Zu dieser unendlichen, ominösen Neige bete ich.

Ich empfand eine mir fremde Nähe zu ihr, eine Verwandtschaft aus unvordenklicher Zeit – eine Art Verwandtschaft aus dem Meer. Mir war, als seien wir einst im selben Augenblick, am selben Strand als Nacktes, Verängstigtes angespült worden. Und auf lange, dünne, zittrige Beinchen gestellt.

Alte Liebe. – Immer wieder merkwürdig, wie wenig wir erinnern. Idioten sind wir, ohne Gedächtnis. Alles was bleibt, floh tiefer in uns.

Und sie legten Relationen,

unters Elektronenmikroskop.

Wenn die anderen nicht wären, säße ich länger beim Frühstück. Und sähe zu, wie die Farbe meines Morgenmantels verblaßt.

Mein Begehren, meine Verzweiflung: mich ständig zu verlieren – ohne mich je zu verlassen, ohne je verschwunden zu sein.

Zu dieser unendlichen, ominösen Neige bete ich.

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