Zu viel Stifter

„Mancher mag es ja schön finden; aber ich konnte die widerliche Majestät der Alpenlinie nur mit Achselzucken betrachten: zu viel Stifter! Auch die feinen Funken, die ab und zu in den blaugrünen Wänden aufleuchten, versöhnten mich nicht: gebt mir Flachland, mit weiten Horizonten (hier steckt man ja wie in einer Tüte!.” (Arno Schmidt)

neue serie: “Wieviele Deutsche verträgt die Schweiz?”

man fröstelt schon ein wenig. man ersetze hier “deutsche” mit “siewissenschonwas” und “die schweiz” mit “deutschland” und wir haben eine 1a-schlagzeile des völkischen beobachters nach 1933. mit dem kleinen unterschied natürlich, dass es sich beim blick um eine, wenn nicht d i e auflagenstärkste zeitung des landes handelt.

krausens fackel würde hier vielleicht einen diskurs starten über das verhältnis von ertragen und vertragen, bei dem möglicherweise zum ausdruck käme, dass man sich, wenn man etwas erträgt, doch wenigsten einen ertrag erhofft …

edit, nachtrag vom 19.2., abends: inspiriert von perkampus wurde dieser text ebenfalls als leserbrief verschickt.