Kleine Zettelkunde II (EuD)
(Strukturieren, formatieren)
Ich hoffe, keine umgehende Reflexion zu diesem Thema versprochen zu haben, muss ich mich doch zunächst um ein paar grundsätzliche Fragen der Manuskriptgestaltung kümmern, die ich hier etwas trocken liste.
Alles in allem sollen die Texte “behutsam” in das Manuskript fliessen und inhaltliche (auch orthographische) Korrekturen nur dort geschehen, wo nötig.
tbc.
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kommentare
hinweis: bitte erst denken, dann schreiben! kleine tippfehler werden von uns stillschweigend korrigiert. unflat wird kommentarlos gelöscht.auch hier ein vorsichtiger einwand (obwohl mir durchaus klar ist, dass du dir weit mehr schon dazu überlegt hast, als du hier preisgeben magst): der charme des bändchens geht vom titel aus. er verspricht etwas (ungerade dinge) und ich würde vor allem darauf achten, dass der leser vor allem dies bekommt. (kommentare, z.b. würde ich nur miteinbeziehen, sofern sie selbst dem ungeraden zuspielen.) auch hier (imho): keep it simple in der form. die komplexität des inhalts ist ja schon gegeben.
da hast du wohl recht. es sind nicht allzu viele kommentare und einige werde ich wohl streichen, kürzen. anonymisieren sowieso. ich versuche sie als eine art dialog zu präsentieren (1: text, 2: text, 1: text, eud: text). finde die idee der einbeziehung der kommentare aber eigentlich ganz hübsch. oftmals findet eine umkreissung des begriffs statt, oder eine entfernung von diesem - hin zu einem anderen begriff. optisch versuche ich, wie beschrieben, die kommentare heller darzustellen. vielleicht sind sie auch gar nicht mehr lesbar. es soll eine art verblassen dargestellt werden ...
ps: ähnlich solls auch mit dem bildern geschehen. in 2 farben und sehr kleiner darstellung. manchmal werden sie bis zur kenntlichkeit entstellt. werden zum reinen ornament. überhaupt: das ornamentale. (). ich sehe in der eud ohnehin ein eher ornamentales werkchen. und die abbildung dessen, was es vorgibt ..
als ornament sollte es also in erster linie hübsch und auf den ersten augenschein nichtssagend sein. ich glaube, das kommt dem titel sehr nah oder ergänzt ihn.
je mehr ichs mir überlege, gefällt mir dieser ansatz. diese “enzyklopädie” (wie viele andere auch, zb von flaubert etc.) stellt ein auf den ersten blick völlig nutzloses (vielleicht nicht nutzloses, sagen wir: unpraktikables) wissen aus und imitiert nur eine form der wissenspeicherung bzw. -strukturierung. < das als ornament denken. das “verblassen” auf mehreren ebenen wird damit auch zur universalmetapher ... hm.
mir leuchtet das “verblassen” noch immer nicht ganz in diesem zusammenhang ein. die eud macht ja genau das gegenteil: sie hebt das blasse (unnütze) hervor und gibt ihm eine gewichtigkeit, die ihm in einer regulären enzyklopädie nicht zukommt. konsequent durchgedacht müsste man also das “nütze” verblassen lassen, z.b. “reguläre” enzyklopädieeinträge blass darstellen und die ungeraden dinge dazwischen einschieben und hervorheben.
(nein, doch nicht, denn das wäre ein versuch, das ungerade in das gerade einzureihen. das schöne an der eud ist ja gerade [!], dass sie ein ungerades universum postuliert.)
a propos verblassen: viele “quellen”, seiten aus dem internet, die auch berücksichtigt wurden, existieren mittlerweile nicht mehr. das ist traurig und gleichzeitig sehr schön.
diese diskussion erinnert mich immer wieder an die luftbibliothek. ein bild, das mir im zusammenhang mit der eud nicht aus dem kopf will.
und nicht zu vergessen (voriger kommentar von mir wurde zeitgleich mit deinem letzten eingestellt): das ungerade (ich gebe die definition noch einmal mit einem der nächsten zettelkundezettel heraus) bezieht sich auch und vor allem auf die form, d.h. den ansatz. es ist ein poietisches verfahren. die eud ist reinste dichtung mit gröbstem material ...

