Donnerstag, 22. Juli 2004

Brüssel im Regen

(Sommer 2001)

Noch immer trinke ich meinen Morgenkaffee
aus der Tasse, die sie mir in Brüssel schenkte

Le pain quotidien – mit gesprungenem Rand

Sie war niedergeschlagen &
mein Besuch freute sie

Sans amis la vie e triste
stand auf der Fußmatte
ihrer abgeblühten Wohnung in der Rue St. Jacques
mit Klo auf dem Zwischengeschoß &
der Dusche neben dem Geschirrspüler

Ich gab ihr, was sie am nötigsten hatte

Halt am Ende des goldenen Seils
das Ankertau zur Domstadt
wo die Doppeltürme ins Blau ragten

Siehst du, sagte sie
hier regnete es in einem fort

Es stimmte: ihr schwarzes Haar
schimmerte bläulich vor Nässe

Ich liebte sie &
wäre gerne gewesen wie der Regen:

Ganz nah ihrem Haar &
ihr nicht gleichgültig

text #4685 (rvs) ∈ ma gli alberi
(0) kommentareprintpermalinkrss (dieser beitrag)


kommentare

hinweis: bitte erst denken, dann schreiben! kleine tippfehler werden von uns stillschweigend korrigiert. unflat wird kommentarlos gelöscht.

name:

email (erforderlich, wird nicht angezeigt):

url (optional):

cookie?

benachrichtigen?

bitte die zeichenfolge eingeben: