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Mittwoch, 01. Februar 2012

Literapedia Bern

Als Redaktionsmitglied der Literapedia Bern möchte ich hier noch den offiziellen Start der Seite bekanntgeben.

Literapedia Bern ist Online-Lexikon bzw. Bibliographie zur Berner Literaturproduktion. Hier werden der Öffentlichkeit belletristische Literatur von über 800 Berner Schriftstellerinnen und Schriftstellern sowie weiterführende Informationen über diese in Form eines Wikis zugänglich gemacht.”

URL: http://www.literapedia-bern.ch/

Stimmen: Tagesanzeiger, SF Tagesschau, Berner Zeitung, Langenthaler Tagblatt, Der Bund ...

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Donnerstag, 26. August 2010

Üxhöl-Dügüx-Kedröm-Diggs

Sie lagen dann wieder eine Weile still in ihren Liegestühlen und lauschten dem Plätschern des Uferwassers, das von dem ferneren Rauschen der Strömung weiter draussen im Fluss untermalt war.
Ist schon verdammt gut eingerichtet hier draussen, um einem als Cro-Magnon-Mensch ein wenig Erholung zu bieten, dachte Aaron. Diese Ruhe, dieses Plätschern, dieses Sonnenlicht. Ja, alles einfach dafür eingerichtet, um sich ein wenig gehen zu lassen.
Als wäre das alles dafür gemacht, dass sich der Cro-Magnon-Mensch darin ausruhen kann.
Und ja, es gab diese verrückten Theorien über die Erde, das Sonnensystem, die Galaxis und das gesamte verdammte Weltall, dass alles, angefangen von den Gesetzen der Natur bis zu den Gewichtsverhältnissen zwischen den Elementarteilchen verdammt präzise daraufhin abgestimmt ist, vier Cro-Magnon-Menschen an einem Fluss ausruhen zu lassen. Naja so ungefähr jedenfalls hatte Aaron das einmal an einem dieser Anny-Elling-Vernissagen von einem dieser Oberkosmologen auseinandergesetzt bekommen. (Aaron konnte sich vage daran erinnern, dass die ganze Geschichte darauf hinausgelaufen war, das Liegen in einem von Anny Ellings Liegestühlen als das grandiose Endresultat des ganzen verdammten Universums zu erklären; und verdammt nochmal, genau das tat Aaron jetzt: Er lag in einem dieser unendlich bequemen Anny-Elling-Liegestühle und liess es sich verdammt gut gehn).

(Aus: L.E.M., Üxhöl-Dügüx-Kedröm-Diggs, S.138)

L.E.M. ist Lukas E. Meier, Sänger der Band kleinerHAi und Science-Fiction-Autor. Er hat bisher unter dem Namen Louis Hagendorn die zwei Kriminalromane Der Abgang und Black Day veröffentlicht. Er ist 1971 geboren, hat Psychologie studiert, etwas Philosophie und etwas Informatik. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit dem Weltall-Projekt, einem mehrere Romane umfassenden Kosmos, dessen erster Band Üxhöl-Dügüx-Kedröm-Diggs darstellt. Der zweite Roman des Weltall-Projekts wird im Dezember 2010 erscheinen.

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Donnerstag, 15. April 2010

Private Voodoo (WM-T-Shirt-Collection / Thomas Blaser)

Private Voodoo ist eine Fortsetzung der Reihe “Sorg dich nicht um meinen Kopf” aus der collectionthomasblaser, die neben Licht- und Raumkörpern nun auch eine Kleidercollection anbietet.

“Mit Private Voodoo besitzen Sie ein originelles und schönes Sportbekleidungsstück und – je nach Emotionalität der Situation - ein starkes Stück Individualität. Ob im Jubel oder unter kontrollierten Bedingungen: Sie werden bestimmt verstanden!”

Private Voodoo T-Shirt: CHF 50.–. 8 Tage Lieferfrist ab Bestellung. Sämtliche Arbeiten am T-Shirt in Schweizer Handarbeit (Unikate des Berner Künstlers Thomas Blaser). Zweifarbiges T-Shirt mit Kontrasteinsatz an Ärmelabschluss und Kragen. Logoaufdruck “Private Voodoo” seitlich auf den Kurzärmeln. 100% gekämmte und vorgeschrumpfte Baumwolle. Verfügbare Grössen: S, M, L, XL, XXL. Derzeit lieferbare Modelle: Schweiz, Japan. Weitere Geschmacksrichtungen folgen. Bestellung mit Angaben zu Modell, Grösse, Rechnungs- bzw. Lieferadresse an: thomasblaser at bluewin.ch

P.S.: Das Buch zum Hemd: Fritz Michel, 4:2

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Donnerstag, 14. Januar 2010

Schöftland: Der Schein trügt

Es bleibt offen, wen oder was dieses Publikum da taxiert, beobachtet, ablichtet, im Hintergrund Zitate einer malerischen Altstadt. Geschichte. Auf dem Bild von Floh von Grünigen, Sänger und Musiker der Berner Gruppe Schöftland, ist dieses Hauptakteur und damit werkgewordene Rezeptions- und Systemtheorie schlechthin.

Musikalisch, kann man sagen, liedtextlich nehmen Schöftland ebensolche Konstruktionen auf und spielen sie an und durch, wie etwa in “Der Schein trügt”, das auch Titelpate für das jüngste Release wurde.

(..)
doch der schein trügt
und der freund lügt
und trotzdem
und trotzdem
wollen alle auf die bühne

Das Kunstwerk (die Band, die Musik, das Ereignis, der Rahmen) formiert also ein Gegenüber und erhebt dieses selbst zum Sujet. Das zu erinnernde, festzuhaltende Ereignis ist sein Stattfinden und Dabeisein. Die Bühne wird, aus dieser Perspektive, so zur Scheinbühne, erlogen, und ihr Gegenpart, die Gegenbühne, auf die alle wollen, ist wahr und reell.
Doch auch so trügt der Schein, denn der Ansatz setzt für den Betrachter dieser Situation eine Dialektik in Gang, die in Blickwechseln auf die Bühnen, die Frage nach eigener Bühnenhaftigkeit und Inszenierung stellt.
Objektivierung könnte man diesen Vorgang nennen, und die Frage, ob man nun auf diese Bühnen wollte, wird prekär und zum Thema von Identität ... Zu solchen Überlegungen laden Schöftlandlieder ein.

“Element of Blumfeld” wurden sie in Foren und bei Twitter genannt, und sicherlich nicht zu unrecht. Tatsächlich müsste man noch Namen wie Fink und Kante hinzuaddieren, alles Bands, die sich gewissermassen in Beobachtungen 2. Ordnung ausgewiesen haben, um das Koordinatensystem zu vervollständigen.

Kaum zu glauben, dass dieses Projekt ein Bernerisches ist. Auf den Tracks sind solche Spuren musikalisch verwischt. Auf der Bühne jedoch kommen sie wieder klar zum Tragen. Die Publikumsadresse, live und in Mundart, gibt der Musik wieder einen konkreten Ort, und verleiht ihr eher Authentizität, als dass sie genommen wird.

In jedem Fall hörens-, sehens-, empfehlenswert:

http://www.schoeftland.com/
http://www.myspace.com/schoeftland
http://www.chop.ch/

text #5289 (hab) ∈ conditio helveticabernensia
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