rltdfdok: 10 Metatext, Dokumentation, Selbstreflexivität

Glücklicherweise wurden bis hier hin immer kleine Produktionsnotizen gemacht. Der Arbeits- und Projektkomplex schwillt weiter an (glücklicherweise, so soll das bei autopoetischen Ansätzen sein) und ohne diese würde der gesamte Hergang langsam nicht mehr rekonstruierbar werden.

Der Entschluss packt mich, dass es neben einer „Partitur“ (sowie einer „Aufführung“) als Endprodukt noch einen Textapparat geben sollte, der den gesamten Entstehungsprozess und die Zusammenhänge rudimentär zeigen kann. Kein Romanwerk, kein elaborierter Essaytext, eher ein offenes Gewebe aus Notizen, assoziativen Stichwortkatalogen, Entwürfen und Ideenskizzen und anderen Materialien, die möglicherweise aber auch selbst erklärungsbedürftig sind … aber es muss auch nicht alles ausgetreten werden. Pfeile, Signale als potentielle Richtungsgeber sollten genügen, um auch einen kreativen Prozess beim Rezipienten auszulösen … Aber wir wären die Notizen anzulegen bzw. zu strukturieren?

Über die Schreibung der (dieser) Notate / des Materialapparates …:

Zu berücksichtigen sind

● Inhalt

● Struktur

● Date-Model

1

Allmähliches Auffüllen, Weiterreflektieren der Struktur, der / obiger Punkte 1-9 (notfalls weitere Punkte 11ff. einführen?)

2

Spielen mit „wissenschaftlichen“ Zitaten, Sekundärliteratur etc. (plus Quellangaben, ausgehend von Wikipedia und anderen Lexika etc … einzubauen in kleinerer Punktgrösse. Oder als Fussnote? Oder beides?)

3

Lineare Fortentwicklung?

Oder fortlaufende Ergänzung der Punkte?

Mit Datumsangabe? Der Niederschrift? Der Ergänzung?

(Z.B.: Timestamp: 2013-08-02 _13:24)

4

Lässt sich das smarte Tiddlywiki5 (1) dazu einsetzen? (Ich gebe zu: meine derzeitige Lieblingssoftware … Und das schon seit „Bibliotheca Caelestis“.)

———————



1 Vgl. http://tiddlywiki.com/


20130418

ich notiere ein                                      indianisches sprichwort

wenn dein pferd               tot                    ist steig ab

ich erfinde der drossel ein neues lied die es nicht will verhökere es an die

klingel ton industrie als suchschlitz ein superweb ein datenwürfel ist die

herzlich freundliche öde des bald

anachronistisch

en

 


Litblogs.net Lesezeichen 02/2015

Die Lesezeichen-Ausgabe 02/2015 erschien am 13. Juli 2015.

In dieser Ausgabe:

Gescheitelte Sterne, Jäger und Stapler, Maschi­nen­stimmen und Botox-Bakterien, Molly Bloom, Caspar David Friedrich und vollkommen schiefe Mauern, frei schwebende Erzählfäden, das Geheimwissen des Fritz J. Raddatz und gemachte Schularbeiten, konkret-poetische Montagearbeiten, Jodmangel, lederne Wamse und Augenmasken, Sprachpakete, die nicht ankommen, Mircea Cărtărescu … uvm.

ZUM INHALT …

rltdfdok: 09 Zur Notation

Zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Frage:

Wie kann dies abgebildet werden? Welche unkomplizierten Möglichkeiten der Abbildung stehen zur Verfügung? Findet sich ein Aufschreibe-Notationssystem von / für ALLE/N Einheiten / Elementen?

Zum Beispiel mit / als

● Notenblatt?

● Exceltabelle?

● Notenblatt in Exceltabelle?

● Tiddlywiki5

Erster Versuch:

2 Stimmen / Sounds + Keyboard in blockweiser Abschrift / Dokumentation

Stichwörter:

Nachdenken über die (synchron.-diachron.) Abbildung multimedialer Reize

Wie die einzelnen Elemente (Sensuals) zueinander zu setzen wären:

Ein Sensual-Tab?

Zu berücksichtigen ist auch:

Wie frei bzw. wie exakt muss alles gespielt werden, wie gross ist der Raum für Interpretation?

Wie viele Spieler, Musiker, Darsteller, Rezitatoren, Akteure braucht es. Oder: One-person-show?

Über mehrere Stunden? Offen oder mit Zeitvorgabe?

Vor Publikum oder abgekapselt (und aufgezeichnet bzw. übertragen? Als Internetkonzert?)

Wie angeordnet? Anordnung der Instrumente wie RLTdF-Symbol?



(Screenshot: Verworfener Entwurf auf Excel-Basis)