necropolis

bringing out the dead. von jlg.

Mittwoch, 23. April 2008

J. A. Genzale (1952-1995)

John Anthony Genzale: höchstwahrscheinlich Überdosis. Johnny Thunders war Junk- und Rock’n’Roll von antiker Grösse, schrieb Drei-Akkord-Hymnen von seltener Eindringlichkeit und schuf so grossartigen, selbstironischen Kaputtrock für all jene, die es nicht makaber finden an selbst inszenierten Beerdigungen teilzuhaben. Thunders spielte die Rolle von Keith Richards perfekter als sein Idol. Diese Konsequenz kostete ihm naturgemäss das Leben.  THE HEARTBREAKERS, One Track Mind JOHNNY THUNDERS, You Can’t Put Your Arms Around A Memory JOHNNY THUNDERS, Eve Of Destruction THE KINKS, Johnny Thunder JOHNNY THUNDER, I’m Alive (Calla Records, 1968)

text #4785 (fmi) ∈ necropolis
(0) kommentareprintpermalink
Dienstag, 22. April 2008

E. K. Waymon (1933-2003)

Eunice Kathleen Waymon: Krebs. “Highpriest of Soul” und aber auch “Highpriest of Badass”. NINA SIMONE, Go To Hell NINA SIMONE, Just Like Tom Thumb’s Blues NINA SIMONE, Strange Fruit

text #4783 (fmi) ∈ necropolis
(0) kommentareprintpermalink
Montag, 21. April 2008

A. E. MacLean Denny (1947-1978)

Alexandra Elene MacLean Denny alias Sandy Denny: Gehirnblutung nach Treppensturz. “The thing that always amazed me about Sandy, was that she thought she actually could appeal to the masses. Of course she couldn’t - and who would want to? If you’re writing songs that people can shoot themselves to, you know you’re not going to be in the charts. Sandy’s music was uncomfortable. It demanded too much.” (Linda Thompson). FAIRPORT CONVENTION, The Ballad Of Easy Rider

text #4782 (fmi) ∈ necropolis
(1) kommentareprintpermalink
Sonntag, 20. April 2008

M. E. Mercier Descloux (1956-2004)

Martine-Elisabeth “Lizzy” Mercier Descloux: Krebs. “Es mag helfen am richtigen Ort zur rechten Zeit zu sein, selbst für eine Reisende. Lizzy Mercier Descloux hielt es selten lange irgendwo (...). Dennoch hatte sie ein einzigartiges Gespür für die richtigen Orte. Von Pariser Hallenviertel zieht es Mitte der 70er auch sie nach New York. Sie freundet sich mit Patti Smith an, photographiert deren »Radio Ethopia« Cover und trifft Michel Esteban, der bald sein Label ZE gründet. Er erkennt Lizzys Talent. Ein Talent, das alle anderen aus der No New York Szene überragen sollte. Als Rosa Yemen spielt sie eine minimale Avant-Punk EP ein. Zwei Gitarren plus ihre Stimme modellieren ein hektisch zerrendes, radikales Meisterwerk an dem sich Generationen von Noise Gitarristen abarbeiten konnten, jedenfalls jene, die es bemerkt hatten. Denn Dinge doppelt zu tun war nicht ihre Art. In einer kreativ explodierenden Post-Punk Welt vollzieht sie die Wendungen, entwickelt sich blitzschnell, interessiert sich für dies und das und landet so mit ihrem ersten Album »Press Color« Anfang 1979 auf der Tanzfläche. Funkige, teilweise improvisierte Songs, Lalo Schifrin und Arthur Brown Coverversionen verbinden Lärm und Disco elegant und gefährlich. Doch als diese Fusion zum großen Ding wird, sitzt Lizzy auf den Bahamas und produziert 1981 mit »Mambo Nassau« eine der ungewöhnlichsten und tollsten Platten aller Zeiten. Afrikanische Rhythmen, Funk und überraschende Melodienlinien, so frisch und so anders daß sie nie überkommen klingen können, begründen ihre Leidenschaft für afrikanische Musik. Diese Spur führt sie 1984 quer durch Afrika nach Johannesburg wo eine nun deutlich vom Soweto-Sound geprägte LP entsteht. In Frankreich wird die Single »Mais où sont passées les gazelles« zum großen Hit und das Album hoch dekoriert. Zwei Jahre später taucht sie in Rio auf. Das dort eingespielte »One for the Soul« flirtet mit den Westcoast-Jazz Pop Melangen seiner Zeit, ist aber wieder mal viel besser als der Rest. Das Cover zitiert die Cahiers du Cinema und Chet Baker spielt Trompete (...). Zwei Jahre später veröffentlicht sie »Suspense«, ohne ihren ZE Mentor Michel Esteban, dafür mit Ex-Mars Trompeter Mark Cunningham an ihrer Seite gelingt ein lebendiges Popalbum das mit formvollendetem Gestus die Post-Punk Zeit beendet. Sie zieht weiter durch die Welt, beginnt expressiv und farbenfroh zu malen, nimmt 1995 noch ein Album in New York auf, welches nie erscheint und verliebt sich in die See um Korsika. Die Insel wird zum Ruhepol. Ihre stilprägenden, zugleich unbeschreiblich schönen Statements der Weltsicht eines wachen Individuums verblassten, völlig pop-unüblich, nie, wurden aber auch kein Gegenstand großer Hypes. Doch welche Freude die Wiederveröffentlichung von »Press Color« und »Mambo Nassau« auslösten, erlebte sie noch.” (Oliver Tepel) “At 17 she was more sophisticated than anyone I’d known, while also seeming utterly unaffected. Or at least her affectations came from such a stubborn confidence and will to defy convention that they were irresistible."(Richard Hell) ROSA YEMEN, Herpes Simplex MARS, Puerto Rican Ghost MARIE ET LES GARCONS, A Bout de Souffle

text #4781 (fmi) ∈ necropolis
(3) kommentareprintpermalink
seite 3 von 6 seite(n) « Erste  <  1 2 3 4 5 >  Letzte »