Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 01/2012)

Leidglocke: Wann immer einer unglücklich ist, soll die Glocke des Königs läuten – der König schläft nicht mehr. Sooft jemand auf der Welt unglücklich ist, soll eine Glocke zu(r Idee von) Gott klagen – auf Erden geht der Ton von Glocken nie unter.

Ob man die Menschen so klein züchten könnte, dass wenigstens viel mehr Platz hätten auf der Erde – wenn sie sich schon alle fortzeugen wollen? (Allerdings verfriert ein Zwerg in Menschengestalt.) Aber es würde das Problem wohl einmal mehr nur aufschieben …

Das Bleibende, das Wiederkehrende, das Vergängliche, das Tote.

Die Sympathie läuft der Begründung immer ein Stück voraus und ist oft unanfechtbar. So bleiben Urteile selbst dann problematisch, wenn sie rational begründet werden.

Der Traum von der Objektivität der Erkenntnis ist ausgeträumt. Sowieso: Es ist stets mehr drauf angekommen, mögliche Prozesse der Gewinnung von Daseinswerten zu erhaschen, als endgültige Resultate vorzuweisen.

Stumm lauscht der Chor der Totenmasken ins Archiv der ewigen Stille: Was ist nicht leer wie unsere Augen? Was ist nicht hohl wie unsre Nasen? Was nicht gefühllos wie unser Weiß?

Liebe ist nicht immer Zuphall.

Ein Kunstwerk ist wie ein besser zu handhabendes Kind: Man erträgt allen Frust im Leben, weil man sich immer einredet: »Aber dafür entsteht ja ein Werk!« Und später, wenn die ›wirklichen‹ Kinder anfangen, sich gegen die Eltern aufzulehnen, ist es bei einem Buch immer noch so, als würde es alles akzeptieren. – Aber im Hinblick auf Jahrmillionen: Ist das tatsächlich alles so?

Was schreiben wir anderes als Alternativ-Biographien? Selbst wenn wir über Ameisen schreiben.

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Das Herz von Reika Teruaki











































Quote „Ich trage die Fotos von zwei Frauen mit mir. Zwei Frauen, die mir helfen wollten. Sie wollten, dass ich meine Einsamkeit in die Tasche wegpacke und die Tasche aus dem Fenster werfe. Ich habe stattdessen ihre Bilder in die Tasche gepackt …“ (S.31)
Source Das Herz von Reika Teruaki, Autor Nicoleta Craita Ten’o, Verlag tredition, 2011, 68 Seiten
Keywords Ausstellung, Tasche, Bücher, Bilder, Schuhe, Fotografien
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Produced 02.09.2009, 08:16 AM
Added 02.12.2009, 04:57 PM
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URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=iwluRbC8JVY
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@etkbooks twitterweek (20120204)

spott funktioniert erst dann richtig gut, wenn man “immitieren” korrekt schreibt. / die literarische häkeldeckchenfraktion mit super-ego. / Ich bin der Schneider Cacadu … / nbp: Die Routinierten – die Huren der Angst. bit.ly/yvfFZb / @stoffelstab naja, macht nichts. reclamzitate gaben sowieso immer abzüge in der b-note & diejenigen magerer googlescans sind kaum beweisbar. / (RT @etkbooks) On Tour mit Art & Language und Niklas Luhmann / Christian Matthiessen / Kulturverlag Kadmos Berlin #pipeline /@stoffelstab die neuen cover sind aber schon so etwas wie ein abschiedsgruss an das klassikergeschäft. / reclam my ass. / nbp: Literapedia Bern bit.ly/ynyeHh / nbp: Rücktrittbremse bit.ly/zohTzy / nbp: Die Geliebte des Doktor Colbert bit.ly/z0kZ9d / Users who installed this also installed: / @etkbooks Vor allem ein Abschied an den Titelgestalter, will mir scheinen. / @etkbooks Oder wie wir in den wilden 90ern sagten: “Reclam the street!” / nbp: @etkbooks twitterweek (20120128) bit.ly/z9eiN1 / deine aura versperrt die sicht auf den text. PLUS: Gedanken zur kommenden Abstimmung zur Buchpreisbindung in der Schweiz aus Sicht des Leitmedienwechsels: http://wiki.doebe.li/Beat/DieAbloesungDerBuchdruckgesellschaftMitGesetzenAufhalten



(text vs. aura)

Die Routinierten – die Huren der Angst.

Andacht und Kalkulation. – Die Würde des Menschen, beten sie, sei unantastbar. Die der unteren Klassen, konstatieren sie, berechenbar.

Die morgendliche, am Ende oft kalte Dusche – eine Art Hydrotherapie: gewaltsam reinigen sie sich von ihren Träumen.

Die Routinierten – die Huren der Angst. Zusammen mit den Methodikern stehen sie immer an der selben Ecke.

Die Sachlichen. – Mit der Sache längst fertig. Sie vertreten, sie tauschen nur mehr ihre festgezurrten Begriffe.

Der Lachende, der Weinende. Sie sagen nichts. Und sind am fernsten dem Schweigen.

Man hat zu lieben, um zu erkennen. Und wie bedrängt die Erkenntnis dann die Liebe!

p41

Literapedia Bern

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Literapedia Bern ist Online-Lexikon bzw. Bibliographie zur Berner Literaturproduktion. Hier werden der Öffentlichkeit belletristische Literatur von über 800 Berner Schriftstellerinnen und Schriftstellern sowie weiterführende Informationen über diese in Form eines Wikis zugänglich gemacht.”

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