Dienstag, 29. November 2011

Blödheit

I.

Dem Blöden bleibt es unverständlich:
Das Weltall ist und bleibt unendlich.
Ein Paradox! Denn logisch wär,
dass Blödheit von sich selber her
den Tatbestand recht schnell verstände.
Denn Blödheit gibt’s auch ohne Ende.

II.

Das Blöde hier an dem Gedicht:
Unendlich ist das Weltall nicht.
Es hat nur einfach keine Grenzen.
Das wollte ich dann doch ergänzen.

III.

Auch dass das alles stets so bleibt -
schon sehr gewagt, dass man das schreibt.

IV.

Ein Fazit? Hmm. Das blöde All!
Ist mir zu kompliziert, der Fall.

taz > (GROa)

text #5880 (gra) ∈ georg raabe archiv
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kommentare

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#1

Hat nicht das All
vom Urpunkt her
eh einen Knall?

Frank Rawel  am  29.11.11
#2

wär das der fall
wär das die welt

hab  am  29.11.11
#3

klasse! (wär mal was fürn schulischen religions- bzw fysikunterricht. als “diskussionsgrundlage”.)

stan  am  29.11.11
#4

"fysik” ist ab jetzt mein lieblingswort. aber nur in dieser schreibweise ... hej stan: bist du zufällig nächste woche (so um den 9. oder 10. rum in köln? ich nämlich ... vielleicht ergibt sich ja was ...?)

hab  am  29.11.11
#5

Wie schön: Erst der kluge Knall-Einfall, dann die Wittgenstein’sche Schleife, dann noch Stan… Danke allen!
In Köln bin ich übrigens auch!

gera  am  29.11.11
#6

vielleicht sollten wir eine bar überfallen und dort gedichte vortragen ...

hab  am  29.11.11
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