1413 Zollstätte an der Babenwaag …

1413 Zollstätte an der Babenwaag; 1689 Neues Zollhaus an der Babenwaag erbaut; seit 1951 im Besitz der heutigen Gastwirtfamilie; abgebrannt 1964 in der Nacht vom 29. zum 30. April; 1967 neu erbaut von den Gastwirtleuten Xaver und Martha von Rickenbach. Ein Löwe hat sich fürchten müssen. Die Geschichte des Gasthofs zum Löwen, zum Ausgang genommen, die Mähne, das Herz, der Zahn aus dem Lokal, auf einer Tafel aufgelistete Daten, kommst herbei in Jahreszahlen, du, Träumer, ja, endlich, der Träumer, er ist eingetroffen, ist da der Träumer. Der Ort, die Strecke, der Kreisel, der erste Kreisel, der zweite Kreisel, die Brücke, die Station, der Fluss, die Anlage, die Strasse, der Hang, das Tal, der Berg, die Anhöhe, die Talstrasse, die Ortsstrasse, die Fernstrasse, die Lehnenstrasse, die Hangstrasse, der Strip, die Schwelle, der Sims, the sill. Sichelförmig legt sich die Fussspur dem Wiesenbord ein. Die Jahrzahl. Die Geschichte. Der Kehrreim. (8/18. Aus DlniS, Kap.2)

Sie stellt Nacht …

Sie stellt Nacht her ist das eine Aussage oder wie. Auch nicht über die Geräusche, nicht das Anfahren einzelner Motorräder, das ist es nicht, nicht das Rufen, wann gehen sie endlich auseinander, nein. Seither seit jener Herbstnacht in Raat täglich eine fotografische Aufnahme gemacht, einige Notizen, nächtens dann einige Tonaufnahmen und eine einzelne Notiz. Unold mit auf Montage in Raat. Unold erwiderte Unold hörte zu. Unold sagte. Ich sagte ich zu ihr sagte. Sie sagte. Dann sagte Unold. Schon angerufen, sagte ich. Unold sagte. Unold redete nicht weiter. Einige Wochen später dann sagte Unold, ich beschreibe nicht Basel, sondern ich schreibe einen Text und nenne ihn Basel, ich erzähle nicht Arada-Inn in Port-Salut, ich stelle die Fotos von Sihlbrugg-Motel vor mich hin, vor die Reihe der Bücher zu Haiti. (7/18. Aus DlniS, Kap.2)

Das Flüstern. Die Zärtlichkeit. Das Motiv …

Das Flüstern. Die Zärtlichkeit. Das Motiv der Madonnen verfolgen. Rufe Handgebiete bitterer billiger Handflug Anflug einer kleinen Garten Bitternis bin zart verstört (sie ist es, wer ist sie) bin verstört, licht, betört, oder so Sonne durch den Regen scheint erregtes Kindergeschrei “Die kleine Sophie zur Hand” auch Schuh (mag Schuhgebet) rufe ich laut aus “Schuhgebetszeit”, quere Abflüge Schneisen, den Kehrreim. Ich (ich?) nehme die Hand des lieben Kinds, wir betreten die Fahrbahn, queren. Der Ort, die Strecke, der Kreisel, der erste Kreisel, der zweite Kreisel, die Brücke, die Station, der Fluss, die Anlage, die Strasse, der Hang, das Tal, der Berg, die Anhöhe, die Talstrasse, die Ortsstrasse, die Fernstrasse, die Lehnenstrasse, die Hangstrasse, der Strip, die Schwelle, der Sims, the sill. Sichelförmig legt sich die Fussspur dem Wiesenbord ein. (6/18. Aus DlniS, Kap.2)

Sie weiss, wovon sie spricht …

Sie weiss, wovon sie spricht, wenn sie metropolitane Landschaft sagt.

Flattern weisswolkige Hände. Oder Engelsgezänk, dieses zarte Grau einer Kirche, die Feuchte eingeatmet, feinste Weihrauchpartikel. Im Hall verloren gegangen. Stimmengewebe Pflaumen- oder Mirabellenreminiszenzen. Eignet sich schwarz. Die Hüfte, die Landmaschine, das Rot des Rollers, das Exakte der Lacher und deren Anblick, den er fürchtet, wer weiss, wieso. Bauten sind für mich, sage ich zu Unold, keine statischen Gebilde sondern Generatoren, die Menschen in Bewegung setzen. Daher widme ich den Zwischenräumen, den nicht definierten und mehrdeutigen Volumina und Flächen eine besondere Aufmerksamkeit. Stufenanordnungen über Rampen zu den Dächern. Trennen ins Mehrfache auffallen verbinden in einem oder da stürzt ein Raum in den andern oder ein Auffalten von Mauerflächen und Licht aus einem Knäuel von sie (in Rom) es sind nicht bloss die Sichtbeziehungen, die Sehnsucht wecken, es sind die Linien und Ebenen Zeitspalten und die roten Punkte Follies aus dir und mir. Zwischen Baar und Sihlbrugg werden sich, sage ich zu Unold, ondulierende Rampen ziehen, Kaninchenträume, gehäutete Herzschläge Kniebefall im Sprechinnern seifiges Zwiegefälle Auseinanderzischen. Leemann schweigt wieder. (5/18. Aus DlniS, Kap.2)

Präventive und prospektive Übernahme …

Präventive und prospektive Übernahme. Marktgängiges Wurzelgefühl. Was wir hier haben, ist ein bemerkenswertes Beispiel der Urbanisierung (Urlaubisierung) des Bewusstseins an diesem Punkt Sihlbrugg auf einem Teilstück der Strecke Nord-Süd und der Wiedereinschreibung des Landwirtschaftlichen eines Konzepts von Zivilgesellschaft. Die Strecke Autobahnende bei Baar bis Sihlbrugg als einen Strip. Somit als einen Landestreifen für Städtisches erkannt. Aber sie hatte auch diesmal wenig Zeit. Aber sie hatte wenig Zeit. Ich die Verkehrsplanerin nämlich hat wenig Zeit. Es blieb ihr wenig Zeit. Die Fahrzeugkolonne bewegte sich alle sieben oder acht Minuten gegen Süden und zeitverschoben in Richtung Norden. Dabei stand sie noch. Dabei stand sie noch immer bei ihrem Wagen. Dabei stand sie noch dazu. Sie stand und stand. Ein Wagen überholte von weit her. Aus beiden Richtungen überholte eine einen Wagen einer einen Wagen, indem jeder einen der Gehsteige benützte. Die Kolonne ordnete sich dann neu. So ordnete sich die Reihe der Fahrzeuge immer wieder prospektiv neu. Sie war in grosser Unruhe. Von aus da aus wie her. Ich bin mir meine eigene Marktstrategie, mein Imagekonzept. Zum Beispiel eine Aussage hergestellt „sie behauptet ein Leben“. Sie beugte sich vor. Sie verschob den einen Fuss gegen Norden. Beide Hände begannen gleichzeitig zu zittern. Sie beugte sich über das Lenkrad, die Karte. Das Zittern griff auf den Rücken, die Oberschenkel über. (4/18. Aus DlniS, Kap.2)