Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 12/2018)

Auditus, Visus, Gustus, Odor und Tactus schleichen sich in Futterliebs Wohnung und spielen mit ihm ›Ding-Dong‹: Hey, wie schön die Welt kann sein!




Was singt Karl May so fröhlich-feucht-trocken in seinem bescheinigten Doktorn-Englisch: I did’m my way!
Das einfache Schweizer Volk: Der Witz ist – Ich: Geklaut. Wie May das so treffend konnte.




»Die Mehrheit im Bundesrat hat nicht studiert!« – Sie schreiben es, als müssten sie stolz sein drauf.




A: Lasset uns das, was wir in der Nähe zu finden verweifeln, am Rande eines selbst erdachten Ziels im täuschenden Nebel der ungemessensten Entferung zu erkennen glauben. B: Hauptsache kein Nabel.




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Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 11/2018)

»Offensichtlich argumentiert Adorno von einer ›privilegierten Erkenntnisposition‹ aus …« – ja klar, was denn sonst?!
 
 
 
 
 
Denn was ist ›Leben‹ für [u]nordentliche Leute im Ansehen der Welt: Es ist häufig sinnlos, auch mit der Literatur, und einsam. Helfen kann oft nur der eine Mensch, einer, der so empfindet wie man selbst: Zweisamkeit aus zwei Einsamkeiten mit seiner Frau. Diese intensiven Momente der Zweisamkeit, der wirklichen ›Zweisamkeit der Einsamkeiten‹ ist viel wert, manchmal sogar alles: Und wenn es das Leben kosten sollte, die Stunde war das Leben wert.
 
 
 
 
 
Es war gestern nicht so gut, heute kaum besser, morgen wird es schlechter sein und übermorgen ganz schlimm.
 
 
 
 
 
Jedes Kunstwerk ist an eine Form gebunden: Text, Musik, Pinselstriche etc. Dabei kann die Form etwas aussagen über den evolutionären Stand des Künstlers und/oder des möglichen Publikums. – Außer man würde statt einer Form, die im Rezipienten etwas auslöst, gleich das Auslösen in seinem Körper setzen: also etwa eine Droge entwickeln, die dem Konsumenten die Synapsen so verändert, dass er meint, das wunderbarste Musikstück ever zu hören. Vielleicht lösen solche Substanzen in Zukunft die Kunstwerke als solche ab …
Er: Das ist so 1960er-Jahre!
 
 
 
 
 
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Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 10/2018)

Fickt diese ackerkrumensüchtigen Heimat-Redakteure, die das Leben in einen Jodler-Jauchzer und alle Probleme in ein bäurisch-dummes Sprüchlein auflösen wollen!
 
 
 
 
 
Kleine Geschichte: Bei einer Wiedergeburt werden Schriftsteller (des vorigen Lebens) als Pfaue wiedergeboren. Pro Werk gibt’s ne Feder, je nach Größe des Werks ist auch die Feder. Und nach der Qualität die Stärke der Farben: alles blass bei mir?
 
 
 
 
 
Ein Intellektueller ist jemand, dessen Intelligenz wie ein Vollblutpferd ist und der beim Nachdenken über eine Idee beharrlich ist wie ein Reiter, der – heutzutage – in einen Wald voller Bäume rennt: Boing!
 
 
 
 
 
Kling hinaus … wo die Blumen sprießen – und wenn du ne Neurose schaust, sag, ich lass sie grüßen. (Mit Dank an H. und S.)
 
 
 
 
 
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