notula nova (theorie und praxis)

Mittwoch, 03. Februar 2010

Die Getränke der Gesellschaft (notula nova 71)

Und: Die Widmerholung #wörter

Rechts. Rechts. Messegebäude. Platz. Kreisverkehr. Rechts. Tankstelle. Klingnaustrasse. (Auch ein Sammlungs- / Anthologiekonzept: Grossartige Sätze in Scheissbüchern.)

Dann etwas Disko. Bei Oasis sind wir dann gegangen. (Viel zu viel Kilkenny ... Dann, am nächsten Tag: Startmässig auf einen Schlag drei Weissbücher an eine Kundin verkauft. Eine Kennerin der Materie.)

Und, schon wieder fällig: Fingernägel schneiden.

Jean-Claude und die
Verwaltungskunst
Korrespondenzkunst
Pressesprecherkunst

Und die Titelmeldung: “Die Red-Bull-Gesellschaft”

carl walser privat
abschiedskarten ausdrucken
hartmut abendschein

Noch einmal: Literatur (Produktion und Ergebnis) nicht als Kunsthandwerk betreiben und präsentieren, sondern als ... als ... als ... Ereignis und Dokumentation lebendigen Denkens. Literatur als nicht zu bändigenden Diskurs, sozusagen. (Übrigens, fürs Protokoll: Amy Rigby ist die Ex-Frau von Will Rigby, dem ehemaligen Schlagzeuger der Jangle-Band DB’s.)

Aber oops, nun haben wir Eleanor mit Amy verwechselt. (Die Knöpfe an der Wand (der Plane, der Kulisse, dem Rückraum) in: Gold. Rot. Blau. Das hair. Das bald hair. Jetzt kommt sicher eine Geschichte. (Dort drüben an der Seite steht meine Gattin, schaut mich an, aber sieht mich nicht.) Seltsam.)

Am nächsten Morgen: wieder der Welt das Du entzogen. Vorläufig.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Dublin Core Fantasies (notula nova 70)

Nett mit Bas Böttcher geplaudert. Die textbox müsste weiter theoretisch ausgebaut, theoretisiert werden, denke ich. Eine kleine Theorie der Textbox, o.ä. ...

Und: Der Tod als Anlass zum Leben.

Und: Alfredo Häberli. (Sic!). Nicht nach seinem Stil suchen. Sondern nach seinem Klang.

Samstag, 14.11., auf den Weg zur B09. Kurze Produktionsplanungsnotiz zum bislang nicht näher bezeichneten (bearbeitstitelten, oder doch?) Film-/Videoprojekt. Wir nennen das Vorhaben nun (erst einmal) “Trailer” (oder?: MyTrailer?) - UT möglicherweise: Datenbank der Realfiktionen. Oder: life is later than fiction. Oder: real fiction database. Oder: ... Im Zentrum steht die Idee, dass das Leben (mein Leben, privatim. Ich, Protagonist, Erzähler (Beobachter, Seher)) erfundene Wirklichkeit bebildere. Das ganze Filmmaterial muss also gefiltert und auf vielleicht einhundert 1-minütige Sequenzen, bereinigt von konkreter bzw. auch privater Persönlichkeit, werden. Literarischer Text muss zu den zu sehenden Kamerafahrten, Blickschwenks, Zooms, unruhigen oder ruhigen Minuten recherchiert und assoziiert werden. (Eine Textpassage herausgeschnitten, zum Bild gestellt / montiert werden. Ein Metadatenapparat (Dateiname, Länge, Keywords, Broadcast-Status, Amazon-Rezension zum Text? Haha, und vor allem Autorschaft und Texttitel, angefertigt werden. Letzterer wird auch Titel des Ensembles einer Dokumentationseinheit dieser DB werden.) Es muss also erhoben und arrangiert werden: Titel, Video, Textpassage aus: Buchtitel / Autorschaft ... Organisation d. Metadatenapparats. Zu überlegen, ob vielleicht anzusetzen in Dublin Core. Soweit der Stand der Überlegung. Nun filtert man ...

Mittwoch, 20. Januar 2010

Über Holz nachdenken (notula nova 69)

Bastelanleitung
theaterkulisse
dekliniere taberna

Die Dichter!

(Das sind doch die von einem Staubkorn Verletzten. Hinter ihnen: Hunde, die Rochus heissen ...)

Infokompetenzler
Interfaceerklärer

(Überhaupt: Die Tussihaftigkeit derzeitiger Studienbedingungen.)

Und, als Geschäftsmodell: Schriftstellerstimmen als Klingelton. (Die Begrüssungen auf Lesungen, vielleicht. Guten Abend. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.)

(Ja! Die kleine Form als unideologische Nichtgattung ist das Regulativ der grand récits fiktionalen und nichtfiktionalen Denkens. Die kleine Form ist eine zweifelnde Bemerkung, ein starkes Nichtargument gegen Nichtargumente. Ein Sandkorn im Getriebe von Sinnproduktions- und Hierarchisierungsmaschinerien. Das Loch im Kniebereich deiner neuen Hose.)

(Und für dich, liebe H., die Erklärung, warum es in meinem Arbeitsdispositiv auch Dinge gibt, elektronische insbesondere, also solche mit Kabeln dran, deren Besitzsinn sich nicht auf den ersten Blick erschliesst, diese Analogie: Wenn ein Künstler sich ein Stück Holz anschafft, dieses aber nicht oder nicht sofort in seine Arbeit einbezieht, er dieses aber benötigt, um bspw. eine Idee voranzutreiben, zu experimentieren, zweckzuentfremden, oder einfach nur: über Holz nachzudenken, so würde man doch auch weniger der Existenz des Holzstücks die Berechtigung absprechen. Oder etwa nicht?)

Memo: Scholz, “Strasse der Krokodile”

Freitagabend. Basel. Bern. X Bücher verkauft. Viele Gespräche geführt. Neue, gute Texte gewonnen. Und Begriffe. Diskussionen um den Begriff der kleinen Form mit pudelundpinscher, als unideologische, als gerade Rechtzeitige. Und mit UTRES.

“Unsere Geschichte mag zehnmal zuende sein, die Geschichte ist es nicht.” (Ensslin an Vesper. Auf einem Klappentext. Mehr schöne Zitate in einem Magazin. Darauf ein Heineken. (What else in a kiosk, 2009)

Mittwoch, 13. Januar 2010

Clap your hands (notula nova 68)

Rückblick: http://www.abendschein.ch/site/weblog/loslabern_fast/

“Jede Sekunde stirbt ein Nichtraucher” (Titel aus dem A1 Verlag)

Überhaupt: Standbeschilderungen, Ensemble, die Trinität von literarischer Logistik um die Jahrhundertwende: “Taschenbücher”, “Roman”, “Knallerpreis”.

Wörter: Brieftheorie. Briefschuld. Situativer Gedankenauswurf. (Und, ein Romananfang eines DKZV-Autoren: “Die Nacht war unheimlich und hundemies.” Stattdessen: “Raumfahrt ist die Weiterentwicklung des Kirchturmes”, oder “Rom liegt im Kopf - Bethlehem zwischen den Beinen")

Über Achternbusch sprechen: immer an den Rändern deftig bleiben.

Zum Konzept des Weblogs als literarästhetische DB und seiner Vorhaltungen: Überlegen, ob man nicht auch vielleicht mit httrack eine Lösung findet, aufdatierende Werke als offline-Monumente zur Verfügung stellen zu können. In welcher Weise arbeitet man da aber wieder an einer Dekonstruktion von DB? (In der NZZ vom 31.10., wieder die alten Ressentiments: Foucault als Antihumanist, und: “Die Spassfraktion der Postmoderne” ... alte Sabbertante.)

Man hat geklatscht nach der Lesung. Mit diesem Klatschen hat man anerkannt: dass da etwas ist und nicht nichts. Oder: dass es Stimme war und nicht etwa Auto. (Paare: die philosophische Arbeit der Begriffsschöpfung. Die literarische Arbeit der Begriffsanwendung. Dagegen spricht: “Das Pferd im Traum des kleinen Hans ist KEIN Vatersymbol” (Deleuze))

Positiv, dennoch
1: gute Gespräche geführt
2: Bücher verkauft
3: Code gezeigt
4: Rolf-Dieter Brinkmanns Tochter kennengelernt

Dann: werden wir Teil einer Weltpremiere -

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