M43 (10)


in eine spi

k

zu lange geda

so sta

(fährt) ge

dann nach hause g

vor laurent du

frankie and

etxeb

wieder spri

se

armin m

Tzengruppe (wahrscheinlich) (zu früh)

Ommt endlich

Uert nicht (was) (alles) (passiert)

Rk fährt wie er

Dacht nach dieser

Eht (als erster)

Faux links daneben

Reu wieder ist vielleicht

Arria hinter belli

Nten da so

Chs sind drüber

Eier armstrong



 

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stell dir das zwischenspiel

am stand eins vor

die story der geschichte

vom hunger im delta v

lass mich dir

ein

zwei

drei

vier

fünf

sechs

sieben briefe

von mishima zeigen

mit dem inneren drama

des ochsen der im regen läuft

der songwriter besingt

die knochen des menschen

dessen selbstmord

nächstes jahr in zion

unkerichs house jam

er besingt

und heiligt die bekenntnisse

exquisiter besucher

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 01/2014)

Der zum Tode verurteilte in Polen: Er wählt den Schnaps. Sein Körper, der das zum ersten Mal trinkt, genießt es so, dass er nach dem medizinisch eingetretenen Tode gewissermaßen aufersteht, als riesige Alkoholverarbeitungsmaschine, die hinabsteigt in die Erde und von innen heraus die Welt zerreißt.

Kurze Botschaften, Flaschenpost, Gravur im Ring: Was wollt Ihr denn?

Oder ist etwas ganz anderes im Gange: Wenn wir in einer Welt n leben und einen Atemzug tun, so ist die Welt n und wir mit ihr zerstört worden, ins Nichts, aber in der gleichen ›Zeit‹ eine Welt n+1 kreiert worden, die bis und mit dem Atemzug mit der alten Welt n alles gemein hat, um dann gerade mal einen Atemzug länger zu dauern, worauf die Welt n+2 folgt etc.? (Original-Kopie plus einen Hauch mehr / wo n-1 endete, macht n alles bis dahin mit, dann eine Atemgeneration länger etc.)

Thomas Pychons Beschrieb des widerwärtigsten Runterwürgens von Gummifressen (»Die Enden der Parabel«, ca. Seite 190) versus das Marmeladenessen bei Hans Henny Jahnn (in seiner Erzählungen-Sammlung »Dreizehn nicht geheure Geschichten«). Wie tickt die Zunge?

ZWEIHALBJAHRHUNDERT

Nein, ein Genie war unser Schmidt nicht. Unser? Ja, unser: Denn wir erkennen ihn immer, egal ob in Briefen an Heinz Jerofsky, ob im Frühwerk, den mittleren Jahren oder dem Spätwerk: Immer ist da dieser Rhythmus, der Sprachrhythmus, das, was nur bei ihm so zwischen den Wörtern (als quasi ›betonter‹ Zwischenraum) mitschwingt, zwischen den Sätzen: Da war ich hin!: Von dem herrlich ausgewogenen Prosatakt!

Sowieso, Schmidts Werk: ein Hin- und Her – auch der Lebensstimmungen – oder eben Auf und Ab der ›GegenSätze‹: Ganze Geistestreppen besteigt er so, selbstgebaute oder vorgeplante, Hauptsache: hoch hinaus. Und von oben trotzdem noch das kleine Leben mitstenographiert, tief unten.

Eben ›auf und ab‹: Im eigenen kleinen Leben wollte der Lagerbuchhalter der deutschen Literatur in Gedankenwolkenwelten alle überschweben können – und da oben gibt sich das Barometer nicht zu störrisch. Dazu: Wer braucht schon New York, wenn er bei Poe nachlesen kann, wie das früher war: Dieses Bild wollte er sich nicht von der Realität überblenden lassen.

Und tief innen nicht die Angst nähren, dass die ganze Kultur nächstens vor die Säue geht. So liegt in seinem Sprachgefühl auch der Mut und die Wut gegen eine wie auch immer geartete Obrigkeit verborgen oder besser gesagt: eigentlich offen zutage. Die unerhörte Geschmeidigkeit und Vokalharmonie seiner Sprache als Wundmale …

Ah, meine Dame, Sie sind subeffizient.

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