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#1

Faszinierend. Es gibt viele Untersuchungen auch zur frühkindlichen Entwicklung, die sich mit der Verbindung der Hand-Habung und der Gehirnentwicklung beschäftigen. Was ist “Schreiben”? Meine eigene Handschrift kann ich oft später nicht mehr entziffern. Aber ich erinnere, während ich auf die krakeligen Figuren schaue, was ich dachte. Das war aber nicht, was ich schrieb. Die unleserliche Schrift, die ich schreibe, ist zugleich die, die mich Lesen lehrt. Ent-ziffern. Paradox ist das.

Und Ihr Text in der “Berliner Gazette” bewegte mich wieder einmal Flussers “Schrift” aus dem Regal zu ziehen: “Inschriften sind monumental, Aufschriften sind dokumentarisch.” Geben “wir” die Kontemplation auf? Ich denke über eine ähnliche Frage im Zusammenhang mit dem Bild nach. Andererseits: Was ist das zu Bewahrende am Monumentalen? (Ich weiß, das ist jetzt sehr verkürzt.) Jedenfalls: Ich bin sehr gespannt auf den 2. Teil.

jusupi  am  03.11.10
#2

herzlichen dank! ihr passus “Meine eigene Handschrift kann ich oft später nicht mehr entziffern. Aber ich erinnere, während ich auf die krakeligen Figuren schaue, was ich dachte. ... Das war aber nicht, was ich schrieb.”. ich glaube, das ist ein ganz wichtiger punkt. vielleicht der, wo dokumentation nachträglich in (wenn auch private, aber eine bestimmte art von) literatur übergeht ... etwas, dem man sich nun unbemerkt entledigt. merci für den flusserhinweis ... teil 2 wird übrigens höchst spekulativ ...

hab  am  03.11.10
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