterial in einem Aufsatz zu ebendiesem Thema bzw. zur Subtext-Metatext-Hierarchie

– einzelne, auf Webseiten (z.B. Cleaves): als statische Arbeitsbeispiele

– als poetologischer Forenbeitrag (z.B. Goldfisch)

– als Beitrag in einem Sammelband (Innsbruck/DILIMAG): im Rahmen autorschaftlicher Netzpoetologien und auch als ästhetisches Zitat mit Blogkontext

– als (wie skizziert) Buch, Aufzeichnungssammlung mit Hrsg.-Konnotation, Streichungen, Eingriffen etc.

(* in Arbeit)

und dies alles auch immer in Kontexten weiterer

– Aufzeichnungswerke (Abduktionen, Aberrationen)

– Aufzeichnungssammlungen (Salzkristalle)

tbc.