Gattungsfragen (slm)

vollmundig wurde einmal verkündet, dass der bald sporadisch zu schreibende und einzustellende Text sie liest mich (als Kopfzeilentext zum Roman Dranmor) eine kleine Erzählung werde, die natürlich wichtige Motive des Romans aufgreife und sie aus einer anderen Perspektive durchspiele. Nachdem die ersten (inhaltlichen) Überlegungen zu den ersten slm-Teilen gemacht wurden, verwerfe ich wahrscheinlich diesen Ansatz. Da der Haupttext („Dranmor“) schon ein reiner Prosatext und der Fussnotentext („Überschreibungen“) in reflexiver, experimentellerer Prosa gehalten wurde, fand ich eine weitere Prosaform des Guten zu viel. Dort oben muss eine verdichtete Form stehen, einerseits, um eine gewisse Gattungsvielfalt zu gewährleisten (dies war auch immer Thema des Haupt- und des Fussnotentextes bzw. auch: das Überschreiten der Gattungsgrenzen), andererseits natürlich auch, um der Enge des Raumes gerecht zu werden. Die Idee war es dann, einen rein lyrischen Lauftext zu fabrizieren. Bei einem zur Verfügung stehenden Platz von ungefähr 3200-3500 Wörtern bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das tragfähig wird. Ein erster Versuch mit einem Kompromiss wird gerade unternommen. Vielleicht ist es am Ende als epic poem in prose (dt.:?) zu bezeichnen …