Mittwoch, 08. September 2010

Wann kommt sie, die Digitalisierungskrise? (notula nova 97)

Die Räume:
Spielwiese
Rennbahn
Anstandsbühne
Grauzone

(Unter uns: Was sich also als Finanzkrise 2008 global ereignete, durchgespielt wurde, von oben nach unten und zu den Seiten durchgesickert ist, das, davon kann man nun überzeugt sein, wird sehr wahrscheinlich in einer noch abstrakteren Digitalisierungskrise stattfinden. Spannend, also, welches Gesicht dieses Desaster haben wird. (Als kollektiver Gedächtnisschwund? Als Neuanfangsoption? (Als Lebensinhalt für Optimisten und Pessimisten, gleichermassen)). Und fraglich auch, ob wir dann noch unseren Job haben werden. (Als käme es darauf an.)

Im Garten bäckt man kleinere Brötchen. Wir planen den 20-Sekundenfilm: Cybershot Bashō ... eine filmischen Realisierung (endlich!) von
Der alte Weiher
Ein Frosch springt hinein
Oh! Das Geräusch des Wassers

Doch zuvor noch etwas Material für das Andere:

Vor uns liegt Natur
Wo man sich mit Wald bedeckt
Wandern die Gipfel
TCTH6

(Noch einmal zum Buch “Strukturierte Verantwortungslosigkeit” (Privatfazit): Eigentlich genügt es vollkommen, Vorwort, drei bis vier Einzelporträts, die Schlussbetrachtung und den Epilog von Jelinek zu lesen, um im Bilde zu sein und festzustellen: dass die breit geäusserten Urteile und Vorurteile zutreffend waren und es sich bei diesem System um ein durch und durch krankes und dieses attraktiv für durch und durch kranke Akteure ist. Hier gibt es nichts zu kurieren, zu regulieren oder optimieren. Hier gibt es eigentlich auch gar nichts zu knurren. Das System, das als Subsystem alle anderen dominiert, kann wohl nur weggeputzt werden. Radikal, unseretwegen. Passend, dazu:)

Sonniger Balkon
Ein neues Wohnerlebnis
eigene Autos
TCTH7

text #5487 (hab) ∈ notula nova (theorie und praxis)
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kommentare

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#1

"Das System, das als Subsystem alle anderen dominiert, kann wohl nur weggeputzt werden. Radikal, unseretwegen.” Wie? Wo? Wann? (Startsignale?)

jusupi  am  08.09.10
#2

ein (kein start-, ein dauer-) signal könnte sein: das intensive kontemplieren mit dem anderen, wie hier betrieben. ist nur eine möglichkeit. aber immerhin.

hab  am  08.09.10
#3

Mit “lectio, meditatio, oratio” gegen Systemrelevanz?

jusupi  am  09.09.10
#4

bzw. mit neglectio et collaboratio gegen spezifische subsystemrelevanz ...

hab  am  09.09.10
#5

Schon bin ich mit meinem Latein am Ende. Die Systemtheorie droht allerdings mit Restabilisierungstendenzen. Dagegen könnte helfen: Adaptierung, Variation und - Vergessen.

jusupi  am  10.09.10
#6

"Make rhizomes, not roots, never plant! Don’t sow, grow offshoots!” ... variationen und offshootings find ich eh gut. das hätte der hegemann-diskurs mal machen müssen, anstelle den ganzen betrieb zu sarrazinieren. aber, ich versteig mich mal wieder in schräge metaphern, äh metonymien ...

hab  am  10.09.10
#7

"sarrazinieren” ist gut. als wort. doch habe ich mich entschlossen d e n unmittelbar der vergessenheit zu überlassen. (bin sonst nicht so für die unmittelbarkeit :) es sei denn: ein shoot down?

(greubeiß - google kennt´s nicht, aber bei mir d´heim wurde mer so geheiße)

jusupi  am  12.09.10
#8

tja, nun kennt’s wohl auch bald google. was im einen wie anderen falle schon fast ein garant fürs vergessen ist. nichts ist da so kontinuierlich wie die diskontinuität, vor allem in schlechten archiven.

hab  am  12.09.10
#9

gurerilla-taktik als aufnahme-strategie (blixa bargeld) ver-wahrung

jusupi  am  13.09.10
#10

ein hoch auf die doch nachhaltigeren, privaten körperarchive. (so zumindest versteh ich konkret die “durchdringung von körpern” als diskursive praxis.)

nbtn.jpg

hab  am  13.09.10
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