Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 02/2013)

Er: Sie röhren in Kriegsbrunst.

Das einfache Schweizer Volk: Wer? Die Hirsche?

Er: Ja, natürlich, die Hirsche …

Zwischen den Ohren …

   …

   Denn alles in allem, das ist vielleicht das Frustrierendste: dass dies erbärmliche Leben ja ein Geschenk ist, trotz allem, wertvoller als das Überhaupt-nicht-gewesen-Sein.

   Gewesen sein.

   Und dann?

   Warum hast du Angst?

   Du bist dir doch immer vorgekommen wie in hängenden Gärten. Die Pflanzen hast du geliebt. Aber sie dich nicht immer. Und du musstest in ein imaginäres Ziel hochklettern. Die Angst vor dem Absturz. Und die Mitbewerber, die an allen Pflanzen rundherum hingen. Teilweise deine Schlinge besetzten. Einige stürzten. Du nicht. Aber hattest Panik davor. Dabei hast du sie auch beneiden können. Ihr Schrei tönte sogar im Traum echt. Real. Nicht so etwas Vorgespieltes. Wie deine Hülle es immer getan hat. Nur weil man sich so benahm, hat sie sich so benommen, wie man sich zu benehmen hat. Aber auch du bist weitergeklettert an den Schlingpflanzen.

   Warum?

   Zwischen den Ohren.

   Du wirst auch nicht mehr merken, dass du etwas Dämliches denkst, am Ende, falls es so sein sollte.

   Nicht mehr.

   Aber die Pornohefte, die zuhause liegen.

   Ach, egal, egal, alles egal, es geht ins Nichts.

Mein liebstes Fossil ist Dein Hirn.

Eine Zeit, die Organe ersetzen kann und mithilfe von Chemikalien Wirkungen im Hirn erzielen, sollte vielleicht von der Auffassung abrücken, dass ein Individuum für schlechte Taten ganz allein verantwortlich ist.

Wollen wir ein Codewort vereinbaren, das der eine auf dem Totenbett dem anderen sagen kann, ganz am Ende, damit der weiß, der Sterbende war bis zuletzt bei vollem Bewusstsein? – Es könnte lauten: OncleBenjamin.

Zum Blog Salzkristalle & Trüffelpilze

@etkbooks twitterweek (20130302)

@jusupi hehe. irgendwie erinnert mich das bild an woodstock … / @etkbooks Üben: http://gleisbauarbeiten.blogspot.de/2013/02/verzicht-oder-dann-eben-die-falschung.html … / übergangsobjekt papst: wie mit dubletten leben? / wir sind halt alle level 1. / jeder sonnenstrahl, jeder windstoss: ein sargnagel für die ölindustrie. / nbp: M04 (01) http://bit.ly/Y5NhKt / die fdp-witze-erklärer der spiegel-online-redaktion. / italian juggalo posse. / nbp: 041 http://bit.ly/13UDEiH / Kampushing Daisies. (hej, warum macht man solche filme?) / schlapper nie. / “Hybrido Unreim.” / nbp: 27 (zpk 9/11) http://bit.ly/W636E2 / die cervelat ist die überkonfessionelle schweizer volksoblate. eine kompakte zehnerpackung des tellschen leibs in brasilianischem rindsdarm. / (never disappoint her. #infoinaction) / big data flirt club. / mollusconi aus dem shutterstock. / download im goldmodus. / dialekt – die jogginghose deiner sprache. / dschingis knopf II. / chatsch da chatschi. / PLUS: s. 84-104: Christiane Zintzen: Blogliteratur: Medium oder Message? Am Beispiel der Plattform litblogs.net – Literarische Weblogs in deutscher Sprache. In: Meri Disoski, Ursula Klingenböck, Stefan Krammer (Hrsg.): (Ver)Führungen Räume der Literaturvermittlung. Studien Verlag Innsbruck, 2013, ISBN 978-3-7065-5221-9



(download im goldmodus.)