Das Zittertierchen unterm Mikroskop.

Der kollektive Zwang zum Individualismus. Und die eine große Mode, die so viele teilen: dieses ichlose Authentizitätsgefasel.

Die kostbaren Augenblicke, in denen ich vergesse, selbst bessere Sätze zu notieren. Mit Leichtigkeit vergesse, ohne Stolz, ohne Reue, ohne jeglichen Widerstand. – Die Worte, sie kommen und gehen, und sind verschwunden. Das ist alles.

“Journey to the center of my heart”.– Abfahrt. Endstation. Im Allerinnersten. Immer gleich, ewig glühend. Dort dann, in Asbest, eine Art Steuerungs- und Kontrollinstanz für die Umwälzung von ein paar Gewohnheiten zur Gewißheit.

Genaue, scharfe Betrachtung einer Figur: das Zittertierchen unterm Mikroskop.

Der Irrglaube des Lesers, in der Erinnerung lägen verborgen die Geschichten. Jede Verkettung, Verschiebung, Verfärbung noch so unbedeutender Ereignisse erstrahle

jeden Moment als Stoff.

p37

Einfach kompliziert (notula nova 138)

#solarkrapfen

#etekabux

(bern ist überall. ein marketingtool des bunten abends literaturähnlichen texts. #seniorenteller)

Und: eine winkeltreue, schiefachsige Zylinderprojektion. (Arbeit am Affektapparat. Überzuckerter Manierismus.)

Das “ethisch komplizierte Siebenbürgen” (Wörter für alle!)

Und die Einflussangst beim Schriftsteller F. Vielleicht hat man sich ihn ja als Ersatzvater genommen. Und lebt nun im ständigen Zwang des Ihnübertreffenmüssens. Eine ödipale Neidstruktur, die sich aber weder in der Arbeit des Scheiterns, noch derjenigen der Reflexion dieser Beziehung lösen könnte. Es steht der Verdacht, das zu verstehen, schickt wieder zurück in die Kindheit und Jugend.

(Bald sind dann auf der Buchbasel mehr DKZ-Verlage als andere. Die können bald eine eigene Messe machen …)

Morgens

über der

Teppichgrenze

(Die reaktionäre Anarchie der Autoparker)

Und: Nein! Es gibt keinen Grund, Leute, die trotz ihres Reichtums “normal” geblieben sind, zu bewundern. (Es wäre das Gegenteil von Aufklärung: materiellen Wohlstand zu etwas Dämonischen zu verdinglichen, das wiederum aus allen Verantwortungen entlässt.)

(Und: In der Teestube feiert man einen Namenstag. Analoges Twittern.)

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 12/2011)

Es ist ein trauriges und saures Geschäft, das Alte aus dem Superneuen herauszuklauben: Man trifft auf der Welt Spuren von Größe und von Zerstörungssucht, die beide über alle Begriffe gehen.

Wo bei den meisten Leuten die Leidenschaft saß, da habe ich gekotzt.

Oh Tee, mein Tee: Ich trinke dich – und schon lasse ich auf meinem Schreibtisch unzählige Inkarnationen meiner selbst gleichzeitig auftreten: Hah! wie da die eine den anderen übel verleumdet …

Ich lebe nur zum Schein.

»Hallo, hallo?« – »Ja, hier Frustronaut …« – »Ich bin so frei … im All, im Allüberall …« – Schön. Mich presst die Schwerkraft der Mutter eRDe an diesen Kothaufen …«

Die Vollidioten: Herr Riedo, was bereitet Ihnen wirklich Vergnügen?

Meine Nichtigkeit: Das Aufspüren paralleler Lesarten.

Die Vollidioten: Sie reden von Büchern.

Meine Nichtigkeit: Tralalalala.

Im blühenden Frühling lernten wir uns kennen und verzogen uns ins Gebüsch. Es brachen die jungen Zweige und es schneite ein Schneesturm von Blütenblättern. Ah, diese Welt war doch nett. Aber wer würde uns schon verstehen?

Zum Blog Salzkristalle & Trüffelpilze

Die Welt der Herzen











































Quote „Nirgends, sagte der Kutscher. Es verschwand im Schatten. Sie verließen die Gasse und fuhren ein Stück bergab. Mario Malvolto stieg aus, machte einige Schritte zwischen Hecken, elf Stufen hinan; da stand er vor seiner Tür. Sie war offen. …“ (o.S.)
Source Die Welt der Herzen, Autor Heinrich Mann, Verlag G. Kiepenheuer Verlag, 1932, 342 Seiten
Keywords Treppenhaus, Stufen, Bibliothek, Gasse, Weinladen
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Produced 19.08.2009, 08:27 AM
Added 02.12.2009, 03:48 PM
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URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=0rXkwkaT-yc
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