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    <title>0/1</title>
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    <dc:language>en-us</dc:language>
    <dc:creator>info@abendschein.ch</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2007</dc:rights>
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      <title>Kommentar von hab</title>
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>Lieber Hartmut, das sind sehr schöne Bemerkungen, die Du mir aufschreibst! Leider muss ich eine gewisse Zeit verreisen. Ich werde mich an dieser Stelle mit einer Antwort wieder melden. Bis die Tage! &#45; Andreas</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hartmut, das sind sehr schöne Bemerkungen, die Du mir aufschreibst! Leider muss ich eine gewisse Zeit verreisen. Ich werde mich an dieser Stelle mit einer Antwort wieder melden. Bis die Tage! - Andreas
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>mit einer kleinen installation habe ich am vergangenen samstag die bc, bzw. deren aufbau (laptop/offline) um einen kleinen digitalen bilderrahmen erweitert. screenshots, textexzerpte und dergleichen. das ganze als diashow. darunter (unter die diashow) habe ich geräusche gelegt. übliches. schnellassoziiertes. kleine mp3&#45;files, die man problemlos recherchieren konnte. blätterrascheln. rollwagengeräusche. hüsteln. papierzerriss. undsoweiter. und das im loop. was ich mir auch mal vorgestellt bzw. vorgenommen habe: die geräusche (oder auch: nicht&#45;geräusche) aufzunehmen, wie man sie in lesesälen hören kann. über stunden. diese dann zu verarbeiten. oder dinge hinzuzuaddieren. zu subtrahieren. eine mousebewegung hörbar zu machen: das hört sich allerdings interessant an. (ich wüsste nicht, wie umzusetzen. allerdings gibt es wohl die möglichkeit, bei einem jew. neuaufruf eines elements etwas auszulösen). aber eine mousegestenvertonung, das erinnert mich sehr an die jackson&#45;pollock&#45;mousegesten&#45;seite ...</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>mit einer kleinen installation habe ich am vergangenen <a href="http://www.werkschau.org/">samstag</a> die bc, bzw. deren aufbau (laptop/offline) um einen kleinen digitalen bilderrahmen erweitert. screenshots, textexzerpte und dergleichen. das ganze als diashow. darunter (unter die diashow) habe ich geräusche gelegt. übliches. schnellassoziiertes. kleine mp3-files, die man problemlos recherchieren konnte. blätterrascheln. rollwagengeräusche. hüsteln. papierzerriss. undsoweiter. und das im loop. was ich mir auch mal vorgestellt bzw. vorgenommen habe: die geräusche (oder auch: nicht-geräusche) aufzunehmen, wie man sie in lesesälen hören kann. über stunden. diese dann zu verarbeiten. oder dinge hinzuzuaddieren. zu subtrahieren. eine mousebewegung hörbar zu machen: das hört sich allerdings interessant an. (ich wüsste nicht, wie umzusetzen. allerdings gibt es wohl die möglichkeit, bei einem jew. neuaufruf eines elements etwas auszulösen). aber eine mousegestenvertonung, das erinnert mich sehr an die <a href="http://www.jacksonpollock.org/">jackson-pollock-mousegesten-seite</a> ...
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>Etwas unscharf ausgedrückt, meinte ich mit audiovisuellen Elementen &#45; Filme mit Geräusch. :&#45;) Hast Du eine Vorstellung, wie sich eine virtuelle Bibliothek, wie Du sie geschaffen hast, anhören könnte? Papierene Geräusche, oder die von Sand, oder interaktive Geräusche, Geräusche also, die die Bewegungen der Mouse eines Betrachters hörbar machen?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Etwas unscharf ausgedrückt, meinte ich mit audiovisuellen Elementen - Filme mit Geräusch. :-) Hast Du eine Vorstellung, wie sich eine virtuelle Bibliothek, wie Du sie geschaffen hast, anhören könnte? Papierene Geräusche, oder die von Sand, oder interaktive Geräusche, Geräusche also, die die Bewegungen der Mouse eines Betrachters hörbar machen?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>daran habe ich in der tat schon gedacht. da im hintergrund einen klangteppich zu legen, wäre wohl das einfachste und mit html zu erledigen. kleine mobile (analog zu den textelementen) soundeinheiten oder dergl. einzubauen, das ist, glaube ich auch bei diesem software möglich. ich habe da einige plugins gesehen, die auf solche möglichkeiten hindeuten. allerdings hätte dies einiges an mehrarbeit erfordert. auch bin ich in sachen der soundherstellung und bearbeitung nicht besonders erfahren. (und vielleicht auch zu ungeduldig). wavelab und dergl. hat mich schon vor jahren überfordert, also habe ich davon die finger gelassen. tatsächlich kann ich mir aber gut vorstellen, dass audioelemente die installation bereichern könnten. (deine &#8220;particles&#8221; z.b. wären ohne diese ebene auch kaum denkbar, bzw. diese ist kaum mehr wegzudenken ...). was du mit audioVISUELLEN elementen meinst, müsstest du etwas präzisieren. denn faktisch wurden in die bc auch bildelemente (nichts auf flashgrundlage, allerdings, und auch sonst nichts bewegtes) eingebunden.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>daran habe ich in der tat schon gedacht. da im hintergrund einen klangteppich zu legen, wäre wohl das einfachste und mit html zu erledigen. kleine mobile (analog zu den textelementen) soundeinheiten oder dergl. einzubauen, das ist, glaube ich auch bei diesem software möglich. ich habe da einige plugins gesehen, die auf solche möglichkeiten hindeuten. allerdings hätte dies einiges an mehrarbeit erfordert. auch bin ich in sachen der soundherstellung und bearbeitung nicht besonders erfahren. (und vielleicht auch zu ungeduldig). wavelab und dergl. hat mich schon vor jahren überfordert, also habe ich davon die finger gelassen. tatsächlich kann ich mir aber gut vorstellen, dass audioelemente die installation bereichern könnten. (deine &#8220;particles&#8221; z.b. wären ohne diese ebene auch kaum denkbar, bzw. diese ist kaum mehr wegzudenken ...). was du mit audioVISUELLEN elementen meinst, müsstest du etwas präzisieren. denn faktisch wurden in die bc auch bildelemente (nichts auf flashgrundlage, allerdings, und auch sonst nichts bewegtes) eingebunden.
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>Hast Du einmal daran gedacht, audiovisuelle Inhalte in Deine Bibliothek einzufügen? Oder sind sie bereits vorhanden?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hast Du einmal daran gedacht, audiovisuelle Inhalte in Deine Bibliothek einzufügen? Oder sind sie bereits vorhanden?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>das ist unterschiedlich. aber mehrheitlich, würde ich sagen, locken die titel immer noch. oder besser: schon wieder. mit etwas abstand (mit dem vergessen oder der entrückung der verklammerung text/titel) könnte ich sehr oft nicht mehr sagen, was für ein text, ja überhaupt: was für eine textsorte sich hinter einem titel verbirgt. es kommt da immer wieder zu überraschungen. überraschungen oder neuigkeiten birgt das system auch an sich. z.b.: wenn ich eine (mir noch unbekannte) funktion finde, mit der eine neue assoziation(smöglichkeit) oder andere form der textbewegung hergestellt werden kann.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>das ist unterschiedlich. aber mehrheitlich, würde ich sagen, locken die titel immer noch. oder besser: schon wieder. mit etwas abstand (mit dem vergessen oder der entrückung der verklammerung text/titel) könnte ich sehr oft nicht mehr sagen, was für ein text, ja überhaupt: was für eine textsorte sich hinter einem titel verbirgt. es kommt da immer wieder zu überraschungen. überraschungen oder neuigkeiten birgt das system auch an sich. z.b.: wenn ich eine (mir noch unbekannte) funktion finde, mit der eine neue assoziation(smöglichkeit) oder andere form der textbewegung hergestellt werden kann.
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>Vor einigen pings und pongs hatte ich Dich gefragt, wie Du Dich fühlst, sobald Du Deiner eigenen Bibliothek auf dem Bildschirm begegnest. Ich will die Frage gerne präzisieren. Sind jene Texte, die sich hinter Deinen Titellockzeilen befinden, bereits so weit vergessen, dass Du einen Turmbau noch als Abenteuer erfahren würdest, oder genügt im Grunde die Wahrnehmung einer Titellockzeile, um je einen Text sofort aufrufen zu können?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen pings und pongs hatte ich Dich gefragt, wie Du Dich fühlst, sobald Du Deiner eigenen Bibliothek auf dem Bildschirm begegnest. Ich will die Frage gerne präzisieren. Sind jene Texte, die sich hinter Deinen Titellockzeilen befinden, bereits so weit vergessen, dass Du einen Turmbau noch als Abenteuer erfahren würdest, oder genügt im Grunde die Wahrnehmung einer Titellockzeile, um je einen Text sofort aufrufen zu können?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>vielleicht bewerten wir den plotbegriff auch etwas zu stark. und ja: es gab da eine idee zuanfangs. diese idee zerfiel in 2 ideen, die miteinander korrespondierten. es heisst dort an einer stelle: &#8220;Der Text bewegt sich an den Rändern der Auflösung der Schriftkultur und ihrer Speicher.&#8221; gemeint ist natürlich eine bestimmte schriftkultur. das sollte eine aussage sein, die an dem text exemplifiziert wird. diese bewegung, im sinne einer mikrogeschichte, einer tendenz, die ein bestimmtes rahmenwerk (ein sehr wackliges skelett) hergibt, soll in dem angedeutet werden, was ich plot genannt habe, was eigentlich aus den anna&#45;episoden herauslesbar ist. ich bitte den vergleich nicht misszuverstehen, es geht mir da nur um strukturelles: die bibel in, nein mit all ihren teilchen ist ein riesiges textkonvolut, und sicherlich im grossen und ganzen einem zeit&#45; und entwicklungspfeil untergeordnet. trotzdem werden einzelne teilchen aus diesem kontext zitiert und wirksam. widersprechen sich bisweilen. und benötigen die genesis nicht, um aussagen zu produzieren. dennoch wird das ganze als heilsGESCHICHTE, als spezieller vektor oder teleologisches sinnkonstrukt zu einem zeugnis. oder nehmen wir das decamerone oder in einer anderen variante chaucers canterbury tales. es handelt sich dabei um zyklen mit einer jew. rahmenhandlung, die sicherlich das erzählen (das unterschiedlichste erzählen) legitimiert und gleichzeitig wird mit dieser rahmenhandlung, die inhaltlich noch so schmal sein kann, eine spezielle aussage formuliert. natürlich handelt es sich dabei um zyklen, die mit ihren elementen medial zwangsläufig linearität und progress abbilden. diese linearität ist in der bc aufgehoben. und als progressidee bleibt dort nur noch das rahmenelement, das allerdings für eine – wie o.g. genannte – idee steht, mit der sich dieser text (und der autor übrigens auch) positioniert. ich glaube aber auch, dass das (nun technische) plotelement der installation nicht überbewertet werden muss. es hält sich ja beinahe verschämt versteckt. es gibt ja, wie gesagt, die unterschiedlichsten zugriffsmöglichkeiten. sogar einen zufallsgenerator, der einen vollständigen textturm erzeugen könnte. von der anlage her, denke ich, dürfte für die unterschiedlichsten ideologien etwas dabei sein. spitzfindige könnten die bc schon fast wieder als unideologisch bezeichnen ... (was noch spitzfindigere dialektischerweise selbst wieder als ideologisch herausstellten ...)


(nachtrag zu tinyurl: ich habe die langen url&#45;adressen, die ich als links von hier aus verwendet habe, mit tinyurl abgekürzt, damit sie auch von jedem browser und auch von dieser weblogsoftware sauber interpretiert werden können.)</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>vielleicht bewerten wir den plotbegriff auch etwas zu stark. und ja: es gab da eine idee zuanfangs. diese idee zerfiel in 2 ideen, die miteinander korrespondierten. es heisst dort an einer stelle: &#8220;Der Text bewegt sich an den Rändern der Auflösung der Schriftkultur und ihrer Speicher.&#8221; gemeint ist natürlich <i>eine</i> bestimmte schriftkultur. das sollte eine aussage sein, die an dem text exemplifiziert wird. diese bewegung, im sinne einer mikrogeschichte, einer tendenz, die ein bestimmtes rahmenwerk (ein sehr wackliges skelett) hergibt, soll in dem angedeutet werden, was ich plot genannt habe, was eigentlich aus den anna-episoden herauslesbar ist. ich bitte den vergleich nicht misszuverstehen, es geht mir da nur um strukturelles: die bibel in, nein mit all ihren teilchen ist ein riesiges textkonvolut, und sicherlich im grossen und ganzen einem zeit- und entwicklungspfeil untergeordnet. trotzdem werden einzelne teilchen aus diesem kontext zitiert und wirksam. widersprechen sich bisweilen. und benötigen die genesis nicht, um aussagen zu produzieren. dennoch wird das ganze als heilsGESCHICHTE, als spezieller vektor oder teleologisches sinnkonstrukt zu einem zeugnis. oder nehmen wir das decamerone oder in einer anderen variante chaucers canterbury tales. es handelt sich dabei um zyklen mit einer jew. rahmenhandlung, die sicherlich das erzählen (das unterschiedlichste erzählen) legitimiert und gleichzeitig wird mit dieser rahmenhandlung, die inhaltlich noch so schmal sein kann, eine spezielle aussage formuliert. natürlich handelt es sich dabei um zyklen, die mit ihren elementen medial zwangsläufig linearität und progress abbilden. diese linearität ist in der bc aufgehoben. und als progressidee bleibt dort nur noch das rahmenelement, das allerdings für eine – wie o.g. genannte – idee steht, mit der sich dieser text (und der autor übrigens auch) positioniert. ich glaube aber auch, dass das (nun technische) plotelement der installation nicht überbewertet werden muss. es hält sich ja beinahe verschämt versteckt. es gibt ja, wie gesagt, die unterschiedlichsten zugriffsmöglichkeiten. sogar einen zufallsgenerator, der einen vollständigen textturm erzeugen könnte. von der anlage her, denke ich, dürfte für die unterschiedlichsten ideologien etwas dabei sein. spitzfindige könnten die bc schon fast wieder als unideologisch bezeichnen ... (was noch spitzfindigere dialektischerweise selbst wieder als ideologisch herausstellten ...)
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<p>
(nachtrag zu tinyurl: ich habe die langen url-adressen, die ich als links von hier aus verwendet habe, mit tinyurl abgekürzt, damit sie auch von jedem browser und auch von dieser weblogsoftware sauber interpretiert werden können.)
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>Der Begriff Plot und der Begriff Produktion, lieber Hartmut, das sind zwei Substanzen, die ich persönlich in der Nähe eines Schriftstellergehirns als unheimlich finde, Substanzen, die in meiner Vorstellung immer etwas zu tun haben, mit Auftrag, mit Anpassung oder Angleichung. Ich hörte vor Kurzem in einem Gespräch, dass dem Lektor eines sehr bedeutenden Verlages, Teile eines Plots nicht gefallen haben, die sollten raus, weil man das nicht verkaufen könne. Ich spüre, meine ich, immer sehr schnell, ob ein Buch in das Gehäuse einer Koralle, in einen Plot, hineingeschrieben wurde, oder ob da am Anfang, im Moment, da sich der Autor vor oder hinter die Maschine setzte, nur eine Idee anwesend war, ein glühender Wunsch, die Bereitschaft in einen Raum hineinzuschreiben, der noch völlig unbekannt ist im Moment des ersten Satzes, die Bereitschaft also ein Abenteuer zu erleben. Deine Arbeit nun, wenn ich das richtig verstehe, ist dem Begriff Plot senkrecht entgegengesetzt, weshalb ich mich wunderte, dass dieser Begriff überhaupt notiert wurde. Ich hatte den Eindruck, dass Du vielleicht in irgendeiner Weise eine Art Begründung formulieren wolltest, weswegen diese Textanordnung, eine Sandbank in Bewegung, in die Welt gesetzt wurde, eine freilich gut versteckte Begründung. Könnte ich sagen, dass deine Bibliothek sich wie ein Textgenerator ( tinyurl ) verhält, der aus einem Reservoir hochwertiger Textpartikel schöpfen kann?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff Plot und der Begriff Produktion, lieber Hartmut, das sind zwei Substanzen, die ich persönlich in der Nähe eines Schriftstellergehirns als unheimlich finde, Substanzen, die in meiner Vorstellung immer etwas zu tun haben, mit Auftrag, mit Anpassung oder Angleichung. Ich hörte vor Kurzem in einem Gespräch, dass dem Lektor eines sehr bedeutenden Verlages, Teile eines Plots nicht gefallen haben, die sollten raus, weil man das nicht verkaufen könne. Ich spüre, meine ich, immer sehr schnell, ob ein Buch in das Gehäuse einer Koralle, in einen Plot, hineingeschrieben wurde, oder ob da am Anfang, im Moment, da sich der Autor vor oder hinter die Maschine setzte, nur eine Idee anwesend war, ein glühender Wunsch, die Bereitschaft in einen Raum hineinzuschreiben, der noch völlig unbekannt ist im Moment des ersten Satzes, die Bereitschaft also ein Abenteuer zu erleben. Deine Arbeit nun, wenn ich das richtig verstehe, ist dem Begriff Plot senkrecht entgegengesetzt, weshalb ich mich wunderte, dass dieser Begriff überhaupt notiert wurde. Ich hatte den Eindruck, dass Du vielleicht in irgendeiner Weise eine Art Begründung formulieren wolltest, weswegen diese Textanordnung, eine Sandbank in Bewegung, in die Welt gesetzt wurde, eine freilich gut versteckte Begründung. Könnte ich sagen, dass deine Bibliothek sich wie ein Textgenerator ( tinyurl ) verhält, der aus einem Reservoir hochwertiger Textpartikel schöpfen kann?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>ad andreas (#26). eine hübsche parabel! (und an einigen stellen sozusagen allegorisch auf litblogs anwendbar). und zu barthes / plot etc.: dort wird ja auch unterschieden, was das imaginierte werk noch vor dem schreiben angeht: der schriftsteller avisiert immer eine bestimmte (end)form seines schreibens oder schreibwerks (gerade auch im moment des schreibens). grob gesprochen fliesst dieses entweder in einen (ebenso imaginierten) band (dem „buch“). hierzu gehören auch die werke mit plot. das imaginierte andere (notizen, partikel, überlegungen, kommentare, phrasisches, dialoge usw.) sieht sich als fernziel in einem „album“ (wozu sicherlich auch die particles gehören. ich möchte hier jetzt nicht von deren konkretionen sprechen. es geht da ja um die imagination auch einer virtuellen adresse eines textes. andererseits: als das 1980 veröffentlicht wurde, gab es diese mediale disposition noch nicht. wer weiss, wie es heute wohl formuliert werden würde?). meine these wäre nun zu sagen, dass sich ein hybrid wie die BC zwischen diesen beiden formimaginationspolen aufhält, da es ja einerseits in einem statischen, anderseits in einem flüssigen zustand (vgl. oben: sandmetapher, #7) erhältlich ist. ich glaube auch: bei der produktion habe ich auch an beide aggregatszustände gedacht. über die orientierung(sleistung) anderer kann ich bislang noch nicht viel sagen. (du bist (ihr seid) da der/die erste(n), mit dem/denen ich da in aller ausführlichkeit darüber spreche.) ... ad mb/als (#27/28): ich stimme da auch andreas zu. es ist weniger ein sich&#45;fallen&#45;lassen, sondern sehr bewusste entscheidungen gehen voraus. hauptsächlich (es gibt da auch noch andere möglichkeiten) spielen da auch die titel eine enorme rolle (weswegen ich eigentlich mal ausführlich über titelfunktionen und titelungen in diesem stück nachdenken müsste). ich habe da auch oft bewusst irreführende titel angelegt (solche, die sehr stark vom inhalt abweichen, oder solche, die mehrdeutig sind, bspw.). oder auch nur abstruse, künstliche, auffällige. (titel haben ja in diesem system auch linkfunktionen, je nachdem, in welchen listen sie ausgegeben werden). ... zu den titeln hier also noch nichts theoriefähiges, ausser dem hinweis vielleicht, dass sie vom status her sicher von ebenso grosser bedeutung sind, wie die haupttexte („content“, würde der code vielleicht dazu sagen). und eben diese titel sorgen auch dafür, dass ein text (ein textturm) z.b. mit einem klick (der komplexität halber hier mit tinyurl wiedergegeben) reproduziert werden kann (print on demand?). es ist natürlich keine reproduktion des lesens (rezeptionsästhetik). vielleicht kann man dazu also auch den begriff reproduktionsästhetik (honi soit qui mal y pense) verwenden ...</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>ad andreas (#26). eine hübsche parabel! (und an einigen stellen sozusagen allegorisch auf litblogs anwendbar). und zu barthes / plot etc.: dort wird ja auch unterschieden, was das imaginierte werk noch vor dem schreiben angeht: der schriftsteller avisiert immer eine bestimmte (end)form seines schreibens oder schreibwerks (gerade auch im moment des schreibens). grob gesprochen fliesst dieses entweder in einen (ebenso imaginierten) band (dem „buch“). hierzu gehören auch die werke mit plot. das imaginierte andere (notizen, partikel, überlegungen, kommentare, phrasisches, dialoge usw.) sieht sich als fernziel in einem „album“ (wozu sicherlich auch die particles gehören. ich möchte hier jetzt nicht von deren konkretionen sprechen. es geht da ja um die imagination auch einer virtuellen adresse eines textes. andererseits: als das 1980 veröffentlicht wurde, gab es diese mediale disposition noch nicht. wer weiss, wie es heute wohl formuliert werden würde?). meine these wäre nun zu sagen, dass sich ein hybrid wie die BC zwischen diesen beiden formimaginationspolen aufhält, da es ja einerseits in einem statischen, anderseits in einem flüssigen zustand (vgl. oben: sandmetapher, #7) erhältlich ist. ich glaube auch: bei der produktion habe ich auch an beide aggregatszustände gedacht. über die orientierung(sleistung) anderer kann ich bislang noch nicht viel sagen. (du bist (ihr seid) da der/die erste(n), mit dem/denen ich da in aller ausführlichkeit darüber spreche.) ... ad mb/als (#27/28): ich stimme da auch andreas zu. es ist weniger ein sich-fallen-lassen, sondern sehr bewusste entscheidungen gehen voraus. hauptsächlich (es gibt da auch noch andere möglichkeiten) spielen da auch die titel eine enorme rolle (weswegen ich eigentlich mal ausführlich über titelfunktionen und titelungen in diesem stück nachdenken müsste). ich habe da auch oft bewusst irreführende titel angelegt (solche, die sehr stark vom inhalt abweichen, oder solche, die mehrdeutig sind, bspw.). oder auch nur abstruse, künstliche, auffällige. (titel haben ja in diesem system auch linkfunktionen, je nachdem, in welchen listen sie ausgegeben werden). ... zu den titeln hier also noch nichts theoriefähiges, ausser dem hinweis vielleicht, dass sie vom status her sicher von ebenso grosser bedeutung sind, wie die haupttexte („content“, würde der code vielleicht dazu sagen). und eben diese titel sorgen auch dafür, dass ein text (ein textturm) <a href="http://tinyurl.com/5lsuzo">z.b. mit einem klick</a> (der komplexität halber hier mit tinyurl wiedergegeben) reproduziert werden kann (print on demand?). es ist natürlich keine reproduktion des lesens (rezeptionsästhetik). vielleicht kann man dazu also auch den begriff reproduktionsästhetik (honi soit qui mal y pense) verwenden ...
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>interludium @ marianne büttiker. Ich glaube, Marianne, die Erfahrung des sich &#8220;Fallenlassens&#8221; wird eine Leserin oder ein Leser in der Untersuchung der Arbeit Hartmuts nicht machen. Es ist ja mit jedem Text, den ich gelesen habe, eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung, welcher weitere Text aufgerufen werden soll. Ich lese und dann blättere ich nicht selbstvergessen eine Seite weiter, wie ich das bei der Lektüre eines Buches üblicherweise tue, sondern ich suche, bewege meine Mouse und wähle. Mit jeder Lektüre werden Gefässe, Zeichengefässe, neu angelegt, mit jeder Aufführung ein Zeichen,&#45; oder Textturm, den ich für mich sichern, also lesend auf dem eigenen Computer wiederholen  kann! &#45; Du schreibst, dass Du bei einer weiteren tempo.fugato &#45; Installation, auf jene Zeichen verzichten würdest, die bei einer vorherigen Installation verwendet worden sind. Das bedeutet, dass Du also Zeichen und Teilchen aus Deinem Reservoir herausnehmen musst. Die Entscheidung ein Teilchen in einem Saal zu installieren, bedeutet zugleich, das Teilchen aus der Welt zu nehmen, es sei denn, die Installation ist von Dauer. Um Deine Arbeit fortsetzen zu können, sind dann weitere Teilchen zu zeichnen oder zu filmen oder zu schreiben. Deine Methode, Teilchen zu vergessen oder sie von der weiteren Aufführung auszuschliessen, wäre für Hartmut und mich technisch möglich, durch das Setzen von Cookies, wenn ich mich nicht irre. Ich habe für meine Arbeit die Möglichkeit der Wiederholung nicht ausgeschlossen.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>interludium @ marianne büttiker. Ich glaube, Marianne, die Erfahrung des sich &#8220;Fallenlassens&#8221; wird eine Leserin oder ein Leser in der Untersuchung der Arbeit Hartmuts nicht machen. Es ist ja mit jedem Text, den ich gelesen habe, eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung, welcher weitere Text aufgerufen werden soll. Ich lese und dann blättere ich nicht selbstvergessen eine Seite weiter, wie ich das bei der Lektüre eines Buches üblicherweise tue, sondern ich suche, bewege meine Mouse und wähle. Mit jeder Lektüre werden Gefässe, Zeichengefässe, neu angelegt, mit jeder Aufführung ein Zeichen,- oder Textturm, den ich für mich sichern, also lesend auf dem eigenen Computer wiederholen  kann! - Du schreibst, dass Du bei einer weiteren tempo.fugato - Installation, auf jene Zeichen verzichten würdest, die bei einer vorherigen Installation verwendet worden sind. Das bedeutet, dass Du also Zeichen und Teilchen aus Deinem Reservoir herausnehmen musst. Die Entscheidung ein Teilchen in einem Saal zu installieren, bedeutet zugleich, das Teilchen aus der Welt zu nehmen, es sei denn, die Installation ist von Dauer. Um Deine Arbeit fortsetzen zu können, sind dann weitere Teilchen zu zeichnen oder zu filmen oder zu schreiben. Deine Methode, Teilchen zu vergessen oder sie von der weiteren Aufführung auszuschliessen, wäre für Hartmut und mich technisch möglich, durch das Setzen von Cookies, wenn ich mich nicht irre. Ich habe für meine Arbeit die Möglichkeit der Wiederholung nicht ausgeschlossen.
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von marianne</title>
      <link>http://www.mariannebuettiker.net/fugato</link>
      <description>Die Ausführung;&quot;technisch sozusagen schon vorgegeben&#8221;, und &#8220;die Anlage eines Codes&#8221; lassen mich auf das Bild von einem Herzen mit seinen Kammern und den ein und ausführenden Blutbahnen kommen und ich frage mich, was ist das, was das perpetum mobile in Gang hält. Eine Bibliothek ist ein Organismus. Ich kann also diese Codes analysieren, in dem ich die Geschichte der einzelnen Bahnen verfolge. Das beruhigt mich sehr. So weiss ich, dass ich nicht in irgendwelche Umlaufbahnen gerate. Das Lesen in einer vielmöglichen Wegfindung wird also immer an ein Ziel führen. Lesen ist ja auch, sich fallenlassen in den Fluss eines Labyrinths, wo ich davon ausgehe, dass ich dahin geführt werde, wo ich das finden kann, was mir erzählt wird.


Eine andre Beobachtung ist mir in den letzten Tagen begegnet. Die Installation tempo fugato, die ich vor einer Woche innerhalb von drei Tagen aufbaute und aus 480 Teilchen eine Auswahl  von 181 für einen bestimmten Raum auswählte, wollte ich weiterführen und eine neue Geschichte, oder eine Folgegeschichte erzählen. In den drei anschliessenden Tagen, in denen ich im Raum mit den Teilchen arbeitete , war keine Variation mehr eine stimmige. Ich habe diese Arbeit nun so abgeschlossen, dass  ich diese Installation mit diesen Teilchen in diesem Raum als einzig stimmige entschied. Ich werde diese Teilchen zusammenlassen und sie nicht mehr für andere Installationen benützen.


Kennt ihr auch solche Entscheidungen innerhalb eurer Codanlage?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausführung;"technisch sozusagen schon vorgegeben&#8221;, und &#8220;die Anlage eines Codes&#8221; lassen mich auf das Bild von einem Herzen mit seinen Kammern und den ein und ausführenden Blutbahnen kommen und ich frage mich, was ist das, was das perpetum mobile in Gang hält. Eine Bibliothek ist ein Organismus. Ich kann also diese Codes analysieren, in dem ich die Geschichte der einzelnen Bahnen verfolge. Das beruhigt mich sehr. So weiss ich, dass ich nicht in irgendwelche Umlaufbahnen gerate. Das Lesen in einer vielmöglichen Wegfindung wird also immer an ein Ziel führen. Lesen ist ja auch, sich fallenlassen in den Fluss eines Labyrinths, wo ich davon ausgehe, dass ich dahin geführt werde, wo ich das finden kann, was mir erzählt wird.
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Eine andre Beobachtung ist mir in den letzten Tagen begegnet. Die Installation tempo fugato, die ich vor einer Woche innerhalb von drei Tagen aufbaute und aus 480 Teilchen eine Auswahl  von 181 für einen bestimmten Raum auswählte, wollte ich weiterführen und eine neue Geschichte, oder eine Folgegeschichte erzählen. In den drei anschliessenden Tagen, in denen ich im Raum mit den Teilchen arbeitete , war keine Variation mehr eine stimmige. Ich habe diese Arbeit nun so abgeschlossen, dass  ich diese Installation mit diesen Teilchen in diesem Raum als einzig stimmige entschied. Ich werde diese Teilchen zusammenlassen und sie nicht mehr für andere Installationen benützen.
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Kennt ihr auch solche Entscheidungen innerhalb eurer Codanlage?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>In Dürrenmatts Winterkriegsgeschichte aus der Sammlung seiner nicht geschriebenen Stoffe, bewegt sich ein Söldner im Rollstuhl durch Kilometer weite Stollensysteme und ritzt einen ebenso weiten Text in die Wand. Je nachdem, wo man nun an den Text herantritt, wird man auf eine Geschichte treffen, die eine andere ist, als jene Geschichte, die zwei oder drei Kilometer entfernt notiert worden ist. Es ist ein Text, an dem noch gearbeitet wird, während man bereits liest dort in Tibet. Vielleicht wird man von Zeit zu Zeit die Geräusche der Schreibwerkzeuge hören aus großer Entfernung. Auch, wenn ich mich recht erinnere, begegnet der Kommandant seinem eigenen Text immer wieder, weil er unter eine erste oder zweite Zeile eine dritte oder vierte Zeile notiert. Es ist ja, um Barthes aufzugreifen, so, dass Blogtexte literarischer Menschen, &#45; so ist das jedenfalls bei mir, &#45; die eigene Fabrikation inszenieren. Ich unterhalte mich minutenweise beispielsweise mit meinen Figuren, so dass eine Leserin oder ein Leser erahnen kann, was jenseits des Blogtextes auf dem Papier geschieht. Particles sind ein Text ohne Plot, sehr angenehm für mich, der ich ja glaube, dass PLOTS in Erfindergehirnen Geschichten töten. Interessant ist, finde ich, dass Du Deinen PLOT quasi versteckst, dass ein Besucher zunächst im Impressum landet, und jetzt geht das los, das Suchen und Fragen. Ich gestehe, lieber Hartmut, dass ich zunächst orientierungslos gewesen bin. Wie sind denn Deine Rezipienten bislang umgegangen mit ihrer &#8220;Orientierungslosigkeit&#8221;, oder sollte ich einen anderen Begriff verwenden? Wie geht es Dir persönlich, sobald Du Deiner Inszenierung begegnest?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>In Dürrenmatts Winterkriegsgeschichte aus der Sammlung seiner nicht geschriebenen Stoffe, bewegt sich ein Söldner im Rollstuhl durch Kilometer weite Stollensysteme und ritzt einen ebenso weiten Text in die Wand. Je nachdem, wo man nun an den Text herantritt, wird man auf eine Geschichte treffen, die eine andere ist, als jene Geschichte, die zwei oder drei Kilometer entfernt notiert worden ist. Es ist ein Text, an dem noch gearbeitet wird, während man bereits liest dort in Tibet. Vielleicht wird man von Zeit zu Zeit die Geräusche der Schreibwerkzeuge hören aus großer Entfernung. Auch, wenn ich mich recht erinnere, begegnet der Kommandant seinem eigenen Text immer wieder, weil er unter eine erste oder zweite Zeile eine dritte oder vierte Zeile notiert. Es ist ja, um Barthes aufzugreifen, so, dass Blogtexte literarischer Menschen, - so ist das jedenfalls bei mir, - die eigene Fabrikation inszenieren. Ich unterhalte mich minutenweise beispielsweise mit meinen Figuren, so dass eine Leserin oder ein Leser erahnen kann, was jenseits des Blogtextes auf dem Papier geschieht. Particles sind ein Text ohne Plot, sehr angenehm für mich, der ich ja glaube, dass PLOTS in Erfindergehirnen Geschichten töten. Interessant ist, finde ich, dass Du Deinen PLOT quasi versteckst, dass ein Besucher zunächst im Impressum landet, und jetzt geht das los, das Suchen und Fragen. Ich gestehe, lieber Hartmut, dass ich zunächst orientierungslos gewesen bin. Wie sind denn Deine Rezipienten bislang umgegangen mit ihrer &#8220;Orientierungslosigkeit&#8221;, oder sollte ich einen anderen Begriff verwenden? Wie geht es Dir persönlich, sobald Du Deiner Inszenierung begegnest?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>ad andreas: der PLOT, also,  ist (ich habe es in #7 angedeutet) &#45; um es etwas flapsig zu formulieren &#45; der direkte weg zum kühlschrank. das ist das zugeständnis an diese &#8220;piranesi&#45;architektur&#8221; (c. zintzen). denn es gibt diesen plot (der &#45; narrativ &#45; wahrscheinlichste bau eines skeletts) um den sich &#45; nun sind wir bei weiteren wahrscheinlichkeiten &#45; diese elemente lagern können. zu mariannes frage: trotz der vielzahl möglicher lesarten (der ich mir bewusst bin) und die auch angelegt wurden (technisch sozusagen schon vorgegeben waren, das war die eigentliche entscheidung), behaupte ich nämlich, dass es neben den diversen möglichkeiten zur varianz (in #2 habe ich da auf leibniz verwiesen) eine gewisse grundstruktur gibt, die das system legitimieren soll. inhaltlich wird in AnNa eine (und wenn noch so löchrige) geschichte erzählt. ohne jetzt die erzählung um benedikt, anna und röhrling zu rekapitulieren: es wird, so eine sehr wahrscheinliche lesart, an einem buch (oder einem werk, wenn man so will) geschrieben, oder zumindest daran gearbeitet. die sich wieauchimmer umlagernden elemente (oder/und ihre anordnung) können also als produktionsästhetisches material von dessen entstehung betrachtet werden. zu grunde liegt also, würde ich sagen, ein text (ein werk), das sich und seine entstehung selbst simuliert. (weil ich gerade darübergestolpert bin und mich damit beschäftige: dazu eine passende stelle bei roland barthes: Im Bereich der Literatur, des Texts, kommt es vor, dass das Werk selbst, das heilige und als Werk geheiligte Produkt, sich offen als &#8216;Simulation seiner selbst&#8217; darstellt: Es handelt sich um Werke, die ihre eigene Fabrikation inszenieren. (...) b) Das Werk als Modell präsentiert sich als Experiment mit sich selbst; es inszeniert eine Produktion oder zumindest ein Dispositiv, um es tatsächlich hervorzubringen (und nicht nur den Vorsatz dazu); zum Beispiel Dantes &#8216;Vita Nova&#8217;). auf diesen hinweis zum dispositiv, zur disposition des ganzen textes, möchte ich ungern verzichten. der ganze text wird damit vielleicht etwas weniger zufällig (um es paradox zu formulieren) zugunsten aber eines speziellen motors (eines theoretischen kleinkraftwerks?), der &#45; bildlich gesprochen &#45; kern einer kleinen &#8220;druckerei&#8221; ist. das ist auch überhaupt der grund, warum ich den gesamttext selbst ebenfalls &#8220;bibliothek&#8221; nenne. zu andreas: den „Winterkrieg in Tibet“ habe ich noch nicht gelesen. wie kommst du zu der assoziation?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>ad andreas: der PLOT, also,  ist (ich habe es in #7 angedeutet) - um es etwas flapsig zu formulieren - der direkte weg zum kühlschrank. das ist das zugeständnis an diese &#8220;piranesi-architektur&#8221; (c. zintzen). denn es gibt diesen plot (der - narrativ - wahrscheinlichste bau eines skeletts) um den sich - nun sind wir bei weiteren wahrscheinlichkeiten - diese elemente lagern können. zu mariannes frage: trotz der vielzahl möglicher lesarten (der ich mir bewusst bin) und die auch angelegt wurden (technisch sozusagen schon vorgegeben waren, das war die eigentliche entscheidung), behaupte ich nämlich, dass es neben den diversen möglichkeiten zur varianz (in #2 habe ich da auf leibniz verwiesen) eine gewisse grundstruktur gibt, die das system legitimieren soll. inhaltlich wird in <a href="http://bc.etkbooks.com/opac/#AnNa">AnNa</a> eine (und wenn noch so löchrige) geschichte erzählt. ohne jetzt die erzählung um benedikt, anna und röhrling zu rekapitulieren: es wird, so eine sehr wahrscheinliche lesart, an einem buch (oder einem werk, wenn man so will) geschrieben, oder zumindest daran gearbeitet. die sich wieauchimmer umlagernden elemente (oder/und ihre anordnung) können also als produktionsästhetisches material von dessen entstehung betrachtet werden. zu grunde liegt also, würde ich sagen, ein text (ein werk), das sich und seine entstehung selbst simuliert. (weil ich gerade darübergestolpert bin und mich damit beschäftige: dazu eine passende stelle bei roland barthes: <i>Im Bereich der Literatur, des Texts, kommt es vor, dass das Werk selbst, das heilige und als Werk geheiligte Produkt, sich offen als &#8216;Simulation seiner selbst&#8217; darstellt: Es handelt sich um Werke, die ihre eigene Fabrikation inszenieren. (...) b) Das Werk als Modell präsentiert sich als Experiment mit sich selbst; es inszeniert eine Produktion oder zumindest ein Dispositiv, um es tatsächlich hervorzubringen (und nicht nur den Vorsatz dazu); zum Beispiel Dantes &#8216;Vita Nova&#8217;</i>). auf diesen hinweis zum dispositiv, zur disposition des ganzen textes, möchte ich ungern verzichten. der ganze text wird damit vielleicht etwas weniger zufällig (um es paradox zu formulieren) zugunsten aber eines speziellen motors (eines theoretischen kleinkraftwerks?), der - bildlich gesprochen - kern einer kleinen &#8220;druckerei&#8221; ist. das ist auch überhaupt der grund, warum ich den gesamttext selbst ebenfalls &#8220;bibliothek&#8221; nenne. zu andreas: den „Winterkrieg in Tibet“ habe ich noch nicht gelesen. wie kommst du zu der assoziation?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>@ Marianne Büttiker. Als ich Deine Bemerkungen und Fragen gelesen habe, liebe Marianne, ist mir jener kleine Würfel eingefallen, der im Kunstraum Aarau zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch zentral auf dem Boden liegt. Eine Sammlung von über vierhundert Farbteilchen, die jedes Teilchen für sich, mit Assoziationen, mit Geschichten, Stimmungen verbunden sind. Eine Versammlung von Möglichleiten. An den Wänden aber findet sich eine Spur von Texten und Teilchen in Farbe und Form, auch zahlreiche Fotografien und ein Film, eine Spur, die nun eine Geschichte erzählt in Deinem sehr kunstvollen Code, den die Betrachter mehr oder weniger schnell abschreiten. Du hast also eine Geschichte erzählt in stundenlanger Arbeit des Auswählens und Ordnens und Anordnens, die sich bewegenden Teilchen eingefroren, für den Moment der Ausstellung eine Geschichte erzählt und jetzt kannst Du Deine Teilchen nehmen und in einem anderen Raum in neuen Konstellationen wieder zusammenfügen. Eine unendliche Geschichte, die für mich etwas mit Jazzmusik zu tun hat, mit Improvisation. Du bietest dem Besucher, so wie ich das sehe, Deine Geschichte dar, Hartmut und ich öffnen je unseren Raum und dort also ist das Material. In meinen particles erzeugen Zufallsgeneratoren die Wirkung eines flüssigen Textes, bei Hartmut sind es Indices, die locken, Titel.&amp;nbsp; – Ja, so sehe ich das. &#9786;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>@ Marianne Büttiker. Als ich Deine Bemerkungen und Fragen gelesen habe, liebe Marianne, ist mir jener kleine Würfel eingefallen, der im Kunstraum Aarau zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch zentral auf dem Boden liegt. Eine Sammlung von über vierhundert Farbteilchen, die jedes Teilchen für sich, mit Assoziationen, mit Geschichten, Stimmungen verbunden sind. Eine Versammlung von Möglichleiten. An den Wänden aber findet sich eine Spur von Texten und Teilchen in Farbe und Form, auch zahlreiche Fotografien und ein Film, eine Spur, die nun eine Geschichte erzählt in Deinem sehr <a href="http://www.mariannebuettiker.net/fugato/">kunstvollen Code</a>, den die Betrachter mehr oder weniger schnell abschreiten. Du hast also eine Geschichte erzählt in stundenlanger Arbeit des Auswählens und Ordnens und Anordnens, die sich bewegenden Teilchen eingefroren, für den Moment der Ausstellung eine Geschichte erzählt und jetzt kannst Du Deine Teilchen nehmen und in einem anderen Raum in neuen Konstellationen wieder zusammenfügen. Eine unendliche Geschichte, die für mich etwas mit Jazzmusik zu tun hat, mit Improvisation. Du bietest dem Besucher, so wie ich das sehe, Deine Geschichte dar, Hartmut und ich öffnen je unseren Raum und dort also ist das Material. In meinen particles erzeugen Zufallsgeneratoren die Wirkung eines flüssigen Textes, bei Hartmut sind es Indices, die locken, Titel.&nbsp; – Ja, so sehe ich das. &#9786;
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>@ Hartmut Abendschein. &#45; Ich könnte mir vorstellen, lieber Hartmut, dass Menschen, die Deiner Arbeit begegnen, verunsichert sind, auch überfordert, weil es ungewöhnlich ist, zunächst eine geeignete Methode der Wahrnehmung entwickeln zu müssen, wenn man das Werk eines Autors öffnet, oder betritt, oder wie auch immer an Ort und Stelle bleibt. Die Reaktionen, die Du als Reaktionen von Abscheu wahrnimmst, sind vielleicht Reaktionen, die eben Überforderung signalisieren. Und tatsächlich ist das so, dass ich selbst überfordert war zunächst, mich orientieren musste, nach Strukturen suchen. Ich habe dann natürlich wahrgenommen, dass dort sehr gute Texte zu finden sind, die auch für sich stehen könnten. Aber zunächst war ich desorientiert und habe darüber nachgedacht, was ich mir vielleicht wünschen würde, wenn ich Einfluss auf den Autor ausüben könnte. Es ist sehr schwierig, so meine Erfahrung, die Räume zwischen den gewählten Texten zu überbrücken. Manchmal gelingt  es, manchmal nicht. Ich glaube es ist notwendig, zu üben, zu trainieren, um mit Deiner Bibliothek lustvoll umgehen zu können. Was ist eigentlich an dieser Stelle ein PLOT? Kennst Du Dürrenmatts Erzählung „Winterkrieg in Tibet“?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>@ Hartmut Abendschein. - Ich könnte mir vorstellen, lieber Hartmut, dass Menschen, die Deiner Arbeit begegnen, verunsichert sind, auch überfordert, weil es ungewöhnlich ist, zunächst eine geeignete Methode der Wahrnehmung entwickeln zu müssen, wenn man das Werk eines Autors öffnet, oder betritt, oder wie auch immer an Ort und Stelle bleibt. Die Reaktionen, die Du als Reaktionen von Abscheu wahrnimmst, sind vielleicht Reaktionen, die eben Überforderung signalisieren. Und tatsächlich ist das so, dass ich selbst überfordert war zunächst, mich orientieren musste, nach Strukturen suchen. Ich habe dann natürlich wahrgenommen, dass dort sehr gute Texte zu finden sind, die auch für sich stehen könnten. Aber zunächst war ich desorientiert und habe darüber nachgedacht, was ich mir vielleicht wünschen würde, wenn ich Einfluss auf den Autor ausüben könnte. Es ist sehr schwierig, so meine Erfahrung, die Räume zwischen den gewählten Texten zu überbrücken. Manchmal gelingt  es, manchmal nicht. Ich glaube es ist notwendig, zu üben, zu trainieren, um mit Deiner Bibliothek lustvoll umgehen zu können. Was ist eigentlich an dieser Stelle ein PLOT? Kennst Du Dürrenmatts Erzählung „Winterkrieg in Tibet“?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von marianne</title>
      <link>http://www.mariannebuettiker.net/fugato</link>
      <description>wenn ich Eurem Gesprächstrang folge, so reflektiere ich natürlich meine Erfahrungen mit meiner Installationsarbeit. Sie besteht aus vielen Teilchen, dem Raum, den Farben, den Texten, den Zeichen und den Entscheidungen die ich treffe, wenn ich eine solche Arbeit aufbaue. Also habe ich etwas nicht, was Eure Arbeit im Weseintlichen mitbestimmt, nämlich ein Förderband, das mir die Entscheidung abnimmt, welchen Geschichtsstrang heute in dieser Ausstellung erzählt wird. Auf was stützt Ihr Euch in Eurer Programmierung der Grundstruktur? Seid Ihr Euch der Anzahl der Möglichkeiten bewusst, die die Maschine macht? Und spielt Ihr die Texte so ein, dass ihr immer eine Ahnung habt, was ein Leser zu Lesen bekommt?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>wenn ich Eurem Gesprächstrang folge, so reflektiere ich natürlich meine Erfahrungen mit meiner Installationsarbeit. Sie besteht aus vielen Teilchen, dem Raum, den Farben, den Texten, den Zeichen und den Entscheidungen die ich treffe, wenn ich eine solche Arbeit aufbaue. Also habe ich etwas nicht, was Eure Arbeit im Weseintlichen mitbestimmt, nämlich ein Förderband, das mir die Entscheidung abnimmt, welchen Geschichtsstrang heute in dieser Ausstellung erzählt wird. Auf was stützt Ihr Euch in Eurer Programmierung der Grundstruktur? Seid Ihr Euch der Anzahl der Möglichkeiten bewusst, die die Maschine macht? Und spielt Ihr die Texte so ein, dass ihr immer eine Ahnung habt, was ein Leser zu Lesen bekommt?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>so eine (virtuelle) bibliothek, vor allem, wenn sich diese als text verschleiert, macht arbeit, lieber andreas. mehr noch, als irgendein buch (ein text), das gewissen prinzipien der linearität gehorcht. womöglich ist der text noch schwerer zu lesen, als er zu schreiben war. wird für manche unlesbar. ich schreibe &#8220;manche&#8221;: denn der leser selbst ist ein protagonist des textes. und je nach zugriff, nach souveränität, nach subjektivität, wird die mühe grösser oder geringer. (es ist sicher auch eine persönliche sache, wie man mit kontingenz umgeht / umgehen kann. mich persönlich macht das textuell nicht sonderlich nervös. es gibt mir gewisse freiheiten. nimmt mir lasten, z.b. der punktgenauen (der &#8220;richtigen&quot;) interpretation eines vermeintlich intendierten. in meinem nächsten umfeld gibt es aber leute, die der abscheu pakt. werten möchte ich das nicht. kann man subjektivität werten?). aber zu deinen bildern: vor allem dein ameisenbild fand ich da treffend. und analog: ich dachte dabei an eine alte show mit rudi carell. &#8220;am laufenden band&#8221;, wenn du dich vielleicht erinnerst? da defilieren &#8220;preise&#8221; vor den augen der gewinner (die eigentlich erst noch am gewinnen sind), und diese müssen gemerkt werden, denn erst nach nomineller reproduktion dieser nach ihrem vorzeigen, gehen sie erst in ihr eigentum über. eine ungeheure merkleistung. und eine des verknüpfens. (wer sagt mir denn, dass ich mir diesen schuh oder jenen toaster merken soll. es könnten, im prozess, noch viel bessere, für meine wohnung nützlichere dinge kommen.) im prozess des merkens (und später des erinnerns) kann es also wieder zu einer neuordnung (mit aus&#45; und einschlüssen von dingen/waren) kommen, die dann später unter zeitdruck, rückblickend aufgesagt werden müssen. diese form des herauspickens und aneignens finde ich da auch strukturell wieder. und das finden von und erinnern an passagen, die in einer scheinbaren beziehung stecken. (die noch nicht einmal über tatsächliche verweise verknüpft wurden). das nun aber eher in hinblick auf die elemente (oder particles, wie du es genannt hast). tatsächlich gibt es ja gewisse wahlverwandschaften von bausteinen, die auch weniger nach dem kontingenzlustprinzip lesende (z.b. der strang Anna), bei aller möglichkeit des ausscherens und abschweifens, befriedigen könnte ... aber, wo ichs gerade sage: das methodische abschweifen, das lesen in einem system mit (und wenn auch nur theoretischer) anlage zur digression, ist da eher nach meinem geschmack ... mich würde es, nebenbei, interessieren, wie du dich dem genähert hast. und auch, wie du, was nun die semantik der texte (des textes) angeht, mit der spannung des lesens zwischen einer &#8220;erzählung&#8221; und diverser begleitender cluster von (prosa&#45; etc.)teilchen, damit umgegangen bist. gibt es da noch einen (für dich) herausziehbaren mastertext. eine art abstract jenseits formaler beschreibung?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>so eine (virtuelle) bibliothek, vor allem, wenn sich diese als text verschleiert, macht arbeit, lieber andreas. mehr noch, als irgendein buch (ein text), das gewissen prinzipien der linearität gehorcht. womöglich ist der text noch schwerer zu lesen, als er zu schreiben war. wird für manche unlesbar. ich schreibe &#8220;manche&#8221;: denn der leser selbst ist ein protagonist des textes. und je nach zugriff, nach souveränität, nach subjektivität, wird die mühe grösser oder geringer. (es ist sicher auch eine persönliche sache, wie man mit kontingenz umgeht / umgehen kann. mich persönlich macht das textuell nicht sonderlich nervös. es gibt mir gewisse freiheiten. nimmt mir lasten, z.b. der punktgenauen (der &#8220;richtigen") interpretation eines vermeintlich intendierten. in meinem nächsten umfeld gibt es aber leute, die der abscheu pakt. werten möchte ich das nicht. kann man subjektivität werten?). aber zu deinen bildern: vor allem dein ameisenbild fand ich da treffend. und analog: ich dachte dabei an eine alte show mit rudi carell. &#8220;am laufenden band&#8221;, wenn du dich vielleicht erinnerst? da defilieren &#8220;preise&#8221; vor den augen der gewinner (die eigentlich erst noch am gewinnen sind), und diese müssen gemerkt werden, denn erst nach nomineller reproduktion dieser nach ihrem vorzeigen, gehen sie erst in ihr eigentum über. eine ungeheure merkleistung. und eine des verknüpfens. (wer sagt mir denn, dass ich mir diesen schuh oder jenen toaster merken soll. es könnten, im prozess, noch viel bessere, für meine wohnung nützlichere dinge kommen.) im prozess des merkens (und später des erinnerns) kann es also wieder zu einer neuordnung (mit aus- und einschlüssen von dingen/waren) kommen, die dann später unter zeitdruck, rückblickend aufgesagt werden müssen. diese form des herauspickens und aneignens finde ich da auch strukturell wieder. und das finden von und erinnern an passagen, die in einer scheinbaren beziehung stecken. (die noch nicht einmal über tatsächliche verweise verknüpft wurden). das nun aber eher in hinblick auf die elemente (oder particles, wie du es genannt hast). tatsächlich gibt es ja gewisse wahlverwandschaften von bausteinen, die auch weniger nach dem kontingenzlustprinzip lesende (z.b. der strang <a href="http://bc.etkbooks.com/opac/#AnNa">Anna</a>), bei aller möglichkeit des ausscherens und abschweifens, befriedigen könnte ... aber, wo ichs gerade sage: das methodische abschweifen, das lesen in einem system mit (und wenn auch nur theoretischer) anlage zur digression, ist da eher nach meinem geschmack ... mich würde es, nebenbei, interessieren, wie du dich dem genähert hast. und auch, wie du, was nun die semantik der texte (des textes) angeht, mit der spannung des lesens zwischen einer &#8220;erzählung&#8221; und diverser begleitender cluster von (prosa- etc.)teilchen, damit umgegangen bist. gibt es da noch einen (für dich) herausziehbaren mastertext. eine art abstract jenseits formaler beschreibung?
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air/</link>
      <description>Nein, lieber Hartmut, die Besichtigung Deines Werkes ist nicht nur Arbeit natürlich, aber sie ist schwieriger als die Besichtigung eines Buches. Dort ist eine Zeichenkette vorgegeben, die ich mich entlang arbeiten kann. Und wenn ich das Buch schliesse und etwas später wieder öffne, ist die Zeichenkette noch dieselbe, nur mein Gehirn, sehr sicher, hat sich in der Zwischenzeit verändert. &#45; Ich habe nach Bildern gesucht.&amp;nbsp; &#45; Ich habe ein Packeisbild gefunden und ein Urwaldameisenbild. Stell Dir vor, Eisbären haben ein Schiff, eine Schiffsbibliothek und einen Matrosenmann zerrissen und nun treiben Schiffsteile, Teil des Mannes, aber auch Teile der Bibliothek in Fetzen auf Schollen umher und stranden an einer weiteren Eisscholle, auf der ein noch intakter Mann sitzt und nun Bruchstücke fügen möchte, um sich das Warten auf seinen Eisbären zu erleichtern. Oder aber Ameisen haben eine Bibliothek zerlegt und tragen sie an Dir vorbei durch einen Urwald. Von Zeit zu Zeit entnimmst Du der Ameisenstrasse ein Textparticles und versuchst nun einen eigenen Text daraus zu machen in Deinem Kopf. Das ist schon schwierig, nicht wahr? Könnte man nicht sagen, dass gearbeitet werden muss? Zum Beispiel die Arbeit daran, sich für etwas Ungewöhnliches zu öffnen?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Nein, lieber Hartmut, die Besichtigung Deines Werkes ist nicht nur Arbeit natürlich, aber sie ist schwieriger als die Besichtigung eines Buches. Dort ist eine Zeichenkette vorgegeben, die ich mich entlang arbeiten kann. Und wenn ich das Buch schliesse und etwas später wieder öffne, ist die Zeichenkette noch dieselbe, nur mein Gehirn, sehr sicher, hat sich in der Zwischenzeit verändert. - Ich habe nach Bildern gesucht.&nbsp; - Ich habe ein Packeisbild gefunden und ein Urwaldameisenbild. Stell Dir vor, Eisbären haben ein Schiff, eine Schiffsbibliothek und einen Matrosenmann zerrissen und nun treiben Schiffsteile, Teil des Mannes, aber auch Teile der Bibliothek in Fetzen auf Schollen umher und stranden an einer weiteren Eisscholle, auf der ein noch intakter Mann sitzt und nun Bruchstücke fügen möchte, um sich das Warten auf seinen Eisbären zu erleichtern. Oder aber Ameisen haben eine Bibliothek zerlegt und tragen sie an Dir vorbei durch einen Urwald. Von Zeit zu Zeit entnimmst Du der Ameisenstrasse ein Textparticles und versuchst nun einen eigenen Text daraus zu machen in Deinem Kopf. Das ist schon schwierig, nicht wahr? Könnte man nicht sagen, dass gearbeitet werden muss? Zum Beispiel die Arbeit daran, sich für etwas Ungewöhnliches zu öffnen?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>ich hoffe, es macht nicht nur arbeit ... so long.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>ich hoffe, es macht nicht nur arbeit ... so long.
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Nachdem ich von der kleinen Maschine jetzt ein wenig gesehen habe, mach ich mich mal an die Arbeit und lese. Ich melde mich wieder. Hartmut, und wünsch Dir eine gute Reise!</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich von der kleinen Maschine jetzt ein wenig gesehen habe, mach ich mich mal an die Arbeit und lese. Ich melde mich wieder. Hartmut, und wünsch Dir eine gute Reise!
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>du arbeitest dich langsam an die fein&#45; und feinstmechanik der konstruktion heran. diese navigationselemente, die selbst auch schon &#8220;poetisch&#8221; sind oder wirken, sind im naturzustand der software, wie von jeremy ruston angeboten, so nicht angelegt. aber es gibt seiten mit unzähligen plugins und erweiterungen für das system, und ich habe da eine menge ausprobiert und behalten, was ich für die bc gebrauchen konnte. die software (oder softwares) hat (haben) insofern dabei mitkonstruiert, jetzt inhaltlich, dass ich selber bei der überarbeitung bezüge zwischen elementen gesehen habe, die ich dann im (primärt)text noch etwas einschlägiger verdichtet habe bzw. referenzen (stichwörter in inhalten, verweise über tags) angelegt habe, sodass andere paarungen entstehen können. sie haben auch insofern mitgewirkt, dass ich einiges unterlassen habe: nämlich übergänge zu glatt oder eng zu formulieren, damit es noch genug raum für leerstellen gibt, elemente sich bei konfrontation nicht allzusehr gegeneinander sperren. das ist aber etwas strangabhängig. geträumt? das ist vielleicht etwas zu viel gesagt. aber so, wie da die textblöcke durch den raum fliegen oder sich listen generieren, wie aus dem nichts, diese bewegungen tauchen mir doch schon öfter vor dem inneren auge auf. a propos liste: es werden da ja auch unmengen an listen (ich denke da vor allem an diejenigen aus titeln) generiert oder aufgeboten, die selbst schon ein abenteuer für sich wären. (bin da gespannt auf die anstehende publikation von ann cotten, &#8220;Nach der Welt: Die Listen der Konkreten Poesie und ihre Folgen&quot;).</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>du arbeitest dich langsam an die fein- und feinstmechanik der konstruktion heran. diese navigationselemente, die selbst auch schon &#8220;poetisch&#8221; sind oder wirken, sind im naturzustand der software, wie von jeremy ruston angeboten, so nicht angelegt. aber es gibt seiten mit unzähligen plugins und erweiterungen für das system, und ich habe da eine menge ausprobiert und behalten, was ich für die bc gebrauchen konnte. die software (oder softwares) hat (haben) insofern dabei mitkonstruiert, jetzt inhaltlich, dass ich selber bei der überarbeitung bezüge zwischen elementen gesehen habe, die ich dann im (primärt)text noch etwas einschlägiger verdichtet habe bzw. referenzen (stichwörter in inhalten, verweise über tags) angelegt habe, sodass andere paarungen entstehen können. sie haben auch insofern mitgewirkt, dass ich einiges unterlassen habe: nämlich übergänge zu glatt oder eng zu formulieren, damit es noch genug raum für leerstellen gibt, elemente sich bei konfrontation nicht allzusehr gegeneinander sperren. das ist aber etwas strangabhängig. geträumt? das ist vielleicht etwas zu viel gesagt. aber so, wie da die textblöcke durch den raum fliegen oder sich listen generieren, wie aus dem nichts, diese bewegungen tauchen mir doch schon öfter vor dem inneren auge auf. a propos liste: es werden da ja auch unmengen an listen (ich denke da vor allem an diejenigen aus titeln) generiert oder aufgeboten, die selbst schon ein abenteuer für sich wären. (bin da gespannt auf die anstehende publikation von ann cotten, &#8220;Nach der Welt: Die Listen der Konkreten Poesie und ihre Folgen").
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Die Vorstellung, dass ich mit jedem hinzugefügten Text etwas an Höhe gewinne, ist mir näher, Hartmut, also auch die Vorstellung des Baumes, Lea. Der wachsende Baum ist aber seiner Gestalt nach an dieser Stelle, ein sehr senkrechter Baum. So oder so, nach oben oder sich nach unten arbeitend, beobachten wir mit jedem Aufruf eine Textkonstruktion. Heute habe ich entdeckt, dass der Turm gleichwohl Segmente ausbildet, die sich an Ort und Stelle entfalten, den Turm also mit allen bereits gesetzten Elementen nach oben stemmen. Ausserdem existieren Elemente eines Aufzuges rechter Hand. Hast Du Hartmut, diese Elemente alle so entschieden oder sind sie in der Software so angelegt? Inwiefern und wie mächtig konstruierte die Software an Deiner Geschichte Benedikts mit? Hast Du von Deiner Software geträumt?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorstellung, dass ich mit jedem hinzugefügten Text etwas an Höhe gewinne, ist mir näher, Hartmut, also auch die Vorstellung des Baumes, Lea. Der wachsende Baum ist aber seiner Gestalt nach an dieser Stelle, ein sehr senkrechter Baum. So oder so, nach oben oder sich nach unten arbeitend, beobachten wir mit jedem Aufruf eine Textkonstruktion. Heute habe ich entdeckt, dass der Turm gleichwohl Segmente ausbildet, die sich an Ort und Stelle entfalten, den Turm also mit allen bereits gesetzten Elementen nach oben stemmen. Ausserdem existieren Elemente eines Aufzuges rechter Hand. Hast Du Hartmut, diese Elemente alle so entschieden oder sind sie in der Software so angelegt? Inwiefern und wie mächtig konstruierte die Software an Deiner Geschichte Benedikts mit? Hast Du von Deiner Software geträumt?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von lea</title>
      <link>airmail@mariannebuettiker.net</link>
      <description>auch bäume wachsen so, aus einem kern nach oben und unten und in alle richtungen und doch immer ist baum baum:&#45;)</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>auch bäume wachsen so, aus einem kern nach oben und unten und in alle richtungen und doch immer ist baum baum:-)
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>genau so. nach oben gedacht, träfe der turm es relativ präzise. nach unten gedacht, könnte man vielleicht von einer bohrung sprechen. (der 1. text wandert aus der sicht dann ja als bohrmeisel nach unten weiter). als ein werkstattbuch, was textgenese (und kommentar(e)) angeht, sind vielleicht auch die kategorien bzw. unterkategorien dieses weblogs anzusehen. die texte sind ja alle in der taberna kritika entstanden und abgelegt worden. um genau zu sein, habe ich die kategorien qua rss exportiert und mit einem speziellen plugin in das tiddlywiki importiert. nur noch wenige texte sind noch im weblog zu finden (diejenigen, von denen ich ausging, sie nicht mehr stark zu bearbeiten, oder, weil es sich um primärtexte handelte). es gab ja überarbeitungen und ich wollte &#8220;versionskonflikte&#8221; vermeiden, wollte auch, dass da sowas wie ein gesamttext stehen würde, den man dann auch &#8220;prototyp&#8221; nennen konnte. eine basisreferenz, also. die texte (die posts) im weblog wurden aber nie gelöscht. damit könnte man also (zeitlich usw.) immer noch einiges rekonstruieren. ausserdem blieben und bleiben die kommentare &#45; wenn es denn welche gab &#45; sichtbar.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>genau so. nach oben gedacht, träfe der turm es relativ präzise. nach unten gedacht, könnte man vielleicht von einer bohrung sprechen. (der 1. text wandert aus der sicht dann ja als bohrmeisel nach unten weiter). als ein werkstattbuch, was textgenese (und kommentar(e)) angeht, sind vielleicht auch die kategorien bzw. unterkategorien dieses weblogs anzusehen. die texte sind ja alle in der taberna kritika entstanden und abgelegt worden. um genau zu sein, habe ich die kategorien qua rss exportiert und mit einem speziellen plugin in das tiddlywiki importiert. nur noch wenige texte sind noch im weblog zu finden (diejenigen, von denen ich ausging, sie nicht mehr stark zu bearbeiten, oder, weil es sich um primärtexte handelte). es gab ja überarbeitungen und ich wollte &#8220;versionskonflikte&#8221; vermeiden, wollte auch, dass da sowas wie ein gesamttext stehen würde, den man dann auch &#8220;prototyp&#8221; nennen konnte. eine basisreferenz, also. die texte (die posts) im weblog wurden aber nie gelöscht. damit könnte man also (zeitlich usw.) immer noch einiges rekonstruieren. ausserdem blieben und bleiben die kommentare - wenn es denn welche gab - sichtbar.
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Wenn ich das richtig sehe, dann entsteht mit jedem Besuch eines Lesers eine Art Textturm. In jeder neu entstandenen Etage des Turmes, sind weitere Bausteine wählbar, Bausteinen die keinen neuen Turm generieren, sondern, den Turm, der sich gerade im Aufbau befindet, erhöhen. Wenn ich also eine Weile gebaut habe, kann ich das Montierte betrachten, weil es nicht verschwindet. &#45; Hast Du während Deiner Arbeit ein Logbuch geführt, ein Werkstattbuch?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich das richtig sehe, dann entsteht mit jedem Besuch eines Lesers eine Art Textturm. In jeder neu entstandenen Etage des Turmes, sind weitere Bausteine wählbar, Bausteinen die keinen neuen Turm generieren, sondern, den Turm, der sich gerade im Aufbau befindet, erhöhen. Wenn ich also eine Weile gebaut habe, kann ich das Montierte betrachten, weil es nicht verschwindet. - Hast Du während Deiner Arbeit ein Logbuch geführt, ein Werkstattbuch?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch</link>
      <description>ich glaube, gewisse fragen stellen sich da gar nicht mehr. der &#8220;prototyp&#8221; wird bereits von der deutschen nationalbibliothek langzeitarchiviert. vorstellbar wäre allerdings, dass man den text nimmt (oder 1 oder 2 stränge) und lektoriert (oder, um in codesprache zu bleiben: optimiert) und diesen in eine andere form überträgt. (man müsste diese andere form und version dann wieder anders bezeichnen). &#8220;sandmaschine&#8221;, sandbegriff, kommt da nun bildlich nicht ganz von ungefähr, verweisst er doch auch auf borges sandbuch, das sogar ein paar referenzen in der bc erhält. zur frage nach dem urtext: da erinnere im mich jetzt an keinen konkreten. wohl aber an sowas wie eine uridee, also, textmengen zu &#8220;liquidieren&#8221; oder diese zum dialog zu bringen, diese also kommunizieren zu lassen. das stand da von anfang an im vordergrund, auch bei der recherche um die primärtexte (DiePassagen). nun kann ich aber beim besten willen nicht mehr sagen, ob da huhn oder ei, primärtext oder rezeption von primärtext (bspw. KargeLeben, als lektürestrang von/um DiePassagen. innerhalb der bc, beispielsweise) die erste bewegung war.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>ich glaube, gewisse fragen stellen sich da gar nicht mehr. der &#8220;prototyp&#8221; wird bereits von der deutschen nationalbibliothek langzeitarchiviert. vorstellbar wäre allerdings, dass man den text nimmt (oder 1 oder 2 stränge) und lektoriert (oder, um in codesprache zu bleiben: optimiert) und diesen in eine andere form überträgt. (man müsste diese andere form und version dann wieder anders bezeichnen). &#8220;sandmaschine&#8221;, sandbegriff, kommt da nun bildlich nicht ganz von ungefähr, verweisst er doch auch auf borges <a href="http://www.dalank.de/notabene/borges_2.html">sandbuch</a>, das sogar ein paar referenzen in der bc erhält. zur frage nach dem urtext: da erinnere im mich jetzt an keinen konkreten. wohl aber an sowas wie eine uridee, also, textmengen zu &#8220;liquidieren&#8221; oder diese zum dialog zu bringen, diese also kommunizieren zu lassen. das stand da von anfang an im vordergrund, auch bei der recherche um die primärtexte (DiePassagen). nun kann ich aber beim besten willen nicht mehr sagen, ob da huhn oder ei, primärtext oder rezeption von primärtext (bspw. KargeLeben, als lektürestrang von/um DiePassagen. innerhalb der bc, beispielsweise) die erste bewegung war.
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Du würdest also vertraglich regeln, dass nach einer Bucherscheinung, die Bibliothek online, also quasi kostenlos und als Sandmaschine erreichbar sein müsste? &#45; Mich würde sehr interessieren, ob für Dich als Autor, in Deinem Kopf, insgeheim noch ein Text existiert, den du als ersten Text betrachtest, als ersten Sandstein quasi? Zwei weitere Fragen. :&#45;)</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Du würdest also vertraglich regeln, dass nach einer Bucherscheinung, die Bibliothek online, also quasi kostenlos und als Sandmaschine erreichbar sein müsste? - Mich würde sehr interessieren, ob für Dich als Autor, in Deinem Kopf, insgeheim noch ein Text existiert, den du als ersten Text betrachtest, als ersten Sandstein quasi? Zwei weitere Fragen. :-)
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>@ andreas (#8, heute aus einem internetcafe (wo ist denn hier das ägü?) in colonien, darum nur kurz, hoffe du entschuldigst). deine erste frage ist sehr biblisch. ich agnostisch pragmatisch: in diesem speziellen fall: wenn suhrkamp anruft, bekommt suhrkamp den text. (knaur bekommt ihn nicht). (der text würde allerdings bald wieder im internet auftauchen). zur symmetrie, nur als beispiel: eine anordnung der elemente: a01, b01, d01, m01, p01, a02, b02, m02, p02 usw. (das nur als beispiel)

@ lea: dabei wird subjekt immer instabiler. also: instabilität des s. muss durch instabilität von text reflektiert werden ...</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>@ andreas (#8, heute aus einem internetcafe (wo ist denn hier das ägü?) in colonien, darum nur kurz, hoffe du entschuldigst). deine erste frage ist sehr biblisch. ich agnostisch pragmatisch: in diesem speziellen fall: wenn suhrkamp anruft, bekommt suhrkamp den text. (knaur bekommt ihn nicht). (der text würde allerdings bald wieder im internet auftauchen). zur symmetrie, nur als beispiel: eine anordnung der elemente: a01, b01, d01, m01, p01, a02, b02, m02, p02 usw. (das nur als beispiel)
<br />
@ lea: dabei wird subjekt immer instabiler. also: instabilität des s. muss durch instabilität von text reflektiert werden ...
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von lea</title>
      <link>airmail@mariannebuettiker.net</link>
      <description>sind wir als lineare leser und filmbetrachter einfach nicht mehr so gewohnt, einer unersichtlichen mathematisch angelegten ordnung zu folgen und uns nicht von a&#45;z von nur einer weglösung zu einer erfahrung führen zu lassen, sondern eben, von diesem, im moment gelsenen texteil eines ganzen, von dem wir nur eine ahnung einer geschichte erhalten? Gerade dass es immer individuell bleiben wird, was wir über die geschichte  erfahren und von dem abhängt. wie weit ich mich mit meinen gelesenen teilen befasse und mich auf sie einlasse ist das spannende. Ich denke das ist die grosse herausforerung &#8220;feste texte&#8221; zusammenzustellen, dass diese eigenbewegung dennoch erhalten wird</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>sind wir als lineare leser und filmbetrachter einfach nicht mehr so gewohnt, einer unersichtlichen mathematisch angelegten ordnung zu folgen und uns nicht von a-z von nur einer weglösung zu einer erfahrung führen zu lassen, sondern eben, von diesem, im moment gelsenen texteil eines ganzen, von dem wir nur eine ahnung einer geschichte erhalten? Gerade dass es immer individuell bleiben wird, was wir über die geschichte  erfahren und von dem abhängt. wie weit ich mich mit meinen gelesenen teilen befasse und mich auf sie einlasse ist das spannende. Ich denke das ist die grosse herausforerung &#8220;feste texte&#8221; zusammenzustellen, dass diese eigenbewegung dennoch erhalten wird
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Ich habe für heute eine vielleicht seltsame Frage. Wenn man Dich vor die Wahl stellen würde, diese sandartig sich verhaltende Anordnung Deiner Texte, zugunsten einer kleineren Publikation in linearer Form auf Papier aus dem Internet zu entfernen, oder aber an dieser Stelle jede Möglichkeit, den Text auf Papier verhaften zu können, &#45; wie würdest Du entscheiden? Was sind Symmetrien von Tags?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe für heute eine vielleicht seltsame Frage. Wenn man Dich vor die Wahl stellen würde, diese sandartig sich verhaltende Anordnung Deiner Texte, zugunsten einer kleineren Publikation in linearer Form auf Papier aus dem Internet zu entfernen, oder aber an dieser Stelle jede Möglichkeit, den Text auf Papier verhaften zu können, - wie würdest Du entscheiden? Was sind Symmetrien von Tags?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>es ist eine art fotographie des textes in seinem wahrscheinlichsten zustand. in die form gegossen, also, in der er sich (hinsichtlich zweier stränge, die doch linear aufeinander aufbauen) inhaltlich ausrichten würde. die integration der restlichen elemente erfolgte eher über rechnerische aspekte oder aspekte der symmetrien von tags (abt.: &#8220;verweise&quot;). das andocken von elementen an ganz andere elemente ist schon thematisch vorgegeben. auch wenn in der abteilung verweise selten mehr als drei oder vier links stehen, gäbe es vielerlei möglichkeiten der (inhaltlichen, aber auch formalen) verknüpfung, die das system dann wieder im anderen element (im gegenelemet? in der rubrik mehr &amp;gt; referenzen) konnotieren würde. aber dein particlesprojekt ist da der noch flüssigere stoff, glaube ich. die bc würde sich zu particles möglicherweise verhalten wie sand zu wasser ...</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>es ist eine art fotographie des textes in seinem wahrscheinlichsten zustand. in die form gegossen, also, in der er sich (hinsichtlich zweier stränge, die doch linear aufeinander aufbauen) inhaltlich ausrichten würde. die integration der restlichen elemente erfolgte eher über rechnerische aspekte oder aspekte der symmetrien von tags (abt.: &#8220;verweise"). das andocken von elementen an ganz andere elemente ist schon thematisch vorgegeben. auch wenn in der abteilung verweise selten mehr als drei oder vier links stehen, gäbe es vielerlei möglichkeiten der (inhaltlichen, aber auch formalen) verknüpfung, die das system dann wieder im anderen element (im gegenelemet? in der rubrik mehr &gt; referenzen) konnotieren würde. aber dein particlesprojekt ist da der noch flüssigere stoff, glaube ich. die bc würde sich zu particles möglicherweise verhalten wie sand zu wasser ...
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Lieber Hartmut, Fluidität ist ein sehr feines Wort. Ich kann Deinen Wunsch verstehen, einen Pfad zu eröffnen hin zu einer Textausgabe Deines Werkes, die ausgedruckt werden kann. Als ich meine Arbeit particles veröffentlichte, habe ich noch am ersten Tag von einem Bekannten eine Nachricht erhalten, die ich genau so erwartet hatte. Mein Bekannter besichtigte particles an seinem Arbeitsplatz. Er hatte kaum Zeit und deshalb einen, sagen wir besser, seinen Anfang der Geschichte im Kopf. Und als er abends seiner Frau meine Arbeit vorführen wollte, konnte er diesen Anfang nicht finden und war etwas verwirrt, bis ich ihm erklärte, dass particles nicht linear gelesen werden kann, sondern sich immer wieder neu darstellt oder konfiguriert. Eine Flüssigkeit. Und natürlich habe ich als Autor oft gedacht, &#45; Schade, dass diese oder jene Zeile, die mir am Herzen liegt, vielleicht nie gelesen oder nicht wiedergefunden werden kann. Du bietest also quasi eine Möglichkeit an, die Textlinie, wie sie sich an einem bestimmten Punkt der Geschichte befindlich, ergeben würde, zu &#8220;fotografieren&#8221;. Sehe ich das richtig?</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hartmut, Fluidität ist ein sehr feines Wort. Ich kann Deinen Wunsch verstehen, einen Pfad zu eröffnen hin zu einer Textausgabe Deines Werkes, die ausgedruckt werden kann. Als ich meine Arbeit <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/particles/f/atlantic2.htm" target="_blank">particles</a> veröffentlichte, habe ich noch am ersten Tag von einem Bekannten eine Nachricht erhalten, die ich genau so erwartet hatte. Mein Bekannter besichtigte <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/particles/f/atlantic2.htm" target="_blank">particles</a> an seinem Arbeitsplatz. Er hatte kaum Zeit und deshalb einen, sagen wir besser, seinen Anfang der Geschichte im Kopf. Und als er abends seiner Frau meine Arbeit vorführen wollte, konnte er diesen Anfang nicht finden und war etwas verwirrt, bis ich ihm erklärte, dass <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/particles/f/atlantic2.htm" target="_blank">particles</a> nicht linear gelesen werden kann, sondern sich immer wieder neu darstellt oder konfiguriert. Eine Flüssigkeit. Und natürlich habe ich als Autor oft gedacht, - Schade, dass diese oder jene Zeile, die mir am Herzen liegt, vielleicht nie gelesen oder nicht wiedergefunden werden kann. Du bietest also quasi eine Möglichkeit an, die Textlinie, wie sie sich an einem bestimmten Punkt der Geschichte befindlich, ergeben würde, zu &#8220;fotografieren&#8221;. Sehe ich das richtig?
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>lieber andreas. &#8220;flüssigkeit&#8221; ist da genau der richtige begriff. ich habe auch andernorts öfter den begriff fluidität benutzt. (was, streng genommen, gar nicht so stimmt, schaut man sich mal den quellcode an). flüssig ist es aber an der oberfläche. und das lesen soll ein schwimmen sein, um bei dieser figur zu bleiben. warum dieses pdf? hm. eine konzession, wenn ich ehrlich sein soll. eine möglichkeit der rezeption für leserInnen, die balken brauchen. das pdf selber ist generiert aus einer programmfunktion, die mit einem klick eine bestimmte struktur (eine richtung) reproduziert. ich möcht natürlich auch ein wenig, dass die textästhetik jenseits des codes zum tragen kommt (kommen kann, theoretisch). immerhin habe ich auch ein wenig an den texten gefeilt. dieser balken (im wasser) ermöglicht es vielleicht auch, bei bedarf, sich auch einmal nur dem text (einer ursprünglichen narrationsmöglichkeit) zu widmen. ein anderes argument noch: ich bin mir darüber im klaren, dass diese software nicht in jedem browser laufen wird. es wäre also eine zusätzliche möglichkeit, wenigsten in den text einblick zu nehmen, auch wenn er erstarrt ist.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>lieber andreas. &#8220;flüssigkeit&#8221; ist da genau der richtige begriff. ich habe auch andernorts öfter den begriff fluidität benutzt. (was, streng genommen, gar nicht so stimmt, schaut man sich mal den quellcode an). flüssig ist es aber an der oberfläche. und das lesen soll ein schwimmen sein, um bei dieser figur zu bleiben. warum dieses pdf? hm. eine konzession, wenn ich ehrlich sein soll. eine möglichkeit der rezeption für leserInnen, die balken brauchen. das pdf selber ist generiert aus einer programmfunktion, die mit einem klick eine bestimmte struktur (eine richtung) reproduziert. ich möcht natürlich auch ein wenig, dass die textästhetik jenseits des codes zum tragen kommt (kommen kann, theoretisch). immerhin habe ich auch ein wenig an den texten gefeilt. dieser balken (im wasser) ermöglicht es vielleicht auch, bei bedarf, sich auch einmal nur dem text (einer ursprünglichen narrationsmöglichkeit) zu widmen. ein anderes argument noch: ich bin mir darüber im klaren, dass diese software nicht in jedem browser laufen wird. es wäre also eine zusätzliche möglichkeit, wenigsten in den text einblick zu nehmen, auch wenn er erstarrt ist.
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Lieber Hartmut, herzlich Dank für Deine ausführliche Antwort. Ja, ich habe meinen Kommentar hierher gestellt, weil ich keinen anderen Ort gefunden habe, ich habe den nächsten gewählt. &#45; Du weisst, ich interessiere mich für Textkörper, die sich wie Flüssigkeiten verhalten, auf ihrer Zeichenebene wie Lebewesen. Ein Buch, das man öffnet und immer ist der Text ein anderer geworden, weitergeschrieben oder umgestellt, oder schreibt sich gerade, oder treibt den Leser an, weil die Zeichen der Kette entlang verschwinden. Diese Texte, die man sich wie einen Dschungel erarbeiten muss, ja, das gefällt mir. Warum ist es möglich, den Deiner Arbeit zu Grunde liegenden Text als linearen Text in einer pdf&#45;Datei laden zu können? Ja, das interessiert mich sehr!</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hartmut, herzlich Dank für Deine ausführliche Antwort. Ja, ich habe meinen Kommentar hierher gestellt, weil ich keinen anderen Ort gefunden habe, ich habe den nächsten gewählt. - Du weisst, ich interessiere mich für Textkörper, die sich wie Flüssigkeiten verhalten, auf ihrer Zeichenebene wie Lebewesen. Ein Buch, das man öffnet und immer ist der Text ein anderer geworden, weitergeschrieben oder umgestellt, oder schreibt sich gerade, oder treibt den Leser an, weil die Zeichen der Kette entlang verschwinden. Diese Texte, die man sich wie einen Dschungel erarbeiten muss, ja, das gefällt mir. Warum ist es möglich, den Deiner Arbeit zu Grunde liegenden Text als linearen Text in einer pdf-Datei laden zu können? Ja, das interessiert mich sehr!
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>eine kleine präzision zum thema leibniz kombinatorische bibliothek (der ja davon ausgeht, dass jeder text schon qua existenz des alphabetes geschrieben IST). ein ähnliches kombinatorisches prinzip lässt sich technisch mit diesem TW sehr schön illustrieren. die varianzen können da allerdings nicht auf reiner zeichenebene, sondern auf elementebene (textblöcke, passagen) sichtbar gemacht werden. veranschaulichen soll das dieser link, der eine elementmenge (hier z.b. 5) und damit eine spezifische LEKTÜRE erzeugen oder auch nur eine bestimmte textgenese abbilden kann.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>eine kleine präzision zum thema leibniz <a href="http://tinyurl.com/64fgje">kombinatorische bibliothek</a> (der ja davon ausgeht, dass jeder text schon qua existenz des alphabetes geschrieben IST). ein ähnliches kombinatorisches prinzip lässt sich technisch mit diesem TW sehr schön illustrieren. die varianzen können da allerdings nicht auf reiner zeichenebene, sondern auf elementebene (textblöcke, passagen) sichtbar gemacht werden. veranschaulichen soll das dieser <a href="http://tinyurl.com/62jgfg">link</a>, der eine elementmenge (hier z.b. 5) und damit eine spezifische LEKTÜRE erzeugen oder auch nur eine bestimmte textgenese abbilden kann.
</p>]]></content:encoded>
    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Kommentar von hab</title>
      <link>http://www.abendschein.ch/</link>
      <description>lieber andreas. diese arbeit war als eine unabschliessbare geplant. damit ist auch gemeint. obwohl es sich nicht um eine unendliche (leibniz), letztendlich aber doch unüberschaubare menge an potenziell generierbaren texten (im schreiben, im lesen) handelt, konnte und kann ich diesen text nur als offenen bezeichnen. den begriff &#8220;prototyp&#8221; habe ich aus diesem grund verwendet: theoretisch lässt sich der text (der text im code) problemlos mit einem klick aneignen. es liesse sich also daran weiterschreiben, ohne dass man signifikant in den code eingreifen müsste. schreiben heisst da: elemente hinzufügen und/oder verbindungen zwischen diesen elementen schaffen. ich lasse da nun erst einmal die finger davon und gönne mir bei dieser arbeit eine verschnaufpause. aber theoretisch (und genau diese theorie ist auch ein gewisser bestandteil des textinhalts) wäre diese arbeit vom rezipienten fortzuführen ... ein ende der arbeit nach meinem ableben? noch einmal theoretisch: schreibt sich der text fort, jedes mal, wenn er gelesen oder angefasst wird. auch maschinell: jedes mal, wenn er mit einem browser in berührung kommt, oder dem ping irgendeines roboters. ich hoffe, ich habe deine frage richtig verstanden &amp;amp; zufriedenstellend beantwortet. hier stehen noch ein paar weitere, jedoch nicht abgeschlossene überlegungen. kein theoretisches gebäude, das, eher ein löchriger teppich ...


p.s. du hast diesen kommentar unter &#8220;0/1&#8221;, dem &#8220;letzten&#8221; element der erzählung eingestellt. ich weiss nicht, ob das beabsichtigt war und deswegen die frage nach dem ende auftaucht. gebe hier aber mal zu bedenken oder als hinweis, solltest du mal weiter im text sein: dieser erzählungsstrang kann, aus sicht eines anderen strangs (beispielsweise der farce WieWissen) ein text sein, der von den protagonisten in jener serie im letzten akt &#8220;gelesen&#8221; wird. das meinte ich auch mit unendlichkeit. es werden da einige semantische loops eingebaut, auf die vielleicht (noch) gar nicht so sehr in den verweisfeldern oder innerhalb der texte hingewiesen wurde ...</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>lieber andreas. diese arbeit war als eine unabschliessbare geplant. damit ist auch gemeint. obwohl es sich nicht um eine unendliche (leibniz), letztendlich aber doch unüberschaubare menge an potenziell generierbaren texten (im schreiben, im lesen) handelt, konnte und kann ich diesen text nur als offenen bezeichnen. den begriff &#8220;prototyp&#8221; habe ich aus diesem grund verwendet: theoretisch lässt sich der text (der text im code) problemlos mit einem klick aneignen. es liesse sich also daran weiterschreiben, ohne dass man signifikant in den code eingreifen müsste. schreiben heisst da: elemente hinzufügen und/oder verbindungen zwischen diesen elementen schaffen. ich lasse da nun erst einmal die finger davon und gönne mir bei dieser arbeit eine verschnaufpause. aber theoretisch (und genau diese theorie ist auch ein gewisser bestandteil des textinhalts) wäre diese arbeit vom rezipienten fortzuführen ... ein ende der arbeit nach meinem ableben? noch einmal theoretisch: schreibt sich der text fort, jedes mal, wenn er gelesen oder angefasst wird. auch maschinell: jedes mal, wenn er mit einem browser in berührung kommt, oder dem ping irgendeines roboters. ich hoffe, ich habe deine frage richtig verstanden &amp; zufriedenstellend beantwortet. <a href="http://bc.etkbooks.com/opac/#BibliothecaCaelestis">hier</a> stehen noch ein paar weitere, jedoch nicht abgeschlossene überlegungen. kein theoretisches gebäude, das, eher ein löchriger teppich ...
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p.s. du hast diesen kommentar unter &#8220;0/1&#8221;, dem &#8220;letzten&#8221; element der erzählung eingestellt. ich weiss nicht, ob das beabsichtigt war und deswegen die frage nach dem ende auftaucht. gebe hier aber mal zu bedenken oder als hinweis, solltest du mal weiter im text sein: dieser erzählungsstrang kann, aus sicht eines anderen strangs (beispielsweise der farce <a href="http://bc.etkbooks.com/opac/#WieWissen">WieWissen</a>) ein text sein, der von den protagonisten in jener serie im letzten akt &#8220;gelesen&#8221; wird. das meinte ich auch mit unendlichkeit. es werden da einige semantische loops eingebaut, auf die vielleicht (noch) gar nicht so sehr in den verweisfeldern oder innerhalb der texte hingewiesen wurde ...
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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      <title>Kommentar von louis</title>
      <link>http://andreas&#45;louis&#45;seyerlein.de/air</link>
      <description>Lieber Hartmut, ich habe Deine Bibliotheca Caelestis  (Prototyp) besichtigt. Und natürlich habe ich Fragen angesichts eine derart umfangreichen Arbeit in der Elektrosphäre. Ich hoffe diese folgende Frage erreicht Dich! Du schreibst, Deine Arbeit sei eine Arbeit, die weiter wachsen wird. Vielleicht wird Dir meine Frage seltsam erscheinen, weil sie nach dem Ende fragt und nicht nach einem Anfang. Sie hat etwas mit persönlicher Erfahrung zu tun. Hast Du denn eine Vorstellung entwickelt, wann Deine Arbeit abgeschlossen sein wird? Kann es ein Ende Deiner Arbeit geben, abgesehen einmal von Deinem natürlichen Ende als Person. 


hour48</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hartmut, ich habe Deine Bibliotheca Caelestis  (Prototyp) besichtigt. Und natürlich habe ich Fragen angesichts eine derart umfangreichen Arbeit in der Elektrosphäre. Ich hoffe diese folgende Frage erreicht Dich! Du schreibst, Deine Arbeit sei eine Arbeit, die weiter wachsen wird. Vielleicht wird Dir meine Frage seltsam erscheinen, weil sie nach dem Ende fragt und nicht nach einem Anfang. Sie hat etwas mit persönlicher Erfahrung zu tun. Hast Du denn eine Vorstellung entwickelt, wann Deine Arbeit abgeschlossen sein wird? Kann es ein Ende Deiner Arbeit geben, abgesehen einmal von Deinem natürlichen Ende als Person. 
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<i>hour48</i>
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    <dc:date>2012-05-21 T;08:50:00+01:00</dc:date>
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